Montag, 11. April 2011

Malaysia (Kuala Lumpur)

Letztes Zwischenziel meiner Reise war Kuala Lumpur, die Hauptstadt Malaysias. Volle drei Tage standen mir dafür zur Verfügung. Ich kam früh am Morgen an und brachte zunächst einmal mein Gepäck zum Hostel, welches sich im Chinaviertel befand. Schon auf dem relativ kurzen Weg von der Bahnstation zum Hostel schwitzte ich wie verrückt, da es nicht nur ziemlich heiß (um die 30 Grad), sondern auch feucht und schwül war. Das Hostel war nicht nur das Günstigste der gesamten Reise, sondern auch eines der Besten! So bekam ich bei meiner Ankunft sogar noch Frühstück (Toast+Marmelade). Der erste Ausflug führte mich dann durch das angrenzende Chinaviertel mit vielen Basaren und Garküchen. Recht sehenswert waren auch die zahlreichen Tempel verschiedenster Religionen. Einige Straßenzüge sind zudem indisch geprägt, mit entsprechenden Musikgeschäften und Restaurants. Anschließend nutzte ich das gute Nahverkehrssystem mit Einschienenbahn und U-Bahn um in die Innenstadt zu kommen. Dort prägen Wolkenkratzer das Straßenbild, mit sowohl dem KL-Tower (Fernsehturm) als auch den Petronas-Towers als Symbolen der Stadt. Auf dem Rückweg durchquerte ich noch einige Straßenzüge, die während der Kolonialzeit errichtet wurden und einen starken Kontrast zu sonstigen Bebauung aufweisen.
Am darauffolgenden Tag machte ich mich schon früh auf den Weg, da ich ein Ticket für die Petronas-Towers erwerben wollte. Pünktlich zum Verkaufsstart um 08:30 stand ich in der Schlange, doch mit mindestens 200 Leuten vor mir. Als ich dann nach ca 90 Minuten an die Reihe kam, waren leider die Tickets für das Skydeck, also die Aussichtsetage in einem der obersten Stockwerke, schon alle verkauft. So blieb mir nur die Skybridge, die die beiden Türme verbindet. Aufgrund der Zeitbindung des Tickets blieben noch einige Stunden zu überbrücken. Ich machte mich auf den Weg in das Viertel Kampung Baru, das sehr zentral liegt, aber mit dem Geschäftsviertel und den Wolkenkratzer nichts gemein hat. Anstelle dessen prägen kleine Holzhäuser das Straßenbild und die Atmosphäre ist dörflich. Ein sehr interessanter Kontrast zu den anderen Vierteln.Besonders beeindruckend fand ich den Markt, auf dem von lebendigen Hühnern über Innereien, Gemüse, Obst und Fisch wirklich alles zu haben war. Viele Obst- und Gemüsesorten waren mir unbekannt. Dann war es Zeit für die Petronas-Towers. Von der Skybridge konnte man nicht nur die verschiedenen Stadtviertel von oben betrachten, sondern man sah besonders den Smog in der Luft, der keine weite Sicht zuließ. Laut Reiseführer wird in der Umgebung der Stadt immer mal wieder Regenwald gerodet und sorgt dann für den Rauch in der Stadt. Eines der regelmäßig einsetzenden Gewitter sorgte dann dafür, dass ich zunächst einmal in dem Shoppingcenter unterhalb der Türme blieb. Zuletzt schaute ich mir dann noch das Viertel Bukit Bintang an, welches vor allem durch Luxushotels und jede Menge Shopping-Malls geprägt ist.
Am letzten Tag gings zu den "Lake Gardens", einem großen Park, den die Engländer als Erholungsgebiet angelegt haben. Dort befindet sich ein großer Vogelpark mit den weltgrößten Freivolieren, den ich mir ansah. Es gibt auch echt jede Menge interessante Vögel zu sehen, doch sind die riesigen Freiflug-Arenen mehr Show, da die meisten Tiere in recht kleinen Gehegen/Volieren gehalten werden. Interessant war noch das Gebäude des alten Hauptbahnhofes, das ebenfalls im Kolonialstil gebaut ist.
Ich habe mir dann einmal mehr an einem der Garküchen etwas zu Essen gekauft, was inklusive Getränk umgerechnet ca. 1,5 € gekostet hat. Ich wusste meist nicht, was ich aß, doch schmeckte alles gut und mein Magen beschwerte sich auch nicht über die stark gewürzten Speisen.
Abends gings dann zum Flughafen, von wo mein Rückflug über Dubai nach Deutschland startete. Nun bin ich wieder sicher in Deutschland gelandet und werde ab Montag mein Masterstudium in Karlsruhe aufnehmen. Es war ein großartiger Urlaub, den ich liebendgern noch verlängert hätte.

Kuala Lumpur

Donnerstag, 7. April 2011

Great Ocean Road

Mein letzter Tag in Melbourne am Montag war für die Great Ocean Road reserviert. Hierzu hatte ich einen Tagesausflug im Minibus gebucht. Somit ging es dann mit einigen Asiatinnen, zwei Schwedinnen und einem Engländer auf Tour. Die Küste ist wirklich extrem beeindruckend. Außerdem haben wir einen kleinen Rundgang im Regenwald gemacht und jede Menge Tiere gesehen: Koala-Bären, Papageien, Kängurus und vieles mehr. Und das alles in freier Natur. Glück hatten wir auch mit dem Wetter, da es zwischendurch mal geschauert hat, aber immer nur, wenn wir eh im Bus saßen.
Ansonsten lasse ich einfach mal die Bilder sprechen:

Great Ocean Road

Melbourne, einfach großartig

Meine Ankunft in Melbourne abends war schonmal supergut, da ich vom Flughafen abgeholt wurde! Mein Couchsurfing-Host war supernett und ist extra für mich ne Stunde mit dem Auto unterwegs gewesen. Bei ihm war noch eine österreicherische Couchsurferin, die allerdings schon seit über ner Woche in Melbourne war.
Am nächsten Tag, Samstag, habe ich dann erstmal meinen Tagesausflug zur Great Ocean Road unter Dach und Fach gebracht, bevor mich mein Host durch die Stadt geführt hat und mit mir den Albert Park und st Kilda und vieles weitere mehr erkundet hat. Abends war ich dann mit der Österreicherin in Fitzroy unterwegs und später ist dann auch unser Host zu uns gestoßen, hat uns durch das nächtliche Melbourne gefahren und mit uns noch ein Bier getrunken. Besonders lustig ist das Rechtsabbiegen in Melbourne, da man sich zunächst links einordnet, alle geradeausfahrenden Autos passieren lässt und dann abbiegt.
Am nächsten Tag bin ich dann zunächst allein zum Victoria Market gefahren. dabei handelt es sich um einen riesigen Markt, auf dem man von Klamotten bis zu Frisch-Fisch wirklich alles kaufen kann. Weiter ging es durch die Innenstadt mit dem China-Viertel. Unterwegs habe ich dabei jede Menge Streetart bewundert. Scheinbar gab es auch mal ein Kunstwerk von Banksy, das versehentlich entfernt wurde. Die vorhandenen Graffities sind trotzdem beeindruckend. Zusammen mit den ganzen Straßenkünstlern ergibt sich eine tolle Atmosphäre in der Stadt, die mir viel besser gefallen hat als Sydney.

Streetart Melbourne

Mein Host hat sich abermals Zeit genommen und mit mir uns zwei anderen Couchsurfern die Docklands angefahren. Dieses Hafenviertel ist neu aus dem Boden gestampft wurden, wirkt aber ein wenig zu künstlich. Abends haben wir dann bei Nandos Take-Away gemacht und das BVB-Spiel live im Fernsehen angeschaut.

Melbourne

Freitag, 1. April 2011

Letzte Ereignisse in Neuseeland

Fähre Picton - Wellington

Nach der Rückkehr von der Südinsel habe ich das Auto wieder bei Chrissi abgegeben und dort noch eine Nacht verbracht um dann am nächsten Tag nach Auckland weiterzufahren. Dort hatte ich einen Couchsurfing-Host, von dem ich allerdings in den vorherigen Wochen nichts mehr gehört hatte. Von daher war ich mir unsicher, ob dieser mich noch immer erwarten würde. Zudem hatte ich Gesuch nach Mitfahrern für meine geplanten Tagesausflüge von Auckland aus onlinegestellt und eine Spanierin hatte sich gemeldet. Doch auch da wusste ich noch nicht, ob es klappen würde und ich die Spritkosten teilen konnte.
Es war dann aber alles halb so schlimm. Mein Host war ein echt netter, etwas durchgeknallter, Italiener, der seit 10 Jahren in Neuseeland lebt und 92 bei den Olympischen Spielen teilgenommen hatte. Vor etwas über einem Jahr hat er von Couchsurfen erfahren und hatte seitdem schon 300 Leute bei sich! Einziges Manko war die Tatsache, dass er ein Stück außerhalb wohnt und man mit dem Bus über ne Stunde dorthin braucht. Von daher dauerte dann das Autoleihen am nächsten Tag auch etwas länger und die Spanierin und ich konnten erst am späten Vormittag zur Coromandel-Halbinsel aufbrechen. Sehr schnell sollte sich dann aber herausstellen, dass wir nicht die gleichen Interessen haben. Sie hat über 500 Fotos am Tag geschossen, wollte dafür gern alle 5m anhalten und musste auch noch auf jedem Foto selbst mit drauf sein. Somit blieb am Ende keine Zeit mehr für Cathedral Cove und Hot Water Beach. Trotzdem hatten wir einige schöne Ecken und tolle Strände gesehen. Das Drama nahm jedoch ihren Lauf als ich sie in Auckland absetzen wollte. Sie wusste nicht wo sie hinmusste. Schlussendlich bin ich mit ihr 45 Minuten durch die Innenstadt von Auckland gefahren bis wir das Ziel erreicht hatten. Zwischenzeitlich hatte uns sogar jemand auf dem Smartphone gezeigt, wo wir hinmussten, doch war das ihrer Meinung nach total falsch, was sich allerdings dann doch als richtig herausstellte. Ich kam jedenfalls ziemlich spät und genervt bei meinem Host an.

Coromandel

Am nächsten Tag wollte ich dann für zwei Tage an die Bay of Islands und irgendwie hatten wir, also die Spanierin und ich, uns dann darauf geeinigt, dass wir es doch nochmal zusammen versuchen. War im Nachhinein keine gute Idee und ich hätte die Spritkosten gern allein getragen, wenn ich ohne sie hätte fahren können. Aber nunja. Ich musste halt bei jedem Zwischenstopp auf sie warten, da sie extrem lange brauchte (es mussten ja schließlich mindesten zwei Dutzend Fotos geschossen werden). Am späten Nachmittag kamen wir dann doch zur Bay of Islands, wo sich die Situation nochmal zuspitzte. Sie wollte eigentlich campen, sie hatte sich aber nicht darum gekümmert. Zelten war also überall verboten und so teilte sie mir mit sie würde dann im Auto übernachten. Ich wollte sowieso ins Hostel, fand die Idee aber gar nicht so klasse. Irgendwie habe ich dann doch eingelenkt und wollte aber wenigstens ihren Pass als Sicherheit, da ich schließlich das Auto gemietet hatte. Sie hat sich dann aber furchtbar angestellt, da sie wohl ihr Passbild schrecklich findet. Erst nachdem ich hoch und heilig versprochen hatte den Pass nicht zu öffnen, stimmte sie zu. Die Stimmung war natürlich im Keller. Ich hatte dann aber einen schönen Abend im Hostel und sie hat auch noch irgendwie organisiert kostenlos in einem anderen Hostel erst auf einer Party mitzufeiern und dann auch zu übernachten. Die Leute auf der Party hatten ihr ganz viele Tipps gegeben, was sie unbedingt sehen müsste, doch waren die Orte wahnsinnig weit weg und ich hatte keine Lust wieder den ganzen Tag im Auto zu verbringen. Der Disput ging also weiter. ich hab dann etwas im Lonely Planet recherchiert und schließlich eine Halbinsel gefunden, die ihr auch empfohlen worden war und die nicht ganz so weit weg war. Hat sich im Endeffekt auch als gutes Ziel herausgestellt, da die Landschaft der bay of Islands sehr ähnlich ist, aber das ganze nicht so touristisch überlaufen ist. Bevor wir dann aber nach Auckland kamen ergab sich der letzte und heftigste Streit, da sie sich plötzlich weigerte das Spritgeld anteilig zu bezahlen, wie wir es am Anfang vereinbart hatten. Ich hätte sie fast rausgeschmissen. Am Ende hat sie dann den größten Teil bezahlt. Jedenfalls habe ich gelernt, dass ich beim nächsten Mal intensiver checken werde mit wem ich reise.

Bay of Islands

Heute dann hatte ich noch einen halben Tag bevor ich zum Flughafen musste. Nachdem ich den Mietwagen abgegeben hatte (mit etwas Nervosität, da der Stadtverkehr in Auckland dafür sorgte, dass ich erst zehn Minuten vor Abgabetermin dort war), besorgte ich noch einige Mitbringsel und lief schließlich zum Fischmarkt. Der ähnelt dem in Sydney, ist aber reichlich unspannend, da es eigentlich nur ein paar Fischgeschäfte und ein paar Restaurants gibt. Dafür war der Weg an der Hafenanlage mit all den Edelbooten und den "rich bitches" sehr spannend. Nun sitze ich am Flughafen und warte aufs Boarding des Fluges nach Melbourne. Dort werde ich wieder Couchsurfen und habe wohl einen sehr netten Host, der mich sogar vom Flughafen abholen will!
Ich hoffe mal, dass es dann mit meiner Erkältung auch wieder besser wird.

Letzter Tag in Auckland