Zunächst Tekirdag, die Raki-Hauptstadt der Türkei am Marmarameer. Sonst auch nicht weiter erwähnenswert. Anschließend geht es weiter nach Eceabat auf der Gallipoli-Halbinsel. Auf dieser Halbinsel gelang im ersten Weltkrieg der Sieg gegen die Alliierten, der die Spaltung des osmanischen Reichen verhinderte und den Grundstein für die spätere Republikgründung bereitete.
Heutzutage erinnern große Denkmäler und Friedhöfe an die zahlreichen Toten auf beiden Seiten. Besonders Australier und Neuseeländer sind oft gesehene Gäste, da deren Armeen zwangsweise unter britischem Kommando stehend auf alliierter Seite kämpften.
Beeindruckend ist das große Denkmal an der Südspitze, welches den getöteten türkischen Soldaten gewidmet ist.
Mit der Fähre erreicht man die asiatische Küste, wo die Universitätsstadt Canakkale liegt. Dementsprechend junges Publikum prägt die schöne historische Innenstadt. Eine große Befestigungsanlage diente der Verteidigung des Marmarameeres.
Die übermüdeten Urlauber landen schon vor 11 Uhr in den Betten.
Am nächsten Tag ein *Ironie ein* Highlight *Ironie aus* der Reise: Troja. Schliemanns grandiose Entdeckung ist keinen Besuch wert, die meisten Funde sowieso in deutschen Museen. Ein Foto mit dem nachgebauten trojanischen Pferd ist jedoch Pflicht.
Weiter geht es nach Bozcaada, eine der beiden türkischen Inseln in der Ägäis. Nur ca 50 km von der nächsten griechischen Insel entfernt, befindet sich das größte Weinanbaugebiet der Türkei, sowie unverbaute Strände und ein malerisches, ehemals griechisches Fischerdörfchen. Vom Massentourismus verschont, baden wir im herrlich klaren Wasser und genießen den Ausblick übers Meer.
Wie gern würde man noch ein paar Tage länger bleiben, doch die Zeit ist knapp. Der Regen sorgt für einen schnellen Aufbruch und zum nächsten Ziel: Assos. Über kleine Küstenstraßen (Kategorie: für LKW ungeeignet) geht es durch unvermüllte! Natur zum kleinen Fischerdorf. Direkt gegenüber liegt Lesbos, das Handy findet griechisches Netz und begrüßt uns in der EU. Mete löst auch schwierigste Straßen(?)verhältnisse souverän. Den Abend verbringen wir mit Bier am Wasser. Auch hier lässt es sich aushalten, wenngleich außer Meer und Natur nicht viel vorhanden ist. Keine Apotheke, kein Bankautomat, kein Supermarkt...nichts.
Am letzten Tag geht es auf den Berg bei Assos, der Blick auf das Meer und Lesbos ist grandios. Das Wetter auch, so dass die türkischen Touristen in Scharen herbeiströmen. Selbst alte Mütterchen stampfen langsam den Berg hinauf.
Mittags geht es dann den langen Weg nach Istanbul zurück.
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| Ägäis-Urlaub |

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