Montag, 30. November 2009

Indien: faszinierend, spannend und herausfordernd

Delhi ist eine sehr beeindruckende Stadt mit wahnsinnigen Kontrasten. Zuerst haben wir uns Teile Neu-Delhis angesehen, die eindeutig den Kolonialstil Englands repräsentieren - große Prachtbauten, die teilweise etwas verfallen, aber immer noch imposant sind. Dazu gehört das India-Gate, ein großes Kriegsdenkmal, das an den Arc de Triomphe in Paris erinnert. Der Connaught-Place, ein riesiger kreisförmiger Platz mit einem Park in der Mitte, ist das Zentrum Neu-Delhis. Dort findet man alle internationalen Top-Geschäfte wie Adidas etc. Wir haben in einem sehr luxuriösen Restaurant für kleines Geld ein Super-Mittagessen bekommen.
Allgemein ist das Preisniveau hier erschreckend niedrig. Damit einhergehend auch die überall vorherrschende Armut. Gerade erst habe ich gelesen, dass 2/3 der Bevölkerung Indiens von weniger als 2 $ pro Tag lebt - unglaublich!
Das Hauptverkehrsmittel sind Rikschas (Fahrrad- und Motorrikschas), Fahrräder und Kleinwagen. Isabell schafft es erstaunlicherweise immer den Rikschafahrern den Preis zu diktieren, indem sie beim Feilschen um keine Rupie erhöht.
Das Verkehrsaufkommen ist in Delhi extrem und Staus vorprogrammiert. Dabei wird sekündlich die Hupe genutzt - auf Dauer gewöhnt man sich wohl daran...
Die Gerüche (oder soll ich Gestank sagen?) auf den Straßen sind ebenfalls gewöhnungsbedürftig. Viele Inder verrichten ihre "Geschäfte" am Straßenrand und die Tiere tragen auch ihren Teil dazu bei. An einigen Stellen (etwa in Parks) verbieten Schilder extra das öffentliche Urinieren.
Durch die Mangelernährung sieht man allenthalben physisch eingeschränkte Personen. Überhaupt sieht man jede Menge Leute - man merkt, dass hier die zweitgrößte Bevölkerungsstärke der Welt vorherrscht.
Nach dem Mittagessen haben wir unser Gepäck am Hotel abgeholt und sind ins alte Delhi gefahren. Auf dem Weg konnten wir eine ziemlich bewegende Szene beobachten: ein junger Mann blutete stark am Kopf, wurde auf einer Fahrradrikscha transportiert und stand dann wie wir ewig im Stau. Ich will stark hoffen, dass sie es rechtzeitig zum Arzt? geschafft haben.
In Alt-Delhi haben wir uns das rote Fort angeschaut: ein imposantes Bauwerk. Aufgrund mangelnder Zeit haben wir nur von außen geschaut und sind dann weiter zum Busbahnhof. Das ist wirklich ein Ort, an dem man sich nicht lange aufhalten möchte.
Interessant sind die verschiedenen Typen von Bussen, die es gibt. Die Local Busse sind die unterste Kategorie: das Gepäck wird aufs Dach geschnallt, die Menschen drängen sich im Bus, der bestimmt schon 30 Jahre auf dem Buckel hat. Besser sind Volvo or Luxury Busse, die den deutschen Reisebussen entsprechen.
Bei uns wurde während der Fahrt ein Hindifilm gezeigt. Man versteht zwar außer ein paar Brocken Englisch, die gesprochen werden, nicht viel, aber die Bilder sind beeindruckend. Steht den Hollywoodfilmen in nichts nach. Viel Musik, Liebe, Action - alles in einem Film vereint.
In unserem Bus (Volvo-Klasse) saßen eindeutig Menschen der mittleren Einkommensschicht, die sich schon optisch von den armen Menschen unterscheiden. Erkennbar ist zudem der Unterschied zwischen Nordindern und dem Rest. Eine vestimmte Klasse/Art/Kaste? sieht ein bisschen wie klischeehafte Türken aus: mit Oberlippenschnauzbart.
Die Straße von Delhi nach Chandigarh ist ziemlich gut ausgebaut, man sieht aber jede Menge Leute zu Fuß die Straße entlanggehen.

Von Chandigarh konnte ich zwar im Dunkeln nicht viel erkennen, aber die Straßen sind breiter als in Delhi und alles wirkt etwas ordentlicher.
Als kleine Hintergrundinfo empfehle ich euch folgende Infos: Wikipedia und diesen Artikel aus der Zeitschrift Brand Eins

Das Hotel in Chandigarh ist ziemlich gut und als wir ankamen, war dort gerade eine Hochzeit in vollem Gange.

Jetzt gerade sind wir nach dem Frühstück zu Isabells Trainee-Haus gelaufen, das sich nur wenige Meter vom Hotel entfernt befindet.

Erste Fotos vom Abflug in Dubai bis zur Ankunft in Chandigarh Sonntag Nacht:

Indien


Ich schreibe später weiter, jetzt gehts zur Stadttour in Chandigarh.

Sonntag, 29. November 2009

Ankunft in Indien

Größer könnte der Kontrast nicht sein: Vom sauberen, modernen Dubai ins chaotische, laute Indien. Die Türkei ist ein Musterland, was die Straßenverkehrsordnung angeht, wenn man es mit Indien vergleicht :)
Am Flughafen musste ich gestern nach der Ankunft erstmal Geduld beweisen und fast eine Stunde lang warten um durch den Gesundheitscheck (mich von einer Wärmebildkamera filmen lassen und Formblatt zur Schweinegrippe ausfüllen) und die Passkontrolle zu kommen.
Dann gab es ein großes Wiedersehen mit Isabell, die auf mich gewartet hatte und extra ein paar Rupien gezahlt hat, damit sie mich im Terminal erwarten durfte.
Wir haben dann ein Prepaid-Taxi genommen (man bezahlt im Voraus an einem Schalter) um zum Hotel zu kommen. Der erste Eindruck, den ich dabei im Dunkeln von Delhi gewinnen konnte, kann mit ein paar Worten beschrieben werden: Smog, Chaos, Dreck.
Am Hotel angekommen, hat uns der Mann an der Rezeption gefragt, ob es uns etwas ausmachen würde ins Nachbarhotel umzuziehen. Na klar, wir also auf die Fahrradrikscha gehopst und uns um einige Ecken fahren lassen. Dabei habe ich die ersten Kühe auf der Straße gesehen - naja, eigentlich mehr im Müll am Straßenrand.
Das Hotel sieht von außen sehr gut aus, innen hat sich der Eindruck dann etwas verflüchtigt. Isabell hat dann noch erfolgreich mit dem Rezeptionisten diskutiert um den Preis zu drücken. Leider war es nicht das bestellte Luxury-Zimmer, aber was solls. Jetzt stürzen wir uns hier gleich mal ins Leben und schauen uns ein bisschen Delhi an, bevor es heute abend irgendwann nach Chandigarh geht.

Samstag, 28. November 2009

letzter Eintrag aus Dubai

So, ich sitze jetzt am Flughafen und muss die nächsten 4 Stunden bis zum Start überbrücken.
Gestern habe ich wie berichtet das Hotel gewechselt, was einen ziemlichen Abstieg im Komfort zur Folge hatte. Für eine Nacht aber okay. Interessant, dass ich für beide Hotels gleich viel bezahlt habe...
Vom Hotel aus habe ich mir dann einen Bus gesucht, der mich zum Jumeirah beach Park gebracht hat. Dies ist ein Park mit Strand, der von vielen Familien genutzt wird, die dort grillen. Ich habe dann auch mal kurz das Wasser genossen. Leider war es echt voll und das Wasser sehr flach. Zudem musste ich die ganze Zeit ein Auge auf all meine Wertsachen haben, weshalb es dann ein kurzes Vergnügen blieb. Verbotenerweise habe ich auch ein paar Strandfotos geschossen ;)
Nach Sonnenuntergang wurde es zeimlich kühl (unter 30 Grad), also genau richtig um nochmal zur Dubai Mall zu fahren (ihr erinnert euch? die größte Mall der Welt). Dank des Opferfestes war nicht nur der Bus ziemlich voll, sondern die Metro war so überfüllt, dass die Leute nur stoßweise hineingelassen wurden und ich fast 45 Minuten warten musste.
An der Mall angekommen habe ich gleich eine der Wasserfontänenshows erleben dürfen, die direkt neben der Mall vor dem Burj Dubai stattfinden. Gigantisch!
Habe dann bei H&M endlich die gesuchten Boxershorts und Socken gefunden und gleich auch noch ein T-Shirt gekauft.
Interessant welche deutschen Marken vertreten sind: Birkenstock, Nivea und Nordsee haben dort Filialen. Zudem gibt es einen Biosupermarkt, der bestimmt zu 50% deutsche Produkte führt.
Einige von euch kennen vielleicht auch das Restaurant Vapiano in Münster (mit diesen lustigen elektronischen Fernbedienungen, die anzeigen, wenn das Essen fertig ist), das gibt es auch in der Dubai Mall :)
Zuletzt konnte ich noch zusehen, wie das Aquarium von mehreren Tauchern gesäubert wurde.

Erst viel zu spät habe ich erfahren, dass diese Woche ja nicht nur das Opferfest stattfindet, sondern auch der Nationalfeiertag Dubais stattgefunden hat. Das erklärt auch all die Fahnen überall.

Letzte Fotostrecke:

Dubai Teil 3

Freitag, 27. November 2009

vorletzter Tag in Dubai

Nun ist es Freitag Mittag, ich muss gleich aus dem Hotel auschecken und zum nächsten fahren. Heute morgen habe ich eine kleine Erkundungstour per Fuß gestartet und bin in den Gebieten gewesen, die ich teilweise auch gestern schon gesehen habe. Leider habe ich nicht bedacht, dass heute der heilige Tag der Muslime ist und somit fast alles geschlossen hat. Auch das Dubaimuseum, das ich mir noch gern angeschaut hätte, macht erst am späten Nachmittag auf. heute habe ich den Fluss durch einen Fußgängertunnel unterquert. Dabei kam mir auf halbem Wege eine Ziege entgegen, die von einem Mann durch den Tunnel geführt wurde.

Hier noch ein paar neue Fotos:

Dubai Teil 2

Wüstentour

Der zweite Tag geht zuende und ich bin wieder voll mit Eindrücken. Heute morgen habe ich mich auf den Weg zur Jumeirah-Moschee gemacht, die einzige Moschee in Dubai, die man auch als Nicht-Muslim betreten darf. Dies allerdings nur viermal pro Woche jeweils um 10 Uhr. Da ich etwas früh war, bin ich nochmal eben an den nebenan liegenden Strand und habe dort wenigstens mal mit den Füßen die Wassertemperatur gefühlt: sehr warm :)
Am Strand ist absolutes Fotografierverbot, weswegen ich euch von dem Traumstrand nichts zeigen kann.
Im Anschluss habe ich dann die Tour durch die Moschee gemacht. Dies war auch sehr interessant, da viele allgemeine Fragen zum Islam beantwortet wurden. Die Moschee an sich ist im Vergleich zu türkischen eher ernüchternd. Zwar sehr schön, aber eher klein und sehr neu (aus den 70er Jahren).
Von der Moschee habe ich einen Bus zurück genommen, worauf ich sehr stolz bin. Der Reiseführer erklärt die Busnutzung für zu kompliziert und behauptet diese würden nur von den ausländischen Arbeitern genutzt. Letzteres scheint auch zu stimmen, aber die Busse sind klimatisiert, bequem und fahren wirklich überall hin. Sogar die Bushaltestellen sind klimatisiert. Nachdem ich mir auf dem Busbahnhof wie in Indien oder Pakistan vorkam (alles ausländische Arbeiter) und in einer Markthalle ebenso, bin ich zum Souk gegangen, ein Basar direkt am Fluss (oder ist es eine Bucht?), der durch Dubai fließt. Dort befindet sich auch das Dubai Museum, das ich mir aufgrund Zeitmangels nur von außen angesehen habe. Von dort aus habe ich ein Boot über den Fluss genommen und bin zurück zum Hotel, wo ich wenig später für die Wüstentour abgeholt wurde. Die Tour bestand aus "Dune Bashing" (man fährt im Geländewagen über die Dünen und fühlt sich ein wenig wie in einer Achterbahn), Kamele schauen, kurzes Kamelreiten, Shischa rauchen, Barbecue und Bauchtanz. Eigentlich eine ganz gute Sache, aber allein längst nicht so gut wie mit mindestens zwei Leuten. Habe mir dann auch noch geleistet mit kleinen Mini-Quads über eine abgesteckte Strecke in der Wüste zu cruisen.
Ich kenne jetzt das Rezept um in Dubai Geld zu machen: Kaufe ein Stück Wüste, zäune es ein, baue ein Camp auf und karre 300-400 Leute pro Abend dort hin ;)
Es war echt recht voll, aber es wurde auch viel geboten: Neben dem guten Barbecue konnte man sich Henna-Tattoos malen lassen, sich in traditionellen Dubai-Klamotten "verkleiden", Shischa rauchen, Kamele reiten und am Ende der Bauchtänzerin zuschauen (sie sah nicht sehr arabisch, sondern eher russisch aus - die Performance war aber gut).
Der Abend war also echt voll und ich fühle mich auch ziemlich erschlagen. Würde jetzt gern weiter nach Delhi fliegen, muss morgen aber noch einen Tag hier rumbekommen. Vielleicht gehts nochmal in eine der Malls. Jedenfalls muss ich das Hotel wechseln. Ich hatte ursprünglich ja nur eine Übernachtung eingeplant und deswegen schon ein anderes Hotel gebucht. Samstag gehts dann zum Flughafen, damit ich rechtzeitig loskomme :) Der Flug ist um 15 Uhr, aber ich muss schon 3 Stunden vorher dort sein und die Geschäfte öffnen hier immer erst um 10 Uhr - da bleibt nicht mehr viel Zeit.

Unglaublich ist hier das nicht vorhandene Umweltbewusstsein. Natürlich lässt man den Automotor immer laufen, auch wenn man mal 20 Minuten irgendwo steht und gar nicht im Auto ist. Wichtig ist nunmal, dass die Klimaanlage weiterläuft und zudem kostet der Sprit ja quasi nichts. In einigen Vierteln (z.B. auf der Palmeninsel) gibt es Kühlhäuser, die wohl die einzelnen Klimaanlagen ersetzen und gleich für ein Stadtviertel kühle Temperaturen schaffen. Der Wasserverbrauch ist auch extrem hier. Jede einzelne Pflanze draußen wird bewässert, sonst würde sie sofort verdursten. Dazu liegen überall Tröpfchenbewässerungsleitungen.
Im Wüstencamp wurde der Strom per Dieselaggregat erzeugt.

Übers Fernsehen habe ich gerade von der Finanzkrise hier in Dubai erfahren. Das Emirat ist total überschuldet und lebt von ein Einnahmen des Öls aus Abu Dhabi. Vermutlich wird sich das Wachstum hier etwas abkühlen.

Fazit: Dubai ist sehr erschlagend, faszinierend und beeindruckend zugleich. Aber wie schon am Anfang gesagt, reichen 2-3 Tage hier.

Superlative...

Ich muss mich bei allen fleißigen Mitlesern entschuldigen: Die "Mall of the Emirates" ist natürlich trotz der Skihalle nicht die größte Einkaufsmall der Welt, sondern nur eine der größten. Die Größte ist die Dubai Mall, da war ich heute abend.
Eigentlich wollte ich mich heut abend mit den beiden Dänen treffen und ein Bierchen trinken. Aufgrund eines muslimischen Feiertages bekommt man heute aber nirgendwo Alkohol, weshalb wir das Ganze abgesagt haben als ich schon auf dem Weg war. Bin dann kurzerhand zu der oben genannten Mall gefahren, hatte dort aber nur noch 20 Minuten bis zum Geschäftsschluss. Um dorthin zu kommen, musste ich das erste Mal Bus fahren, da die entsprechende Metrohaltestelle noch nicht fertig ist. In den Bussen sind die ersten Reihen für Frauen und Familien reserviert und durch Trennscheiben vom Rest abgetrennt. Wird aber scheinbar nicht immer ganz ernst genommen.

Die Mall ist direkt am "Burj Dubai", dem höchsten Gebäude der Welt. Die Kulisse bei Nacht ist extremst beeindruckend. Schade, dass der Fotoapparat das nicht besonders gut abbilden kann. Zudem ist vor der Mall ein riesiger Springbrunnen (150m hohe Wasserfontänen), der nachts alle 20 Minuten zu Musik eine Show abbildet. Man muss sich den Burj Dubai dabei im Hintergrund vorstellen.

In der Mall ist nicht nur ein Eisstadion, sondern auch eines der größten (jaja, mal wieder ein Superlativ) Aquarium der Welt. Dagegen ist das im Atlantis-Hotel ein Schwimmbecken. Die Haupt-Glasscheibe ist 33 x 8 m groß und das Becken beeinhaltet 33.000 Lebewesen. Weiterhin befindet sich der weltgrößte Gold-Souk in der Mall. Fast hätte ich es vergessen, es gibt auch noch einen riesigen Wasserfall, der über zwei oder drei Stockwerke geht. Ich werde auf jeden Fall versuchen nochmal wiederzukommen, auf 440.000 qm kann man sich tagelang aufhalten.

Für morgen habe ich eine Wüstentour gebucht, möchte gerne den Hotelpool testen und die Jumeirah-Moschee besichtigen, die ich heute nur von außen gesehen habe. Freitag steht dann der Strand auf dem Programm und die alten Souks und der Creek, also der etwas ältere Part von Dubai. Mittlerweile finde ich 3 oder 4 Tage schon sehr ideal - die Shoppingzentren nehmen einfach viel Zeit ein.

Habe hier neben dem Hotel auch eine, relativ kleine Mall. Da würde sicherlich das Karlsruher Ettlinger Tor Center mehrfach reinpassen, ist aber im Vergleich doch eher winzig.

So, schon wieder 12 Uhr. Langen Tag gehabt, Zeit zum Schlafen :)

Mittwoch, 25. November 2009

Erste Fotos aus Dubai

Hier sind einige erste bildliche Eindrücke:

Dubai

24 Stunden Dubai

Jetzt bin ich fast 24 Stunden in Dubai und habe schon unglaublich viel gesehen. Die Mall war echt super und ich konnte nicht widerstehen zwei T-Shirts zu kaufen, obwohl ich eigentlich nach Unterwäsche und Socken gucken wollte (muss dann wohl in Indien waschen, Isa). Interessanterweise gibt es hier H&M und die Klamotten sind in der Türkei fabriziert. In der Türkei gibt es dagegen keinen H&M. Die Skihalle ist einfach total extrem. Draußen über 30 Grad, in der Mall wohl angenehme 20 und in der Skihalle -4. Leider ist zu dem Zeitpunkt dann der Akku des Fotoapparates leer gegangen (Ersatzakku wäre nicht schlecht, Papa) und die Müdigkeit nahm Überhand. Kurz noch in den riesigen Carrefour in der Mall-of-the-Emirates (wie in Frankreich mit ca 50 Kassen), was zu knabbern und zu Trinken gekauft, dann kurzentschlossen in die nächste Metro und zurückgefahren. Das Hotel liegt fußläufig ca 20 Minuten von der Metro entfernt. Leider stellt diese, wie ich gestern festgestellt habe, den Betrieb bereits um 22 Uhr ein.

Ich habe hier neben dem Bett ein lustiges Bedienpanel um die Klimaanlage und das Licht zu steuern. Wusste gar nicht, dass es hier englische Steckdosen gibt, habe aber an der Rezeption einen Adapter bekommen.

In der Metro gibt es übrigens zwei Klassen: Silver and Gold. Die Gold-Plätze sind ganz vorne, haben den besten Blick und kosten doppelt so viel.

Im Carrefour gibt es keine alkoholischen Getränke, aber alkoholfreies Holsten-Bier und alle anderen europäischen Lebensmittel zu erstaunlich günstigen Preisen.

Entschuldigt bitte meine Themensprünge, aber ich schreibe einfach in der Reihenfolge auf, in der ich die Dinge erlebe oder sie mir einfallen. Ich hoffe ich verwirre euch nicht zu sehr.

Erste Erfahrungen in Dubai

Wo sitze ich? Richtig, im Starbucks. Was fehlt? Richtig, das Internet. In welchem Starbucks sitze ich? Falsch, ich sitze im Starbucks in der "Mall of the Emirates", die größte Shoppingmall der Welt inklusive Skipiste! Ich kann es nur wiederholen: Die Stadt ist imposant und beeindruckend. Durch die Tour heute habe ich wirklich viel gesehen: Das einzige 7-Sterne-Hotel der Welt, das höchste Gebäude der Welt, die Palmeninsel und vieles, vieles mehr...
Insofern war die Tour (mit zwei Dänen und einem indischen Ehepaar, der Fahrer war Pakistaner) gar nicht schlecht. Allerdings haben wir auch drei Shoppingcenter abgeklappert, was wirklich unnötig war und das ganze zur "Kaffeefahrt" gemacht hat. Doch von vorn...
Ich weiß nun warum das Hotel trotz super Zimmer und freundlichem Personal so vergleichsweise günstig ist: die Fensterisolierung ist schlecht und draußen ist eine Schnellstraße - danke Tobias für die Ohrstöpsel. Heute morgen um 8:40 Uhr - ich war gerade beim Frühstück, ist dann der Fahrer gekommen und hat mich für die Tour eingesammelt. Nachdem wir die anderen Leute abgeholt hatten, gings erstmal zur Jumeirah-Moschee (größte und bedeutenste hier, im Vergleich zur blauen Moschee aber ein Witz), dann zu einem "Arts Center" und danach zu dem "Cultural Center", beides verkappte kleine Malls, die den Touristen irgendwelche unnötigen Sachen andrehen wollen.
Anschließend sind wir dann am Strand vorbei gefahren, zum Burj al Arab, dem 7-Sterne-Hotel (rein darf man nur, wenn man ein Zimmer hat oder zumindest dort essen geht). Anschließend gings weiter zur Palm-Insel, wo wir zum immerhin 5-Sterne-Hotel Atlantis gefahren sind und dort das megabeeindruckende Aquarium angesehen haben (sicherlich auch eines der größten der Welt - habe noch nie so eine riesige Aquariumsfensterscheibe gesehen). Weiter gings durch das Business-Viertel mit lauter Hochhäusern, am Burj Dubai (höchstes Gebäude der Welt) vorbei zum weiteren Shoppingteil: Gold-Souk. Hier habe ich dann mit den beiden Dänen indisch gegessen, bvor wir dann zurück zum Hotel gefahren wurden. An dieser Stelle habe ich mich ausgeklinkt und mich an einer Metrostation absetzen lassen. Die Metro wurde am 09.09.09 um 09:09:09 Uhr eröffnet und ist die einzige(?) vollautomatische U-Bahn der Welt. Leider sind erst 10 Stationen fertig, aber die sind eindrucksvoll. Komplett klimatisiert (die ganzen Stationen) und architektonisch beeindruckend (mir fallen keine Synonyme mehr ein). Von dort bin ich dann zu der Mall gefahren, wo ich nun gerade bin und etwas ausspanne. Schaue mir gleich mal die Skipiste an und entscheide dann was ich weiter tun werde. Vielleicht gibts heut abend mit den Dänen ein Bier.


Etwas allgemeines noch:

Die Dänen fanden den Verkehr hier ziemlich hart, im Vergleich zu Istanbul ist es aber sehr entspannt. Ich habe auch noch nie so viele Blitzkästen wie hier gesehen, die ab 10 km/h Geschwindigkeitsüberschreitung auslösen. Zudem wird die Lichthupe der normalen Hupe vorgezogen, was ebenfalls ganz angenehm ist. Trotzdem ist viel Verkehr und oft Stau. Dies liegt vermutlich auch mit daran, dass das Benzin hier günstiger als Wasser ist. Der Liter Wasser kostet umgerechnet ca 60 Cent, eine Gallone Benzin aber nur 6 Dirham (entspricht etwas über 1 €.

Dubai ist eine erstaunlich grüne Stadt, überall sind Blumen und Rasen, der millimetergenau geschnitten und gut gewässert ist.

Wenn alles klappt wie erhofft, werde ich morgen eine Wüstentour unternehmen. Zudem muss ich noch zum Strand und baden und mir den kleinen Teil historischer Häuser ansehen, der noch existiert. Insgesamt finde ich aber, dass vier Tage Dubai schon fast zu viel sind. Man kann auch locker in zwei oder drei Tagen alles wichtige sehen. Außer man möchte shoppen gehen, das kann man hier echt gut.

So, gehe mal den Skifahrern zuschauen. Fotos gibts dann vielleicht auch irgendwann, wenn ich mir im Hotel mal eine Stunde Internet gönne.

Bezüglich des Internets herrscht in Dubai Zensur. Bestimmte Seiten können nicht aufgerufen werden und auch Skype ist hier illegal und geblockt. Laut Reiseführer kann man die Sperren auch nicht umgehen (wie in der Türkei).

Dubai @Night

Bin nun im Hotel angekommen: Dream Palace Hotel - einigermaßen bezahlbar :)

Der Anflug auf Dubai vom Wasser her war imposant: lauter Lichter inmitten von nichts. Durch die Kameras konnte ich auch den Landeanflug supergut mitverfolgen. Der Airport ist megaimposant und beeindruckend. Die Metro fuhr allerdings nicht mehr, weshalb ich den ganzen Weg mit dem Taxi gefahren bin. Es sind übrigens gerade angenehme 25 Grad hier.

Beim kurzen Taxiritt durch die Stadt sind mir die Unterschiede zu deutschen Städten und auch zu Istanbul aufgefallen: Die Stadt ist total sauber und neu, man sieht überhaupt kein Müll und es gab auf der Straße kein einziges Schlagloch. Auf der Straße sind kaum Leute unterwegs und wenn doch, dann sind es Inder. Schaue jetzt grad Stuttgart gegen die Rangers im TV (schöner Flatscreen) auf nem arabischen Sender. Ansonsten gibt es noch DeutscheWelle-TV und weitere internationale Programme.
Jetzt ists hier auch schon fast Mitternacht und morgen früh werd ich um 9 zur Stadtrundfahrt abgeholt, deswegen heißt es mal Augen zu und ausschlafen.

über den Wolken

Ich sitze nun im Flugzeug, überfliege gerade den Irak nahe Bagdad und hoffe auf eine pünktliche Landung in Dubai. Der Blogeintrag wird ins Netz geladen, sobald ich wieder Internet habe (hier an Bord gibts das noch nicht). Emirates ist schon eine klasse Airline (bis auf die Komplikationen mit dem Umbuchen). Es gibt kostenlose Zeitungen (habe mir mal "The Times" und "Financial Times" gesichert), dann wurden nach dem Start warme Tücher gereicht und auch das Essen war sehr lecker (Lamm-Curry mit Heinecken-Bier :) ). Leider hat sich gerade das Entertainmentsystem verabschiedet (technischer Defekt) und ich kann "50 dead men walking" nicht zuende schauen. Super sind die Onboardkameras, von denen eine unter dem Flugzeug und eine vorn angebracht ist und man über seinen Bildschirm immer mitverfolgen kann, was gerade unter einem passiert.

Ich habe eine ganze Sitzreihe, also drei Sitzplätze für mich allein, was sehr angenehm ist - da kann man schön die Füße ausstrecken.

Nach Dubai hat man von Istanbul aus zwei Stunden Zeitverschiebung - ich werde um 21:45 Uhr Ortszeit landen, dann mal die in diesem Monat neu eröffnete Metro testen und mir von einer der Metrostationen ein Taxi zum Hotel suchen. Morgen früh werde ich dann um 9 Uhr am Hotel abgeholt und 5 Stunden lang zu den größten Sehenswürdigkeiten gefahren, bin schon sehr auf dieses City-Sightseeing gespannt.

So, Entertainmentsystem läuft wieder, ich schau mir den Film weiter an.

Sonntag, 22. November 2009

Fotos aus Antalya

Nachdem ich gestern und vorgestern die beiden größten Strände in der Umgebung Antalyas kennengelernt habe, war heute Kulturprogramm angesagt.
Zunächst sind Tobias und ich zu den Düden-Wasserfällen gefahren, haben dann eine lange Dolmuştour (Sammeltaxi) hinter uns gebracht, bei denen wir nicht nur die Größe Antalyas, sondern auch die armen Stadtviertel gesehen haben und sind dann nach Termessos gefahren. Es handelt sich dabei um eine alte Ruinenstadt, die im Gebirge auf ca 1000 Höhenmetern liegt.
Morgen werden wir wohl bis zum Abflug nochmal die Sonne genießen. Am Strand hat man jede Menge Platz, es sind nur wenige Touristen unterwegs. Insgesamt kann ich Antalya im November sehr empfehlen: klasse Wetter, günstige Preise und wenige Touristen...

Interessant war heute noch die Beobachtung vom Verkauf von Hunderten von Schafen, wohl für das Opferfest nächste Woche.

Antalya Urlaub

Samstag, 21. November 2009

am strand in antalya

25 grad lufttemperatur, 22 grad im wasser, das ist antalya. Liege gerade am strand und schreibe über mein handy. Es ist absolute nebensaison und ziemlich leer, was am strand ganz angenehm, in den bars eher schade ist. Trotzdem haben haben wir gestern abend nach einiger suche gute livemusik genießen können. Heute haben wir die altstadt angesehen und sind am zweiten tag zum zweiten strand gefahren. Morgen werden wir einen ausflug in die berge machen. Nachdem ich mittlerweile zweimal mit emirates telefoniert habe, einmal mit dem türkeibüro, einmal mit dem indischen, werde ich nun final am nächsten dienstag 24.11. nach dubai, samstag 28.11. nach delhi und die gesamte strecke wieder am 07.12. zurückfliegen.

Donnerstag, 19. November 2009

Never ending story...rebook a flight

Es ist leider doch nicht alles so einfach wie gedacht. Leider gibt es jetzt eine Planänderung: Emirates hat noch doch keine verfügbaren Flüge mehr von Dubai nach Delhi nächste Woche. Es hat mehrere E-Mails und Anrufe gebraucht um das festzustellen und dann wenigstens den Flug nach Dubai auf den Dienstag zu verlegen. Jetzt gleich geht es aber erstmal nach Antalya.

Dienstag, 17. November 2009

Nachtrag: Fotos von Jannicks Besuch

Jannick zu Besuch in Istanbul oder Istanbul in 24 Stunden

Antalya, Dubai, Delhi...

Leider ist die Organisation des Indienaufenthaltes doch nicht so einfach wie erwartet, da nächste Woche Donnerstag und Freitag alle! (insgesamt 10) Flugzeuge von Dubai nach Delhi ausgebucht sind (zumindest in der Economy-Class bei Emirates).
Werde wohl jetzt am Montag quasi von Antalya nach Dubai durchfliegen (Ankunft Ortzeit ca 2 Uhr) und dann am Mittwoch um 4 Uhr Ortszeit in Dubai nach Delhi aufbrechen.

Vielleicht lege ich auf dem Rückweg dann noch einen zweiten 24-Stop-Over in Dubai hin. Hängt davon ab wie es mir gefallen wird.

Detaillierte Planung:

Freitag 20.11. 10:10 Abflug nach Antalya
Montag 23.11. 13:00 Abflug von Antalya nach Istanbul

Montag 23.11. 19:00 Abflug von Istanbul nach Dubai

Mittwoch 25.11. 04:40 Abflug von Dubai nach Delhi

Sonntag 06.12. 10:45 Abflug von Delhi nach Dubai
??? Abflug von Dubai nach Istanbul

Klausuren und Urlaub

So, die ersten beiden Klausuren sind ganz gut gelaufen. Etwas einfacher als in Karlsruhe, aber vom Stoffumfang her ähnlich. In zwei Stunden kommt die nächste, für die ich jetzt lernen muss.

Von Freitag bis Montag gehts nach Antalya! Für 75 € Hin- und Rückflug und drei Übernachtungen im 3-Sterne Hotel. Hoffe der Pool des Hotels ist noch in Betrieb und das Meer warm genug. Das Wetter soll jedenfalls gut werden: 20-25 Grad und Sonnenschein.

Wenn die Umbuchungen klappen, werde ich Montag um 14 Uhr wieder in Istanbul sein und um 19 Uhr nach Dubai fliegen. Dort bleibe ich bis Donnerstag, bevor es dann nach Delhi weitergeht. Warte nur noch auf die Bestätigung der Umbuchung durch Emirates.

So, jetzt wird weitergelernt...

Sonntag, 15. November 2009

Weihnachtsfeeling

Heute beim Starbucks gab es erste Weihnachtsanzeichen (die mir aufgefallen sind) in Istanbul, siehe hier:



Zudem gibts einen Weihnachtstee beim Starbucks, der sehr nach Zimt schmeckt - mein Urteil: gewöhnungsbedürtig...

Auch bezüglich Weihnachten: Die endgültige Reiseroute steht fest und meine Tickets sind beim deutschen Reisebüro in Auftrag gegeben - ich hoffe, dass sie rechtzeitig hier ankommen werden.

Final Plan:

Donnerstag 10.12.2009 22:00 Abfahrt Istanbul
Freitag 11.12.2009 10:50 Ankunft Sofia

Sonntag 12.12.2009 19:30 Abfahrt Sofia
Sonntag 13.12.2009 05:44 Ankunft Bukarest

Mittwoch 14.12.2009 20:00 Abfahrt Bukarest
Donnerstag 15.12.2009 08:47 Ankunft Budapest

Samstag 17.12.2009 15:28 Abfahrt Budapest
Samstag 17.12.2009 18:05 Ankunft Bratislava

Sonntag 19.12. 19:01 Abfahrt Bratislava
Sonntag 19.12. 19:59 Ankunft Wien

Dienstag 22.12. 08:20 Abfahrt Wien
Dienstag 22.12. 12:30 Ankunft München
Dienstag 22.12. 17:23 Abfahrt München
Mittwoch 23.12. 00:12 Ankunft Neheim

Ich freue mich schon unglaublich auf den Trip. Fünf Hauptstädte innerhalb von 12 Tagen ist schon sehr genial.

Hier noch eine kleine Straßenszene, die man fast täglich beobachten kann:

24 Stunden: Istanbul kulturell & kulinarisch

Die Uhr tickt...morgen um 13 Uhr beginnt die erste Klausur. Zum Einstieg allerdings noch nicht relevant für mein weiteres Studium, da das Fach in Karlsruhe nicht zu meinem Studienplan gehört. Trotzdem bin ich sehr gespannt wie es wird. Kenne den Großteil meiner Karteikarten nun auswendig, habe gerade nochmal zwei Kapitel im Buch gelesen und hoffe nun, dass dies reicht.
Im Anschluss stehen Dienstag und Donnerstag jeweils zwei weitere Klausuren an. Ursprünglich hätte ich Dienstag drei Klausuren schreiben sollen und davon zwei zur selben Zeit - die Organisation ist hier also auch nicht besser als in Karlsruhe.

Da die zweite Klausurwoche dann wohl unerwarteterweise frei sein wird, gedenke ich ein paar Tage früher nach Indien und Dubai zu fliegen. Emirates ist so nett und erhebt keine Umbuchungsgebühren.

Dass dies bei Easyjet nicht so ist, musste Jannick erfahren, der mich am Freitag besuchen wollte. Leider ist sein Zug zum Flughafen ausgefallen, so dass er zu spät am Flughafen angekommen ist. Spontan hat er dann den Flug am nächsten Tag gewählt und war somit 22 Stunden in Istanbul. Tobias und ich haben sehr taffes Programm durchgezogen und versucht möglichst viele kulinarische Highlights in der kurzen Zeit zu erledigen. Der Schlaf musste etwas zurückstehen, was aber durch viel Sightseeing entschädigt wurde.
An alle weiteren Istanbulbesucher: Nehmt euch in Acht! Nach Niklas Absage wegen seines gebrochenen Beins ist der verpasste Flug schon das zweite Besuchshindernis gewesen.

Jannick hat mir einige Reiseführer für meine Zugtour vor Weihnachten mitgebracht, so dass ich mir jetzt die besten Sehenswürdigkeiten für Sofia, Bukarest, Budapest, Bratislava und Wien heraussuchen kann. Wer dazu noch weitere Vorschläge und Tipps hat, kann sich gern jederzeit bei mir melden - ich würde mich freuen!

Das ist die Ausbeute an Reiseführern:


Heute hat es kurz geregnet und die Straßen hier in Rutschbahnen verwandelt. Ich weiß nicht wieso, aber durch den Regen wurde der Asphalt richtig glatt. Da muss man schon etwas aufpassen.

Mal sehen was sich an dem freien nächsten Wochenende ergibt... Vielleicht werden Tobias und ich noch einen kurzen Spontantrip planen. Es soll in Antalya noch ganz gutes Wetter und Wassertemperaturen von 22 Grad geben... Mal schauen...

Dienstag, 10. November 2009

Letzte Woche stand ganz im Zeichen des schlechten Wetters, weshalb es auch nichts nennenswertes zu berichten gibt außer meinem Frisörbesuch.
Ich durfte mir im Katalog einen schönen Haarschnitt aussuchen und wurde dann auch in ähnlicher Weise zugerichtet :) So schlimm ist es aber gar nicht und außerdem wächst alles wieder nach...

Passend zu Metes Besuch am Wochenende änderte sich das Wetter zu 25 Grad und Sonnenschein - und das im November!

Am Sonntag haben wir mit Mete sehr schön am Moda Iskelesi mit Buffet gefrühstückt und die Sonne genossen:







Anschließend haben wir noch eine riesige Demonstration der Aleviten mitbekommen, bei der Hunderte von Polizisten und ein Polizeihubschrauber zugegen waren.




Seit dieser Woche steht alles im Zeichen der nächsten Woche: mid term exams. Leider ist die Organisation absolut chaotisch und noch wissen wir nicht wann und wo wir schreiben werden.

Heute ist der 71. Todestag von Atatürk, was um 09:05 mit Sirenen und zweiminütiger Schweigeminute untermalt wurde. War schon sehr interessant wie alle Menschen plötzlich stehenblieben, die Schiffe zu tuten anfingen und der gesamte Verkehr stillstand. Siehe auch diesen Link.


Mittwoch, 4. November 2009

größten Städte der Türkei abgehakt

Nach dem Besuch in Izmir ist mir aufgefallen, dass ich damit nun die fünf größten Städte der Türkei gesehen habe:

1. Istanbul (>10.000.000 Einwohner)
2. Ankara (4.000.000 Einwohner)
3. Izmir (2.700.000 Einwohner)
4. Bursa (1.650.000 Einwohner)
5. Adana (1.500.000 Einwohner)

Montag, 2. November 2009

Ich schreibe diesen Bericht, während ich im Bus sitze und irgendwo auf der 10stündigen Busfahrt zwischen Izmir und Istanbul bin. Voraussichtliche Ankunft ist 23:45, wobei wir dann noch einen Shuttlebus nach Kadıköy nehmen müssen. Der Bus ist das neueste Mercedes-Modell, also sehr bequem und technisch voll ausgestattet, z.B. mit Live-TV. Trotzdem ist die Fahrt aufgrund der Länge anstrengend, was auch durch kleine Snacks und Getränke nicht verhindert werden kann.

Nachtrag zum kleinen Kultururlaub in Izmir und Umgebung. Trotz einer sehr schlechten Wettervorankündigung hatten wir bis heute, unserem Abreisetag, wunderbares Sommerwetter, nur durch einige kleine Wolken getrübt.
Unsere zeitliche Einteilung sah einen Tag und zwei Abende für Izmir, einen Tag für Bergama (Pergamon) und einen plus einen halben Tag für Selçuk (Ephesus) vor. Durch den Tipp eines Freundes verlegten wir somit die letzte Übernachtung von Izmir nach Selçuk.

Das Hotel in Izmir war in einem alten ottomanischen Haus untergebracht und durch einen Tipp des Lonely Planet-Reiseführers in unsere Aufmerksamkeit gerückt. Das Personal war nett und sprach gutes Englisch, das Frühstück war vielseitig, mehr muss man nicht sagen. In Selçuk hatten wir wie oben erwähnt den Rat eines Freundes angenommen und sind im Nachhinein sehr erfreut. Die Zimmer sind etwas klein und älter, aber sauber. Das wirklich Besondere sind jedoch die Brüder, die den Hotelbetrieb managen, da sie sehr zuvorkommend sind und uns viele wertvolle Tipps gaben. Heute wurden wir sogar zum Mittagessen eingeladen und anschließend mit dem Auto zum Bus gefahren.

Wie auf den zuvor schon veröffentlichten Fotos erkennbar, habe ich in den letzten vier Tagen mehr archäologische Ruinen gesehen als in meinem bisherigen Leben.
Es begann mit dem alten Stadtzentrum in Izmir, der Agora, anschließend dem berühmten Uhrenturm, dem Asansör (Vergleichbar mit Lissabon, auch wenn ich den nicht kenne – aber das sagt der Reiseführer...), dem Basar (dort kann man sich wirklich verlaufen) und einigen berühmten Camiis (Moscheen). Zusätzlich waren an dem beschriebenen Tag die Feierlichkeiten zum Republikfest, also dem Jahrestag zur Unabhängigkeit der Republik. Dies äußerte sich in einem Fahnenmeer und der Militärparade, sowie dem schon beschriebenen Gratiskonzert und Feuerwerk.
Dieser Tag war ebenso wie die Folgenden vom Laufen geprägt, so dass wir abends nach einem Bier und einigen Runden Tavla (Backgammon) recht schnell ins Bett sanken.
Am nächsten Tag testeten wir erstmals die türkischen Fernreisebusse, da wir nach Pergamon wollten. Die Fahrt ist auch mit zwei Stunden vergleichbar kurz.
In Bergama gibt es neben Pergamon noch zwei weitere historisch interessante und beeindruckende Bauwerke: eine rote Basilika (eine der größten noch bestehenden Ruinen aus römischer Zeit) und das Asklepieion, ein antikisches Heilzentrum.
Samstag ging es dann mit dem modernen Zug nach Selçuk, der neuzeitliche Ort unterhalb von Ephesus. Auch dort gibt es außer Ephesus noch einiges anderes zu sehen: die St. Johannes Basilika (bzw. deren Ruinen), die Isa Bey Camii, das ehemalige Weltwunder Artemision (ein riesiger Tempel, von dem nur noch eine Säule steht).
Heute haben wir dann noch das archäologische Museum in Selçuk besucht und uns ein wenig ausgeruht.

In der nächsten Woche werden wir mit der Uni viel zu tun haben und anfangen für die anstehenden mid-term Klausuren zu lernen. Zudem müssen zwei weitere Hausarbeiten vorbereitet werden.

Nachtrag Ortszeit 02:04 Uhr: Der Bus ist zwei Stunden später als erwartet angekommen, wir haben u.a. zwischenzeitlich ca 1 Stunde auf die Autofähre gewartet. Jetzt gehts ins Bett...