Sonntag, 27. März 2011

Reiseroute

Hier nochmal zur Verdeutlichung meine Reiseroute:


Route NZ
Landkarte von StepMap
StepMap Route NZ




Von Auckland ging es nach Rotorua, dann nach Napier. Von dort aus ein Tagesausflug nach Taupo. Anschließend nach Wellington und mit der Fähre nach Picton. Über Nelson nach Takaka und an der Westküste über Westport nach Greymouth. Über den Arthur's Pass nach Christchurch und weiter in den Süden nach Dunedin. Anschließend wieder an die Westküste nach Te Anau und Milford Sounds. Über Queenstown und Wanaka nach Haast. Von dort über Franz Fox an der Westküste gen Norden nach Murchison und dann zurück nach Picton.

Greymouth bis Picton

Die letzte gemeinsame Strecke mit Christiane führte von Greymouth nach Christchurch, also von der West- zur Ostküste. Hierbei musste der Arthur's Pass auf ca. 1000m überquert werden, was landschaftlich sehr schön war. Zwischendurch machten wir noch an einer Höhle halt, die wir mit passendem Equipment, sprich Taschenlampen, hätten durchqueren können. Einziges Problem dabei: Ein Fluss führt durch die Höhle, so dass man dabei ordentlich nass wird. Nunja, auch der Einblick in die Tunnelröhre war schon sehenswert. Leider schlug auf der weiteren Fahrt das Wetter um und bei der Ankunft in Christchurch hatten wir nicht nur noch ewig Zeit bis chrissis Flug, sondern auch Regen. Was macht man so einer Situation? Man geht in den Zoo. Dieser war sogar mit einem Kiwi-Haus ausgestattet, doch trotz zweimaligen Besuch desselben konnten wir keinen lebendigen Kiwi sehen. Dafür entschädigte die Giraffenfütterung, die wir mitmachen durften und bei der wir die Giraffen mit Zweigen fütterten. Die Nashörner nebenan durften wir dann leider nicht selbst füttern, das übernahmen die Wärter.
Greymouth - Arthurs Pass - Christchurch


Nachdem ich Chrissi dann am Flughafen abgesetzt und mich durch den Feierabendverkehr zum Hostel durchgearbeitet hatte, ist mir das Ausmaß der Zerstörung durch das Erdbeben zum ersten Mal richtig bewusst geworden und ich konnte nachvollziehen, dass dies noch immer das Hauptthema jeder Nachrichtensendung ist (trotz Japan). Direkt am Hostel waren einige Häuser und eine Kirche stark beschädigt und das angrenzende Stadtzentrum darf größtenteils noch immer nicht betreten werden. Abends hatte ich mich mit Carolin, einer Karlsruher Villigsterin, zum Essen verabredet. Leider waren von dem indischen Restaurant, in das wir wollten, nur noch Trümmer übrig. Wir landeten schließlich bei Subway und anschließend im Cafe. Superinteressant, was sie so alles so berichten hatte. Danke nochmal für die hilfreichen Tipps!


Am nächsten Tag gings dann in den Süden nach Dunedin. Im Hostel hatte ich noch eine Mitfahrerin ausfindig gemacht, die allerdings nach einiger Zeit etwas anstrengend wurde. Sie ist mittlerweile 28 Jahre alt und hat seit dem Abi fast ausschließlich im Ausland allerlei Minijobs bestritten. Auf dem Weg schauten wir uns die Stadt Oamaru an, die jede Menge "alte" Geschäftsbauten besitzt (Banken, Handelsgebäude, Lagergebäude etc.). Weiter gings zu den Mouraki Boulders. Das sind Steinkugeln, die am Strand herumliegen und die vom Wasser in Millionen von Jahren rund geschliffen wurden. Ganz nett anzusehen, aber sehr touristisch überlaufen. Richtig gut gefallen hat mir dann Dunedin. Die Stadt ist als Studentenstadt bekannt, was man ihr auch ansieht. Ungefähr ein Viertel der Einwohner sind Studenten und die Uni ist die größte in Neuseeland (ca. so groß wie das KIT). Ich habe es echt bedauert nur ein paar Stunden in der Stadt bleiben zu können. Es gibt einige interessante Bauwerke (Kirchen, Bahnhof etc.) und einige extrem steile Straßen (u.a. die laut Guiness Buch der Rekorde "steilste bewohnte Straße der Welt"). Die Nacht verbrachte ich dank Couchsurfen etwas außerhalb bei einem extrem netten Paar, die gerade ihr Kind erwarten und ein tolles Haus mit grandiosem Blick besitzen. Er kommt aus der Nähe von Stuttgart, sie ist Kiwi und beide sind schon extrem viel gereist. Ich habe mich unglaublich wohl gefühlt und wäre gern länger geblieben. Doch wollte ich weiter zum Highlight meiner Tour - den Milford Sounds.
Christchurch - Dunedin


Die Fahrt von Dunedin nach Te Anau war ziemlich unspektakulär oder anders gesagt: langweilig. Allerdings war ich voller Vorfreude, da ich wirklich viel Gutes über die Milford Sounds gelesen und gehört hatte und das Wetter absolut mitspielte. Te Anau ist das Dorf, von dem alle Touren zu den Milford Sounds starten, das aber selbst ziemlich langweilig und touristisch überlaufen ist. Ich blieb also nicht lange dort, sondern machte mich direkt auf den Weg zu den Sounds. Auch hier war der erste Teil der Strecke (immerhin nochmal ca. 120km) eher attraktionsarm, doch irgendwann werden die Berge immer höher und die Flüsse immer interessanter. Ein schöner Zwischenstopp waren die Mirror Lakes, in denen sich die Berge ringsherum spiegeln. Etwas später ergaben sich die ersten Blicke auf schneebedeckte Gipfel. Vor dem letzten Abschnitt der Straße muss man einen Tunnel passieren, der an sich auch eine Attraktion ist. Er wurde Anfang ddes 20. Jahrhunderts als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme in 16 Jahren Arbeit fertiggestellt wurde. Der über einen Kilometer lange Tunnel ist einspurig, unbeleuchtet und weist ein erhebliches Gefälle auf. In Europa wäre so etwas vermutlich nicht erlaubt. Nach dem Tunnel eröffnet sich dann ein tolles Panorama und die Straße schlängelt sich ins Tag hinab. Nach einem kurzen Zwischenstopp bei einer interessanten Felsenansammlung, durch die sich das Wasser den Weg gebahnt hat bzw. die Felsen ausgehöhlt hat, war ich dann am Ziel. Der Ausblick ist echt fantastisch. Glücklicherweise war ich für den Hauptbesucherstrom zu spät und konnte dennoch eine der letzten Bootstouren buchen. Das Geld war gut investiert, denn es geht den 11km langen Fjord entlang bis zum Meer. Das Wasser ist dabei durchweg über 200m tief! Nach der Eiszeit wurden hier Täler geflutet und nun ragen die Berge steil aus dem Wasser auf. Die Nacht verbrachte ich auf einem Campingplatz zwischen den Milford Sounds und Te Anau mit einem tollen Blick auf die Berge. Doch leider machten sich die Mücken über mich her und die Nacht wurde auch kälter als erwartet.
Dunedin - Te Anau - Milford Sounds


Von Te Anau galt es dann schon den Rückweg in Richtung Norden anzutreten. So machte ich mich auf den Weg nach Queenstown, sammelte noch zwei Anhalterinnen auf und hatte Unterhaltung auf der Fahrt. Queenstown liegt landschaftlich extrem schön am See mit Alpenpanorama im Hintergrund. Die Stadt ist als Partymetropole und Touristenmetropole bekannt. Zudem kann man von dort alle möglichen Extremspoirtarten starten. Ich gönnte mir einen sehr leckeren Burger und verweilte ein paar Stunden, was mir vollkommen ausreichte. Eine kurze Zwischenpause legte ich in der Goldgräberstadt Arrowtown ein, in der eine kleine Siedlung der chinesischen Goldgräber erhalten ist, was ganz sehenswert ist. Wanaka, mein nächstes Ziel, liegt ähnlich schön wie Queenstown, ist aber kleiner und nicht so überlaufen. Dort entschied ich mich dann spontan dazu Fallschirmsprung zu machen, da die Landschaft einfach grandios ist. Dann ging alles auch ganz flott und wenig später befand ich mich im Flugzeug auf dem Weg in knapp 4000m Höhe. Es war eine grandiose Erfahrung und ich bereue es nicht. Knapp eine Minute freier Fall und dann am Fallschirm zu Boden schweben: fantastisch! Daran kam bisher nichts anderes mehr heran. Schlussendlich machte ich mich aber noch auf den Weg zur Westküste, wo ich dann in einem kleinen Dorf übernachtete.
Te Anau - Queenstown - Wanaka - Haast


Der folgende Tag begann mit jeder Menge Regen und Nebel, so dass ich von der schönen Landschaft kaum etwas mitbekam. Nach kurzer Zeit erreichte ich den Fox-Gletscher. In einer kurzen Regenpause konnte ich den halbstündigen Fußweg zum Gletscherende bewältigen und einige schöne Fotos machen. Auf dem Rückweg erwischte mich dann allerdings ein heftiger Schauer und durchnässte mich. Der zweite, nur 25km entfernt liegende, Gletscher Franz Josef lag leider vollkommen im Nebel, so dass ich ihn nur erahnen konnte. Nach diesen Stopps ging es darum möglichst viel km zurückzulegen, da am kommenden Tag die Fähre gegen Mittag gebucht war und ich dort rechtzeitig ankommen musste.
Haast - Murchison

Freitag, 25. März 2011

kurzes Update

Hallo zusammen,

nach ca. drei Tagen ohne Internet kann ich mich mal wieder melden. Befinde mich gerade in Queenstown. Gestern habe ich die atemberaubenden Milford Sounds gesehen (Bilder folgen) und auf einem Campingplatz übernachtet (saukalt gewesen).
Habe grad einen großen Burger verdrückt und werde nun weiter an die Westküste fahren um die dortigen Gletscher zu sehen. Hoffe, dass ich dann wenigstens mal wieder Mobilfunkempfang haben werde :)

Montag, 21. März 2011

Picton to Takaka to Greymouth

Vorgestern Abend gings mit der Fähre auf die Südinsel. Angeblich (laut Anbieter, also sehr verlässlich) eine der schönsten Überfahrten der Welt, doch bekamen wir den größten Teil aufgrund der einsetzenden Dunkelheit gar nicht mehr mit.
In Picton haben wir dann übernachtet: Chrissi im Zelt, ich im Hostel (der letzte Platz im dritten Hostel, das ich angefragthabe). Nach einem kurzen Rundgang durch Picton gestern Vormittag - sehr überschaubares Dorf - machten wir uns dann auf den Weg in den nördlichsten Zipfel der Südinsel, zur Golden Bay.
Zunächst ging es dabei an den Marlborough Sounds entlang, einem zerklüfteten Küstengebiet mit zahlreichen Halbinseln, die ins Meer ragen. Während der letzten Eiszeit hat das Wasser die Täler erobert und ließ nur die höher gelegenen Gebiete zurück. Die Fahrt daran entlang ist durch Serpentinen geprägt und bietet tolle Ausblicke. Einen Zwischenstopp legten wir in Nelson ein, wo ich mich mit Fish&Chips versorgte, die wir dann am Strand verspeisten. Weiter führte unsere Route nach Motueka und schließlich nach Takaka. Dort in der Nähe gibt es die größte neuseeländische Quelle, aus der 14.000 Liter Wasser pro Sekunde an die Oberfläche sprudeln. In Pohara wollten wir nochmal zum Strand, doch war aufgrund die Ebbe das Wasser arg weit weg.
Das diesmalige Hostel ist insofern erwähnenswert, als dass es ein eigenes Spa besitzt, also einen heißen Whirlpool, in dem man den Abend sehr angenehm ausklingen lassen kann. Scheinbar sind die in Neuseeland ganz schwer in Mode, denn jedes zweite Hostel ist mit sowas ausgestattet.
Heute haben wir die bisher mit Abstand schönste Strecke zurückgelegt. Laut Lonely Planet auch eine der zehn schönsten Straßen weltweit! Angefangen hatte alles beim Harwood's Hole, einem 360m tiefen und 70m breiten Loch in der Erde. Der Weg dorthin führte über 11km einspurige (aber keine Einbahnstraße) Schotterpiste durch den Wald, der bei den "Herr der Ringe"-Filmen als Chetwood Forest genutzt wurde. Zusätzlich zu dem Riesenloch gab es auch noch einen sehr schönen Aussichtspunkt, bei dem man eine tolle Sicht auf die Berglandschaft hatte. Sicherung selbstverständlich keine, obwohl es sicherlich 100m in die Tiefe ging... Über Motueka und Murchison ging die Reise an die Westküste. Dabei passierten wir die Buller Gorge, die sich aber nicht als so interessant wie erwartet entpuppte. An der Westküste angekommen, fuhren wir in der Nähe von Westport ans Wasser um Robben zu beobachten, die dort gerade ihre Jungen aufziehen. Der folgende Abschnitt in Richtung Süden und zu unserem Ziel Greymouth war landschaftlich fantastisch: auf der einen Seite Berge mit Regenwald bewachsen und auf der anderen Seite Strand und Felsen. Eine Sehenswürdigkeit, die wir uns nicht entgehen ließen, sind die Pancake Rocks, also Pfannkuchen-Felsen.
Morgen werden wir den Arther's Pass auf knapp 1000m Höhe passieren und dann werde ich Christiane in Christchurch am Flughafen abliefern und alleine weiterfahren.

Picton to Karaka

Takaka - Greymouth

Samstag, 19. März 2011

Postkarten

Ich habe schon Unmengen Postkarten versendet, muss euch aber darauf aufmerksam machen, dass einige möglicherweise etwas länger benötigen werden, da ich sie aus Versehen in einen falschen Briefkasten geworfen habe. Es kann ja kein Mensch wissen, dass es in Neuseeland drei verschiedene Postgesellschaften gibt, die unterschiedliche Briefkästen verwenden...
Also entschuldigt bitte! Ich hoffe, dass sie trotzdem ankommen werden.

Wellington

Donnerstag wollten Christiane und ich uns im Laufe des Vormittags auf den Weg nach Wellington machen, doch die Batterie des Autos machte uns einen Strich durch die Rechnung. Wir mussten dann erstmal warten bis Chalky in seiner Mittagspause die Batterie wechselte.
Auf der Fahrt durfte ich dann auch mal steuern, wobei Christiane zwischenzeitlich Angst um ihren linken! Außenspiegel hatte :) Die Regeln hier sind auc komplett idiotisch: Nicht nur, dass sie links fahren, nein, es herrscht trotzdem rechts vor links und Rechtsabbieger haben Vorfahrt vor Linksabbiegern. Aber wenn man sich erstmal dran gewöhnt hat, dann gehts.
Am frühen Abend kamen wir heil an und mussten enttäuscht feststellen, dass das Wetter außerordentlich bescheiden war. Das erste ausgeguckte Hostel war leider auch voll, das zweite dann aber verfügbar.
Am Abend bin ich dann nochmal ne Runde durch die Stadt gelaufen und war von all den grünen Menschen überrascht. St.-Patricks-Day, scheinbar ein beliebter Anlass für die Kiwis zu feiern. Die irischen Pubs waren brechend voll und die Stimmung gut. Da hat Wellington gleich mal ein paar Bleibtheitspunkte bei mir sammeln können.
Am folgenden Tag stand der obligatorische Stadtrundgang auf dem Plan, bei dem besonders die in der letzten Nacht bereits erlebte Barstraße "Cuba Street", das Parlament und der botanische Garten einen guten Eindruck machten. Im Parlament erfuhr ich während der einstündigen Führung vor allem wie sehr Neuseeland immer noch an England gebunden ist, wie wichtig die Queen ist etc. Für mich persönlich waren die Erdbebensicherheitsmaßnahmen im Keller am Spannendsten. Der botanische Garten ist riesig und bietet vor allem einen tollen Blick auf die Stadt, wenn man mit dem Cable-Car hochfährt.
Heute nun mal ein Museumstag im Te Papa Museum, in dem man sich locker tagelang aufhalten könnte. Es gibt verschiedene Themenbereiche wie Flora&Fauna, Immigration oder Geologie. Einen Teil davon habe ich mir heute angesehen. Später wird es dann per Fähre auf die Südinsel gehen.

Wellington

Donnerstag, 17. März 2011

Ortsübersicht

Damit ihr mal wisst, wo sich die Orte alle befinden, über die schreibe, habe ich hier eine kleine Übersicht erstellt:


Reiseroute Neuseeland
Landkarte von StepMap
StepMap Reiseroute Neuseeland


Mittwoch, 16. März 2011

Napier und Taupo

Seit vorgestern Abend bin ich nun bei Christiane. Gestern haben wir zusammen mit dem Hund Stella die Gegend unsicher gemacht.
Es ging also zunächst mal Weingüter anschauen, die aber im Prinzip aussehen wie in Deutschland (nur oftmals moderner und kleiner). Um den vorherigen Tagen in der Laufleistung in nichts nachzustehen, ging es dann rauf auf den Te Mata Peak, einen 400m Hügel, von dem man einen tollen Blick auf die Hawkes Bay hat. Im Anschluss gabs dann im Filter Room, wo Chrissi arbeitet, ein Bier und Cider-Tasting und nen guten Burger als Belohnung. Eine kleine Führung durch die Brauerei rundete das Erlebnis ab.
Nach kurzer Erholung gings es zum Abschluss noch an den Strand, wo Christiane und Stella auch schön ins Meer gehüpft sind, ich aber lieber mit den Mücken am Strand kämpfen wollte (und natürlich verlor).

Heute dann hab ich nen Tagesausflug nach Taupo unternommen, die Stadt am gleichnamigen See (größter See Neuseelands), die vor allem für zahlreiche Outdooraktivitäten bekannt ist wie Bungeejumpen, Segeln, Mountainbiken etc. Ich verließ mich mal wieder auf Schusters Rappen und lief zu den Huka Wasserfällen. Auf dem Weg kam ich noch an heißen Quellen vorbei (da würde das NASS neidisch werden) - sehr angenehm. Weiter wanderte ich zum Zielpunkt, dem Gebiet, das sich "Craters of the Moon" nennt und wie schon in Rotorua jede Menge thermale Aktivitäten aufweist. Das ganze ist dann für eine Mondlandschaft etwas zu stark bewachsen, aber Krater gibt es tatsächlich.

Nächstes Ziel für morgen lautet nun Wellington.


Napier und Taupo

Montag, 14. März 2011

Rotorua

Rotorua ist ein Ort, in dem es massiv stinkt. Dies liegt an den Aktivitäten, die hier in der Erde vor sich gehen. Es ist Vulkangebiet hier und an vielen Stellen kommen stinkende Gase an die Oberfläche. Außerdem gibt es heiße (teilweise kochende) Quellen, Schlammlöcher und Geysire. Für die beiden Nächte hier habe ich mir eine Couchsurferin gesucht, bei der ich unterkommen konnte. Sie ist Englischlehrerin und mittlerweile schon viel in der Welt herumgekommen. Unter anderem hat sie ein Jahr lang in der Türkei gelebt. Am ersten Abend hat sie mir gleich mal eine Übersicht über die Stadt gegeben und wir sind im Dunkeln die Hauptsehenswürdigkeiten abgelaufen.
Gestern dann bin ich den ganzen Tag durch die Gegend gelaufen. Zunächst zum Rotorua Museum, das ehemalige Badehaus, in dem die Geschichte des Ortes und der hier ansässigen Maori gezeigt wird. Anschließend ging es dann am Wasser entlang zu einem Park, in dem jede Menge blubbernde, stinkende Wasser- und Schlammlöcher zu besichtigen sind. Letztendlich bin ich noch zum Wald und am Fluss entlang im Bogen wieder zurück.
Heute habe ich meine Füße dann abermals in Mitleidenschaft gezogen und habe einen Spaziergang/eine Wanderung durch den Westwoods-Wald gemacht. Dabei hatte ich nochmal einen schönen Ausblick über die Stadt und die thermisch aktiven Gebiete. Leider musste ich den Rückweg auch per Fuß zurücklegen, da mir der Bus vor der Nase davonfuhr. Nun geht es gleich auf den Weg nach Napier um Christiane zu treffen.


Rotorua

Auckland Domain

Am letzten Tag in Auckland nutzte ich den bis zur Abfahrt verbleibenden halben Tag um in den großen Park Auckland Domain zu gehen und mich dort umzusehen. Mitten im Park liegt das Auckland Museum, das ich mir aufgrund Zeitmangels nur von außen anschaute. Da der Park höher als die Innenstadt liegt, hat man auch eine sehr nette Aussicht. Im Park gibt es Cricket-Plätze, Gewächshäuser, jede Menge Blumen, Pavillons, Seen, Springbrunnen und Wald, der schon fast an Regenwald erinnert. Man könnte sich dort also sicherlich lange aufhalten. Für mich gings dann aber auf den Weg nach Rotorua, wo ich am späten Nachmittag ankam.


Auckland 2

Freitag, 11. März 2011

Rückblick Auckland

Seit gestern bin ich nun in Auckland. Im Prinzip erinnert alles an Sydney, nur eine Nummer kleiner. Aufgrund der Zeitverschiebunng war ich erst Nachmittags am Hostel und bin dann gleich in die Stadt gelaufen um einen ersten Eindruck zu bekommen. Vom Hafen bin ich durch die Innenstadt am Albert Park und der Uni vorbei die Vorgabe des Lonely Planets abgelaufen.
Heute dann hatte ich mehr Zeit und wollte zunächst auf einen der ehemaligen Vulkanhügel (Mt Eden) der Stadt fahren, doch ist das Bussystem hier eine kleine Katastrophe. Es gibt mehrere Betreiber und niemand kennt sich so wirklich aus. Nachdem ich von einer zur anderen Station geschickt wurde, bin ich dann zum Alternativprogramm gewechselt und habe die Fähre nach Davonport genommen. Ein Vorort, der sehr dörflich wirkt und wo ich am Strand entlang zum North Head, auch einem ehemaligen Vulkan, gelaufen bin. Dort befinden sich Überreste der militärischen Abwehrstellung und vor allem hat man einen tollen Blick auf die Stadt. Im Anschluss nach Rückkehr in die Innenstadt bin ich noch auf den Sky Tower gefahren, das höchste Gebäude auf der Südhalbkugel. Auf 220m Höhe kann man dort über Stadt blicken oder auch herunterspringen (mit Seil natürlich). Ich blieb dann aber doch innen. Aber auch da gibt es einige nette Features. So sind an einigen Stellen Glasplatten in den Boden eingelassen, so dass man 200m über der Erde im "Nichts" steht. Auch im Aufzug ist eine Glasplatte im Boden: spannende Sache.
Morgen werde ich noch einen halben Tag Zeit haben, bevor es nach Rotorua weitergeht.


Auckland

Rückblick Sydney


Ich werde mal versuchen einen Rückblick auf die letzten Tage zu geben. Mir kommt es so vor, als sei ich schon seit Ewigkeiten unterwegs, soviele Eindrücke habe ich aufgenommen.

Interessant war schon der Hinflug im A380. Ich hatte einen Platz am Notausgang, was den Flug recht angenehm gestaltete. Mein Sitznachbar hatte Geburtstag, war Vielflieger, wurde besonders umsorgt und hat sich gut volllaufen lassen. Das war mir aber reichlich egal, ich hab einfach gefühlte 25 Filme geschaut und kann euch "The Kings Speech" empfehlen.Morgens war ich dann saumüde, weil ich dann doch nicht so lange geschlafen hab, wie ich es gebräucht hätte. Da ich aber noch nicht auf mein Zimmer konnte und auch den Tag nicht verschlafen wollte, hab ich im Hostel nur kurz geduscht und habe dann meinen Stadtrundgang begonnen. Der botanische Garten ist echt riesig und bietet hunderten von Fledermäusen ein Zuhause, die dort in den Bäumen rumhängen. Die Oper hatte ich mir eigentlich größer vorgestellt, aber ist trotzdem beeindruckend, wenn man davor steht. In der Innenstadt herrscht eine interessante Mischung aus modernen Hochhäusern und einigen alten Gebäuden. Gegen Abend hatte ich dann aber genug gesehen und bin im Hostel direkt eingepennt.
Am nächsten Tag bin ich dann zunächst mal auf einen der Brückenpfeiler geklettert und habe von dort aus ein paar schöne Panoramafotos gemacht. Ein lustiger Zufall war, dass du diesem Zeitpunkt ein Flugzeug eine Nachricht in den Himmel gesprüht hat: "Miss u Baby". Im Anschluss gings dann mit der Fähre nach Manly und dort nach einem kurzen Einkauf im ALDI zum Strand. Leider war der Wind ziemlich stark, so dass man nur im Wasser baden, aber nicht schwimmen konnte. Die Bademeister pfiffen auch ununterbrochen Leute aus dem Wasser zurück. Abends dann bin ich mit einigen Leuten vom Hostel noch ausgegangen, was aber aufgrund meiner Müdigkeit auch nicht ewig ging.
Der letzte Tag in Sydney stand wie der erste im Zeichen des Laufens, da ich die Walking-Tour vollendete und dabei den Darling Harbour und den Fischmarkt besuchte. Vom (Jacht-)Hafen hat man einen tollen Blick auf die Skyline der Innenstadt. Der Fischmarkt ist eher unspektakulär, da man keinen Einblick in die Auktionen bekommt und mit einigen Fischgeschäften abgespeist wird. Nachmittags folgte dann noch ein Ausflug zum berühmten Bondi Beach.
Damit war die Zeit in Sydney auch schon vorbei. Morgens um 5 wurde ich mit dem Shuttle zum Flughafen gebracht und es ging abermals im A380 nach Auckland.


Sydney

Montag, 7. März 2011

Australien - hier bin ich

So liebe Leute,

nach langer Zeit werde ich für meinen Familienbesuch/Urlaub in Australien und Neuseeland mal wieder meinen Blog reaktivieren. Aktuell befinde ich mich am Flughafen in Dubai und warte auf den Anschlussflug nach Sydney. Eigentlich möchte ich im Moment einfach nur schlafen, obwohl gerade erst einmal die ersten sechs Stunden Flug hinter mir liegen. Wenn alles glatt geht, werde ich nach Ortszeit am MontagVormittag in Sydney landen.

Update:

Den ersten Tag in Sydney habe ich hinter mich gebracht und ich bin von der Stadt begeistert. Allerdings übermannt mich nun doch die Müdigkeit, da ich den ganzen Tag herumgelaufen bin und mir die Hauptsehenswürdigkeiten angeschaut habe. Überrascht war ich von der Laufbegeisterung der Bevölkerung, mir kamen wirklich Massen von Joggern entgegen. Außerdem sind die Kontraste zwischen Hochhauskulisse und alten Häusern bzw. Parkanlagen sehr spannend. Morgen werde ich allerdings mal ausspannen und zum Strand fahren.
Anbei schonmal erste Fotoeindrücke.