Am darauffolgenden Tag machte ich mich schon früh auf den Weg, da ich ein Ticket für die Petronas-Towers erwerben wollte. Pünktlich zum Verkaufsstart um 08:30 stand ich in der Schlange, doch mit mindestens 200 Leuten vor mir. Als ich dann nach ca 90 Minuten an die Reihe kam, waren leider die Tickets für das Skydeck, also die Aussichtsetage in einem der obersten Stockwerke, schon alle verkauft. So blieb mir nur die Skybridge, die die beiden Türme verbindet. Aufgrund der Zeitbindung des Tickets blieben noch einige Stunden zu überbrücken. Ich machte mich auf den Weg in das Viertel Kampung Baru, das sehr zentral liegt, aber mit dem Geschäftsviertel und den Wolkenkratzer nichts gemein hat. Anstelle dessen prägen kleine Holzhäuser das Straßenbild und die Atmosphäre ist dörflich. Ein sehr interessanter Kontrast zu den anderen Vierteln.Besonders beeindruckend fand ich den Markt, auf dem von lebendigen Hühnern über Innereien, Gemüse, Obst und Fisch wirklich alles zu haben war. Viele Obst- und Gemüsesorten waren mir unbekannt. Dann war es Zeit für die Petronas-Towers. Von der Skybridge konnte man nicht nur die verschiedenen Stadtviertel von oben betrachten, sondern man sah besonders den Smog in der Luft, der keine weite Sicht zuließ. Laut Reiseführer wird in der Umgebung der Stadt immer mal wieder Regenwald gerodet und sorgt dann für den Rauch in der Stadt. Eines der regelmäßig einsetzenden Gewitter sorgte dann dafür, dass ich zunächst einmal in dem Shoppingcenter unterhalb der Türme blieb. Zuletzt schaute ich mir dann noch das Viertel Bukit Bintang an, welches vor allem durch Luxushotels und jede Menge Shopping-Malls geprägt ist.
Am letzten Tag gings zu den "Lake Gardens", einem großen Park, den die Engländer als Erholungsgebiet angelegt haben. Dort befindet sich ein großer Vogelpark mit den weltgrößten Freivolieren, den ich mir ansah. Es gibt auch echt jede Menge interessante Vögel zu sehen, doch sind die riesigen Freiflug-Arenen mehr Show, da die meisten Tiere in recht kleinen Gehegen/Volieren gehalten werden. Interessant war noch das Gebäude des alten Hauptbahnhofes, das ebenfalls im Kolonialstil gebaut ist.
Ich habe mir dann einmal mehr an einem der Garküchen etwas zu Essen gekauft, was inklusive Getränk umgerechnet ca. 1,5 € gekostet hat. Ich wusste meist nicht, was ich aß, doch schmeckte alles gut und mein Magen beschwerte sich auch nicht über die stark gewürzten Speisen.
Abends gings dann zum Flughafen, von wo mein Rückflug über Dubai nach Deutschland startete. Nun bin ich wieder sicher in Deutschland gelandet und werde ab Montag mein Masterstudium in Karlsruhe aufnehmen. Es war ein großartiger Urlaub, den ich liebendgern noch verlängert hätte.
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| Kuala Lumpur |







