Am ersten Abend war ich von Wien etwas enttäuscht: bereits um 19 Uhr hatte kein Supermarkt mehr offen, die Preise in Imbissen und Restaurants sind wirklich hoch und in den Kneipen rund um das Hostel war nichts los. Kino wollte ich mir nicht antun und so endete ich früh im Bett.
Am nächsten Morgen musste ich mich erst einmal warm einpacken um die -11 Grad Celsius auszuhalten. Da die Innenstadt vom Hostel aus fußläufig gut erreichbar ist, habe ich mich über das Museumsquartier und die Hofburg in die Innenstadt vorgearbeitet. Auch hier gab es jede Menge Weihnachtsmärkte, die mir jedoch nur als Kulisse für meine Fotos dienten. Etwas geschockt war ich vom Stephansdom. Nicht, weil dieser so hässlich wäre, sondern weil man allen Ernstes 12 Euro bezahlen sollte, um die Krypta und den Turm zu besuchen. Auch das Mittelschiff durfte man nur nach Bezahlung betreten.
Weiter gings hiernach zunächst zum Rathaus und danach zum Schloss Belvedere.
Abends gelang dann noch ein Highlight, da ich mir die Wiener Symphoniker anhören durfte.
Der nächste Tag stand im Sinne der Museen. Zunächst habe ich mir jedoch das Schloss Schönbrunn und den Prater angeschaut. Letzterer ist derzeit leider geschlossen, nur das Riesenrad drehte einsam seine Runden.
Hiernach habe ich mich zum Hundertwasserhaus begeben und das zugehörige Kunstmuseum besucht, das neben der Hundertwasser-Dauerausstellung noch eine Wanderausstellung zu der Fotografin Annie Leibowitz zeigt.
Vorgestern ging es dann von Wien nach München, wo die Wärme des Föhnwindes schon fast unangenehm war und nur noch Schneereste übrig waren. Während des fünfstündigen Aufenthaltes habe ich mich bis zum Viktualienmarkt begeben, kurz in den Dom geschaut und den Turm der St.-Peter-Kirche bestiegen, wo sich ein toller Blick auf die Stadt erleben lässt. Zuguterletzt gab es dann im Augustinerkeller noch eine Maß.
Jetzt bin ich heil in Neheim angekommen und kann mich von den Strapazen der Reise erholen. Fünf Hauptstädte in zwölf Tagen waren eine anstrengende, aber auch tolle Erfahrung. Meine Aufnahmefähigkeit ist mittlerweile auch erschöpft. Ich freue mich auf das Weihnachtsfest, bevor es kurz vor Silvester wieder nach Istanbul zurückgeht.
Allen Mitlesern wünsche ich ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest!
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vor 15 Jahren
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