Los ging es Mittwochnacht um 1 Uhr mit einer abenteuerlichen Tour. Für die Fahrt in das Exilquartier des Dalai Lama benötigt man normalerweise 7-8 Stunden, wir schafften es jedoch in 5. Nicht nur die Geschwindigkeit war beeindruckend, sondern auch die Tatsache, dass die Straßen ausschließlich aus Schlaglöchern zu bestehen scheinen und die Federung des Busses auch nicht mehr die Beste war. Also wurde man alle paar Minuten mal wieder einige cm aus dem Sitz geschleudert. Zum Glück war es Dunkel, so konnte man nur erahnen wie schmal die steilen Serpentinen waren, die der Bus in unglaublichem Tempo nahm. Der von uns gewählte "Deluxe"-Bus würde in Deutschland wohl keinen TÜV mehr bekommen...
Nach der anstregenden Fahrt, auf der ich nicht viel geschlafen habe, kamen wir um 6 Uhr beim Hotel an und haben noch einige Stunden Schlaf nachgeholt.
Dharamsala ist ein sehr kleiner Ort, der aus engen Gassen besteht, in denen sich Geschäft an Geschäft reiht. Die meisten verkaufen handgefertigte Schals, Mützen, handschuhe oder Socken. Zudem kann man tibetische Flaggen, Taschen und vieles mehr erwerben. In den Gassen spazieren viele buddhistische Mönche umher, ebenso viele Touristen und Volunteers, die hier unentgeltlich der tibetischen Exilbevölkerung helfen. Insgesamt wirkt es wenig indisch, mehr tibetisch. Scheinbar leben dort auch viele "Aussteiger" und "Althippies". Der Sitz des Dalai Lama ist sehr bescheiden und viel kann man nicht sehen. Allerdings gibt es einen sehr beeindruckenden Tempel und ein Tibet-Museum. Am zweiten Tag haben wir eine kleine Wanderung unternommen und im Nachbardorf den Wasserfall angesehen (siehe Fotos). Tibetisches Essen wie Thukpa (Nudeleintopf mit Gemüse) oder Momos (Gefüllte Teigtaschen) musste ebenfalls probiert werden.
In der letzten Nacht ging es dann wieder zurück, so dass wir heute morgen um 3 Uhr in Chandigarh waren. Heute abend steigt eine Abschiedsparty für eine der AIESEC-Praktikantinnen.
Hier sind einige Fotos aus Chandigarh und Dharamsala:
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| Indien Teil 3 |

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