Montag, 11. April 2011

Malaysia (Kuala Lumpur)

Letztes Zwischenziel meiner Reise war Kuala Lumpur, die Hauptstadt Malaysias. Volle drei Tage standen mir dafür zur Verfügung. Ich kam früh am Morgen an und brachte zunächst einmal mein Gepäck zum Hostel, welches sich im Chinaviertel befand. Schon auf dem relativ kurzen Weg von der Bahnstation zum Hostel schwitzte ich wie verrückt, da es nicht nur ziemlich heiß (um die 30 Grad), sondern auch feucht und schwül war. Das Hostel war nicht nur das Günstigste der gesamten Reise, sondern auch eines der Besten! So bekam ich bei meiner Ankunft sogar noch Frühstück (Toast+Marmelade). Der erste Ausflug führte mich dann durch das angrenzende Chinaviertel mit vielen Basaren und Garküchen. Recht sehenswert waren auch die zahlreichen Tempel verschiedenster Religionen. Einige Straßenzüge sind zudem indisch geprägt, mit entsprechenden Musikgeschäften und Restaurants. Anschließend nutzte ich das gute Nahverkehrssystem mit Einschienenbahn und U-Bahn um in die Innenstadt zu kommen. Dort prägen Wolkenkratzer das Straßenbild, mit sowohl dem KL-Tower (Fernsehturm) als auch den Petronas-Towers als Symbolen der Stadt. Auf dem Rückweg durchquerte ich noch einige Straßenzüge, die während der Kolonialzeit errichtet wurden und einen starken Kontrast zu sonstigen Bebauung aufweisen.
Am darauffolgenden Tag machte ich mich schon früh auf den Weg, da ich ein Ticket für die Petronas-Towers erwerben wollte. Pünktlich zum Verkaufsstart um 08:30 stand ich in der Schlange, doch mit mindestens 200 Leuten vor mir. Als ich dann nach ca 90 Minuten an die Reihe kam, waren leider die Tickets für das Skydeck, also die Aussichtsetage in einem der obersten Stockwerke, schon alle verkauft. So blieb mir nur die Skybridge, die die beiden Türme verbindet. Aufgrund der Zeitbindung des Tickets blieben noch einige Stunden zu überbrücken. Ich machte mich auf den Weg in das Viertel Kampung Baru, das sehr zentral liegt, aber mit dem Geschäftsviertel und den Wolkenkratzer nichts gemein hat. Anstelle dessen prägen kleine Holzhäuser das Straßenbild und die Atmosphäre ist dörflich. Ein sehr interessanter Kontrast zu den anderen Vierteln.Besonders beeindruckend fand ich den Markt, auf dem von lebendigen Hühnern über Innereien, Gemüse, Obst und Fisch wirklich alles zu haben war. Viele Obst- und Gemüsesorten waren mir unbekannt. Dann war es Zeit für die Petronas-Towers. Von der Skybridge konnte man nicht nur die verschiedenen Stadtviertel von oben betrachten, sondern man sah besonders den Smog in der Luft, der keine weite Sicht zuließ. Laut Reiseführer wird in der Umgebung der Stadt immer mal wieder Regenwald gerodet und sorgt dann für den Rauch in der Stadt. Eines der regelmäßig einsetzenden Gewitter sorgte dann dafür, dass ich zunächst einmal in dem Shoppingcenter unterhalb der Türme blieb. Zuletzt schaute ich mir dann noch das Viertel Bukit Bintang an, welches vor allem durch Luxushotels und jede Menge Shopping-Malls geprägt ist.
Am letzten Tag gings zu den "Lake Gardens", einem großen Park, den die Engländer als Erholungsgebiet angelegt haben. Dort befindet sich ein großer Vogelpark mit den weltgrößten Freivolieren, den ich mir ansah. Es gibt auch echt jede Menge interessante Vögel zu sehen, doch sind die riesigen Freiflug-Arenen mehr Show, da die meisten Tiere in recht kleinen Gehegen/Volieren gehalten werden. Interessant war noch das Gebäude des alten Hauptbahnhofes, das ebenfalls im Kolonialstil gebaut ist.
Ich habe mir dann einmal mehr an einem der Garküchen etwas zu Essen gekauft, was inklusive Getränk umgerechnet ca. 1,5 € gekostet hat. Ich wusste meist nicht, was ich aß, doch schmeckte alles gut und mein Magen beschwerte sich auch nicht über die stark gewürzten Speisen.
Abends gings dann zum Flughafen, von wo mein Rückflug über Dubai nach Deutschland startete. Nun bin ich wieder sicher in Deutschland gelandet und werde ab Montag mein Masterstudium in Karlsruhe aufnehmen. Es war ein großartiger Urlaub, den ich liebendgern noch verlängert hätte.

Kuala Lumpur

Donnerstag, 7. April 2011

Great Ocean Road

Mein letzter Tag in Melbourne am Montag war für die Great Ocean Road reserviert. Hierzu hatte ich einen Tagesausflug im Minibus gebucht. Somit ging es dann mit einigen Asiatinnen, zwei Schwedinnen und einem Engländer auf Tour. Die Küste ist wirklich extrem beeindruckend. Außerdem haben wir einen kleinen Rundgang im Regenwald gemacht und jede Menge Tiere gesehen: Koala-Bären, Papageien, Kängurus und vieles mehr. Und das alles in freier Natur. Glück hatten wir auch mit dem Wetter, da es zwischendurch mal geschauert hat, aber immer nur, wenn wir eh im Bus saßen.
Ansonsten lasse ich einfach mal die Bilder sprechen:

Great Ocean Road

Melbourne, einfach großartig

Meine Ankunft in Melbourne abends war schonmal supergut, da ich vom Flughafen abgeholt wurde! Mein Couchsurfing-Host war supernett und ist extra für mich ne Stunde mit dem Auto unterwegs gewesen. Bei ihm war noch eine österreicherische Couchsurferin, die allerdings schon seit über ner Woche in Melbourne war.
Am nächsten Tag, Samstag, habe ich dann erstmal meinen Tagesausflug zur Great Ocean Road unter Dach und Fach gebracht, bevor mich mein Host durch die Stadt geführt hat und mit mir den Albert Park und st Kilda und vieles weitere mehr erkundet hat. Abends war ich dann mit der Österreicherin in Fitzroy unterwegs und später ist dann auch unser Host zu uns gestoßen, hat uns durch das nächtliche Melbourne gefahren und mit uns noch ein Bier getrunken. Besonders lustig ist das Rechtsabbiegen in Melbourne, da man sich zunächst links einordnet, alle geradeausfahrenden Autos passieren lässt und dann abbiegt.
Am nächsten Tag bin ich dann zunächst allein zum Victoria Market gefahren. dabei handelt es sich um einen riesigen Markt, auf dem man von Klamotten bis zu Frisch-Fisch wirklich alles kaufen kann. Weiter ging es durch die Innenstadt mit dem China-Viertel. Unterwegs habe ich dabei jede Menge Streetart bewundert. Scheinbar gab es auch mal ein Kunstwerk von Banksy, das versehentlich entfernt wurde. Die vorhandenen Graffities sind trotzdem beeindruckend. Zusammen mit den ganzen Straßenkünstlern ergibt sich eine tolle Atmosphäre in der Stadt, die mir viel besser gefallen hat als Sydney.

Streetart Melbourne

Mein Host hat sich abermals Zeit genommen und mit mir uns zwei anderen Couchsurfern die Docklands angefahren. Dieses Hafenviertel ist neu aus dem Boden gestampft wurden, wirkt aber ein wenig zu künstlich. Abends haben wir dann bei Nandos Take-Away gemacht und das BVB-Spiel live im Fernsehen angeschaut.

Melbourne

Freitag, 1. April 2011

Letzte Ereignisse in Neuseeland

Fähre Picton - Wellington

Nach der Rückkehr von der Südinsel habe ich das Auto wieder bei Chrissi abgegeben und dort noch eine Nacht verbracht um dann am nächsten Tag nach Auckland weiterzufahren. Dort hatte ich einen Couchsurfing-Host, von dem ich allerdings in den vorherigen Wochen nichts mehr gehört hatte. Von daher war ich mir unsicher, ob dieser mich noch immer erwarten würde. Zudem hatte ich Gesuch nach Mitfahrern für meine geplanten Tagesausflüge von Auckland aus onlinegestellt und eine Spanierin hatte sich gemeldet. Doch auch da wusste ich noch nicht, ob es klappen würde und ich die Spritkosten teilen konnte.
Es war dann aber alles halb so schlimm. Mein Host war ein echt netter, etwas durchgeknallter, Italiener, der seit 10 Jahren in Neuseeland lebt und 92 bei den Olympischen Spielen teilgenommen hatte. Vor etwas über einem Jahr hat er von Couchsurfen erfahren und hatte seitdem schon 300 Leute bei sich! Einziges Manko war die Tatsache, dass er ein Stück außerhalb wohnt und man mit dem Bus über ne Stunde dorthin braucht. Von daher dauerte dann das Autoleihen am nächsten Tag auch etwas länger und die Spanierin und ich konnten erst am späten Vormittag zur Coromandel-Halbinsel aufbrechen. Sehr schnell sollte sich dann aber herausstellen, dass wir nicht die gleichen Interessen haben. Sie hat über 500 Fotos am Tag geschossen, wollte dafür gern alle 5m anhalten und musste auch noch auf jedem Foto selbst mit drauf sein. Somit blieb am Ende keine Zeit mehr für Cathedral Cove und Hot Water Beach. Trotzdem hatten wir einige schöne Ecken und tolle Strände gesehen. Das Drama nahm jedoch ihren Lauf als ich sie in Auckland absetzen wollte. Sie wusste nicht wo sie hinmusste. Schlussendlich bin ich mit ihr 45 Minuten durch die Innenstadt von Auckland gefahren bis wir das Ziel erreicht hatten. Zwischenzeitlich hatte uns sogar jemand auf dem Smartphone gezeigt, wo wir hinmussten, doch war das ihrer Meinung nach total falsch, was sich allerdings dann doch als richtig herausstellte. Ich kam jedenfalls ziemlich spät und genervt bei meinem Host an.

Coromandel

Am nächsten Tag wollte ich dann für zwei Tage an die Bay of Islands und irgendwie hatten wir, also die Spanierin und ich, uns dann darauf geeinigt, dass wir es doch nochmal zusammen versuchen. War im Nachhinein keine gute Idee und ich hätte die Spritkosten gern allein getragen, wenn ich ohne sie hätte fahren können. Aber nunja. Ich musste halt bei jedem Zwischenstopp auf sie warten, da sie extrem lange brauchte (es mussten ja schließlich mindesten zwei Dutzend Fotos geschossen werden). Am späten Nachmittag kamen wir dann doch zur Bay of Islands, wo sich die Situation nochmal zuspitzte. Sie wollte eigentlich campen, sie hatte sich aber nicht darum gekümmert. Zelten war also überall verboten und so teilte sie mir mit sie würde dann im Auto übernachten. Ich wollte sowieso ins Hostel, fand die Idee aber gar nicht so klasse. Irgendwie habe ich dann doch eingelenkt und wollte aber wenigstens ihren Pass als Sicherheit, da ich schließlich das Auto gemietet hatte. Sie hat sich dann aber furchtbar angestellt, da sie wohl ihr Passbild schrecklich findet. Erst nachdem ich hoch und heilig versprochen hatte den Pass nicht zu öffnen, stimmte sie zu. Die Stimmung war natürlich im Keller. Ich hatte dann aber einen schönen Abend im Hostel und sie hat auch noch irgendwie organisiert kostenlos in einem anderen Hostel erst auf einer Party mitzufeiern und dann auch zu übernachten. Die Leute auf der Party hatten ihr ganz viele Tipps gegeben, was sie unbedingt sehen müsste, doch waren die Orte wahnsinnig weit weg und ich hatte keine Lust wieder den ganzen Tag im Auto zu verbringen. Der Disput ging also weiter. ich hab dann etwas im Lonely Planet recherchiert und schließlich eine Halbinsel gefunden, die ihr auch empfohlen worden war und die nicht ganz so weit weg war. Hat sich im Endeffekt auch als gutes Ziel herausgestellt, da die Landschaft der bay of Islands sehr ähnlich ist, aber das ganze nicht so touristisch überlaufen ist. Bevor wir dann aber nach Auckland kamen ergab sich der letzte und heftigste Streit, da sie sich plötzlich weigerte das Spritgeld anteilig zu bezahlen, wie wir es am Anfang vereinbart hatten. Ich hätte sie fast rausgeschmissen. Am Ende hat sie dann den größten Teil bezahlt. Jedenfalls habe ich gelernt, dass ich beim nächsten Mal intensiver checken werde mit wem ich reise.

Bay of Islands

Heute dann hatte ich noch einen halben Tag bevor ich zum Flughafen musste. Nachdem ich den Mietwagen abgegeben hatte (mit etwas Nervosität, da der Stadtverkehr in Auckland dafür sorgte, dass ich erst zehn Minuten vor Abgabetermin dort war), besorgte ich noch einige Mitbringsel und lief schließlich zum Fischmarkt. Der ähnelt dem in Sydney, ist aber reichlich unspannend, da es eigentlich nur ein paar Fischgeschäfte und ein paar Restaurants gibt. Dafür war der Weg an der Hafenanlage mit all den Edelbooten und den "rich bitches" sehr spannend. Nun sitze ich am Flughafen und warte aufs Boarding des Fluges nach Melbourne. Dort werde ich wieder Couchsurfen und habe wohl einen sehr netten Host, der mich sogar vom Flughafen abholen will!
Ich hoffe mal, dass es dann mit meiner Erkältung auch wieder besser wird.

Letzter Tag in Auckland

Sonntag, 27. März 2011

Reiseroute

Hier nochmal zur Verdeutlichung meine Reiseroute:


Route NZ
Landkarte von StepMap
StepMap Route NZ




Von Auckland ging es nach Rotorua, dann nach Napier. Von dort aus ein Tagesausflug nach Taupo. Anschließend nach Wellington und mit der Fähre nach Picton. Über Nelson nach Takaka und an der Westküste über Westport nach Greymouth. Über den Arthur's Pass nach Christchurch und weiter in den Süden nach Dunedin. Anschließend wieder an die Westküste nach Te Anau und Milford Sounds. Über Queenstown und Wanaka nach Haast. Von dort über Franz Fox an der Westküste gen Norden nach Murchison und dann zurück nach Picton.

Greymouth bis Picton

Die letzte gemeinsame Strecke mit Christiane führte von Greymouth nach Christchurch, also von der West- zur Ostküste. Hierbei musste der Arthur's Pass auf ca. 1000m überquert werden, was landschaftlich sehr schön war. Zwischendurch machten wir noch an einer Höhle halt, die wir mit passendem Equipment, sprich Taschenlampen, hätten durchqueren können. Einziges Problem dabei: Ein Fluss führt durch die Höhle, so dass man dabei ordentlich nass wird. Nunja, auch der Einblick in die Tunnelröhre war schon sehenswert. Leider schlug auf der weiteren Fahrt das Wetter um und bei der Ankunft in Christchurch hatten wir nicht nur noch ewig Zeit bis chrissis Flug, sondern auch Regen. Was macht man so einer Situation? Man geht in den Zoo. Dieser war sogar mit einem Kiwi-Haus ausgestattet, doch trotz zweimaligen Besuch desselben konnten wir keinen lebendigen Kiwi sehen. Dafür entschädigte die Giraffenfütterung, die wir mitmachen durften und bei der wir die Giraffen mit Zweigen fütterten. Die Nashörner nebenan durften wir dann leider nicht selbst füttern, das übernahmen die Wärter.
Greymouth - Arthurs Pass - Christchurch


Nachdem ich Chrissi dann am Flughafen abgesetzt und mich durch den Feierabendverkehr zum Hostel durchgearbeitet hatte, ist mir das Ausmaß der Zerstörung durch das Erdbeben zum ersten Mal richtig bewusst geworden und ich konnte nachvollziehen, dass dies noch immer das Hauptthema jeder Nachrichtensendung ist (trotz Japan). Direkt am Hostel waren einige Häuser und eine Kirche stark beschädigt und das angrenzende Stadtzentrum darf größtenteils noch immer nicht betreten werden. Abends hatte ich mich mit Carolin, einer Karlsruher Villigsterin, zum Essen verabredet. Leider waren von dem indischen Restaurant, in das wir wollten, nur noch Trümmer übrig. Wir landeten schließlich bei Subway und anschließend im Cafe. Superinteressant, was sie so alles so berichten hatte. Danke nochmal für die hilfreichen Tipps!


Am nächsten Tag gings dann in den Süden nach Dunedin. Im Hostel hatte ich noch eine Mitfahrerin ausfindig gemacht, die allerdings nach einiger Zeit etwas anstrengend wurde. Sie ist mittlerweile 28 Jahre alt und hat seit dem Abi fast ausschließlich im Ausland allerlei Minijobs bestritten. Auf dem Weg schauten wir uns die Stadt Oamaru an, die jede Menge "alte" Geschäftsbauten besitzt (Banken, Handelsgebäude, Lagergebäude etc.). Weiter gings zu den Mouraki Boulders. Das sind Steinkugeln, die am Strand herumliegen und die vom Wasser in Millionen von Jahren rund geschliffen wurden. Ganz nett anzusehen, aber sehr touristisch überlaufen. Richtig gut gefallen hat mir dann Dunedin. Die Stadt ist als Studentenstadt bekannt, was man ihr auch ansieht. Ungefähr ein Viertel der Einwohner sind Studenten und die Uni ist die größte in Neuseeland (ca. so groß wie das KIT). Ich habe es echt bedauert nur ein paar Stunden in der Stadt bleiben zu können. Es gibt einige interessante Bauwerke (Kirchen, Bahnhof etc.) und einige extrem steile Straßen (u.a. die laut Guiness Buch der Rekorde "steilste bewohnte Straße der Welt"). Die Nacht verbrachte ich dank Couchsurfen etwas außerhalb bei einem extrem netten Paar, die gerade ihr Kind erwarten und ein tolles Haus mit grandiosem Blick besitzen. Er kommt aus der Nähe von Stuttgart, sie ist Kiwi und beide sind schon extrem viel gereist. Ich habe mich unglaublich wohl gefühlt und wäre gern länger geblieben. Doch wollte ich weiter zum Highlight meiner Tour - den Milford Sounds.
Christchurch - Dunedin


Die Fahrt von Dunedin nach Te Anau war ziemlich unspektakulär oder anders gesagt: langweilig. Allerdings war ich voller Vorfreude, da ich wirklich viel Gutes über die Milford Sounds gelesen und gehört hatte und das Wetter absolut mitspielte. Te Anau ist das Dorf, von dem alle Touren zu den Milford Sounds starten, das aber selbst ziemlich langweilig und touristisch überlaufen ist. Ich blieb also nicht lange dort, sondern machte mich direkt auf den Weg zu den Sounds. Auch hier war der erste Teil der Strecke (immerhin nochmal ca. 120km) eher attraktionsarm, doch irgendwann werden die Berge immer höher und die Flüsse immer interessanter. Ein schöner Zwischenstopp waren die Mirror Lakes, in denen sich die Berge ringsherum spiegeln. Etwas später ergaben sich die ersten Blicke auf schneebedeckte Gipfel. Vor dem letzten Abschnitt der Straße muss man einen Tunnel passieren, der an sich auch eine Attraktion ist. Er wurde Anfang ddes 20. Jahrhunderts als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme in 16 Jahren Arbeit fertiggestellt wurde. Der über einen Kilometer lange Tunnel ist einspurig, unbeleuchtet und weist ein erhebliches Gefälle auf. In Europa wäre so etwas vermutlich nicht erlaubt. Nach dem Tunnel eröffnet sich dann ein tolles Panorama und die Straße schlängelt sich ins Tag hinab. Nach einem kurzen Zwischenstopp bei einer interessanten Felsenansammlung, durch die sich das Wasser den Weg gebahnt hat bzw. die Felsen ausgehöhlt hat, war ich dann am Ziel. Der Ausblick ist echt fantastisch. Glücklicherweise war ich für den Hauptbesucherstrom zu spät und konnte dennoch eine der letzten Bootstouren buchen. Das Geld war gut investiert, denn es geht den 11km langen Fjord entlang bis zum Meer. Das Wasser ist dabei durchweg über 200m tief! Nach der Eiszeit wurden hier Täler geflutet und nun ragen die Berge steil aus dem Wasser auf. Die Nacht verbrachte ich auf einem Campingplatz zwischen den Milford Sounds und Te Anau mit einem tollen Blick auf die Berge. Doch leider machten sich die Mücken über mich her und die Nacht wurde auch kälter als erwartet.
Dunedin - Te Anau - Milford Sounds


Von Te Anau galt es dann schon den Rückweg in Richtung Norden anzutreten. So machte ich mich auf den Weg nach Queenstown, sammelte noch zwei Anhalterinnen auf und hatte Unterhaltung auf der Fahrt. Queenstown liegt landschaftlich extrem schön am See mit Alpenpanorama im Hintergrund. Die Stadt ist als Partymetropole und Touristenmetropole bekannt. Zudem kann man von dort alle möglichen Extremspoirtarten starten. Ich gönnte mir einen sehr leckeren Burger und verweilte ein paar Stunden, was mir vollkommen ausreichte. Eine kurze Zwischenpause legte ich in der Goldgräberstadt Arrowtown ein, in der eine kleine Siedlung der chinesischen Goldgräber erhalten ist, was ganz sehenswert ist. Wanaka, mein nächstes Ziel, liegt ähnlich schön wie Queenstown, ist aber kleiner und nicht so überlaufen. Dort entschied ich mich dann spontan dazu Fallschirmsprung zu machen, da die Landschaft einfach grandios ist. Dann ging alles auch ganz flott und wenig später befand ich mich im Flugzeug auf dem Weg in knapp 4000m Höhe. Es war eine grandiose Erfahrung und ich bereue es nicht. Knapp eine Minute freier Fall und dann am Fallschirm zu Boden schweben: fantastisch! Daran kam bisher nichts anderes mehr heran. Schlussendlich machte ich mich aber noch auf den Weg zur Westküste, wo ich dann in einem kleinen Dorf übernachtete.
Te Anau - Queenstown - Wanaka - Haast


Der folgende Tag begann mit jeder Menge Regen und Nebel, so dass ich von der schönen Landschaft kaum etwas mitbekam. Nach kurzer Zeit erreichte ich den Fox-Gletscher. In einer kurzen Regenpause konnte ich den halbstündigen Fußweg zum Gletscherende bewältigen und einige schöne Fotos machen. Auf dem Rückweg erwischte mich dann allerdings ein heftiger Schauer und durchnässte mich. Der zweite, nur 25km entfernt liegende, Gletscher Franz Josef lag leider vollkommen im Nebel, so dass ich ihn nur erahnen konnte. Nach diesen Stopps ging es darum möglichst viel km zurückzulegen, da am kommenden Tag die Fähre gegen Mittag gebucht war und ich dort rechtzeitig ankommen musste.
Haast - Murchison

Freitag, 25. März 2011

kurzes Update

Hallo zusammen,

nach ca. drei Tagen ohne Internet kann ich mich mal wieder melden. Befinde mich gerade in Queenstown. Gestern habe ich die atemberaubenden Milford Sounds gesehen (Bilder folgen) und auf einem Campingplatz übernachtet (saukalt gewesen).
Habe grad einen großen Burger verdrückt und werde nun weiter an die Westküste fahren um die dortigen Gletscher zu sehen. Hoffe, dass ich dann wenigstens mal wieder Mobilfunkempfang haben werde :)

Montag, 21. März 2011

Picton to Takaka to Greymouth

Vorgestern Abend gings mit der Fähre auf die Südinsel. Angeblich (laut Anbieter, also sehr verlässlich) eine der schönsten Überfahrten der Welt, doch bekamen wir den größten Teil aufgrund der einsetzenden Dunkelheit gar nicht mehr mit.
In Picton haben wir dann übernachtet: Chrissi im Zelt, ich im Hostel (der letzte Platz im dritten Hostel, das ich angefragthabe). Nach einem kurzen Rundgang durch Picton gestern Vormittag - sehr überschaubares Dorf - machten wir uns dann auf den Weg in den nördlichsten Zipfel der Südinsel, zur Golden Bay.
Zunächst ging es dabei an den Marlborough Sounds entlang, einem zerklüfteten Küstengebiet mit zahlreichen Halbinseln, die ins Meer ragen. Während der letzten Eiszeit hat das Wasser die Täler erobert und ließ nur die höher gelegenen Gebiete zurück. Die Fahrt daran entlang ist durch Serpentinen geprägt und bietet tolle Ausblicke. Einen Zwischenstopp legten wir in Nelson ein, wo ich mich mit Fish&Chips versorgte, die wir dann am Strand verspeisten. Weiter führte unsere Route nach Motueka und schließlich nach Takaka. Dort in der Nähe gibt es die größte neuseeländische Quelle, aus der 14.000 Liter Wasser pro Sekunde an die Oberfläche sprudeln. In Pohara wollten wir nochmal zum Strand, doch war aufgrund die Ebbe das Wasser arg weit weg.
Das diesmalige Hostel ist insofern erwähnenswert, als dass es ein eigenes Spa besitzt, also einen heißen Whirlpool, in dem man den Abend sehr angenehm ausklingen lassen kann. Scheinbar sind die in Neuseeland ganz schwer in Mode, denn jedes zweite Hostel ist mit sowas ausgestattet.
Heute haben wir die bisher mit Abstand schönste Strecke zurückgelegt. Laut Lonely Planet auch eine der zehn schönsten Straßen weltweit! Angefangen hatte alles beim Harwood's Hole, einem 360m tiefen und 70m breiten Loch in der Erde. Der Weg dorthin führte über 11km einspurige (aber keine Einbahnstraße) Schotterpiste durch den Wald, der bei den "Herr der Ringe"-Filmen als Chetwood Forest genutzt wurde. Zusätzlich zu dem Riesenloch gab es auch noch einen sehr schönen Aussichtspunkt, bei dem man eine tolle Sicht auf die Berglandschaft hatte. Sicherung selbstverständlich keine, obwohl es sicherlich 100m in die Tiefe ging... Über Motueka und Murchison ging die Reise an die Westküste. Dabei passierten wir die Buller Gorge, die sich aber nicht als so interessant wie erwartet entpuppte. An der Westküste angekommen, fuhren wir in der Nähe von Westport ans Wasser um Robben zu beobachten, die dort gerade ihre Jungen aufziehen. Der folgende Abschnitt in Richtung Süden und zu unserem Ziel Greymouth war landschaftlich fantastisch: auf der einen Seite Berge mit Regenwald bewachsen und auf der anderen Seite Strand und Felsen. Eine Sehenswürdigkeit, die wir uns nicht entgehen ließen, sind die Pancake Rocks, also Pfannkuchen-Felsen.
Morgen werden wir den Arther's Pass auf knapp 1000m Höhe passieren und dann werde ich Christiane in Christchurch am Flughafen abliefern und alleine weiterfahren.

Picton to Karaka

Takaka - Greymouth

Samstag, 19. März 2011

Postkarten

Ich habe schon Unmengen Postkarten versendet, muss euch aber darauf aufmerksam machen, dass einige möglicherweise etwas länger benötigen werden, da ich sie aus Versehen in einen falschen Briefkasten geworfen habe. Es kann ja kein Mensch wissen, dass es in Neuseeland drei verschiedene Postgesellschaften gibt, die unterschiedliche Briefkästen verwenden...
Also entschuldigt bitte! Ich hoffe, dass sie trotzdem ankommen werden.

Wellington

Donnerstag wollten Christiane und ich uns im Laufe des Vormittags auf den Weg nach Wellington machen, doch die Batterie des Autos machte uns einen Strich durch die Rechnung. Wir mussten dann erstmal warten bis Chalky in seiner Mittagspause die Batterie wechselte.
Auf der Fahrt durfte ich dann auch mal steuern, wobei Christiane zwischenzeitlich Angst um ihren linken! Außenspiegel hatte :) Die Regeln hier sind auc komplett idiotisch: Nicht nur, dass sie links fahren, nein, es herrscht trotzdem rechts vor links und Rechtsabbieger haben Vorfahrt vor Linksabbiegern. Aber wenn man sich erstmal dran gewöhnt hat, dann gehts.
Am frühen Abend kamen wir heil an und mussten enttäuscht feststellen, dass das Wetter außerordentlich bescheiden war. Das erste ausgeguckte Hostel war leider auch voll, das zweite dann aber verfügbar.
Am Abend bin ich dann nochmal ne Runde durch die Stadt gelaufen und war von all den grünen Menschen überrascht. St.-Patricks-Day, scheinbar ein beliebter Anlass für die Kiwis zu feiern. Die irischen Pubs waren brechend voll und die Stimmung gut. Da hat Wellington gleich mal ein paar Bleibtheitspunkte bei mir sammeln können.
Am folgenden Tag stand der obligatorische Stadtrundgang auf dem Plan, bei dem besonders die in der letzten Nacht bereits erlebte Barstraße "Cuba Street", das Parlament und der botanische Garten einen guten Eindruck machten. Im Parlament erfuhr ich während der einstündigen Führung vor allem wie sehr Neuseeland immer noch an England gebunden ist, wie wichtig die Queen ist etc. Für mich persönlich waren die Erdbebensicherheitsmaßnahmen im Keller am Spannendsten. Der botanische Garten ist riesig und bietet vor allem einen tollen Blick auf die Stadt, wenn man mit dem Cable-Car hochfährt.
Heute nun mal ein Museumstag im Te Papa Museum, in dem man sich locker tagelang aufhalten könnte. Es gibt verschiedene Themenbereiche wie Flora&Fauna, Immigration oder Geologie. Einen Teil davon habe ich mir heute angesehen. Später wird es dann per Fähre auf die Südinsel gehen.

Wellington

Donnerstag, 17. März 2011

Ortsübersicht

Damit ihr mal wisst, wo sich die Orte alle befinden, über die schreibe, habe ich hier eine kleine Übersicht erstellt:


Reiseroute Neuseeland
Landkarte von StepMap
StepMap Reiseroute Neuseeland


Mittwoch, 16. März 2011

Napier und Taupo

Seit vorgestern Abend bin ich nun bei Christiane. Gestern haben wir zusammen mit dem Hund Stella die Gegend unsicher gemacht.
Es ging also zunächst mal Weingüter anschauen, die aber im Prinzip aussehen wie in Deutschland (nur oftmals moderner und kleiner). Um den vorherigen Tagen in der Laufleistung in nichts nachzustehen, ging es dann rauf auf den Te Mata Peak, einen 400m Hügel, von dem man einen tollen Blick auf die Hawkes Bay hat. Im Anschluss gabs dann im Filter Room, wo Chrissi arbeitet, ein Bier und Cider-Tasting und nen guten Burger als Belohnung. Eine kleine Führung durch die Brauerei rundete das Erlebnis ab.
Nach kurzer Erholung gings es zum Abschluss noch an den Strand, wo Christiane und Stella auch schön ins Meer gehüpft sind, ich aber lieber mit den Mücken am Strand kämpfen wollte (und natürlich verlor).

Heute dann hab ich nen Tagesausflug nach Taupo unternommen, die Stadt am gleichnamigen See (größter See Neuseelands), die vor allem für zahlreiche Outdooraktivitäten bekannt ist wie Bungeejumpen, Segeln, Mountainbiken etc. Ich verließ mich mal wieder auf Schusters Rappen und lief zu den Huka Wasserfällen. Auf dem Weg kam ich noch an heißen Quellen vorbei (da würde das NASS neidisch werden) - sehr angenehm. Weiter wanderte ich zum Zielpunkt, dem Gebiet, das sich "Craters of the Moon" nennt und wie schon in Rotorua jede Menge thermale Aktivitäten aufweist. Das ganze ist dann für eine Mondlandschaft etwas zu stark bewachsen, aber Krater gibt es tatsächlich.

Nächstes Ziel für morgen lautet nun Wellington.


Napier und Taupo

Montag, 14. März 2011

Rotorua

Rotorua ist ein Ort, in dem es massiv stinkt. Dies liegt an den Aktivitäten, die hier in der Erde vor sich gehen. Es ist Vulkangebiet hier und an vielen Stellen kommen stinkende Gase an die Oberfläche. Außerdem gibt es heiße (teilweise kochende) Quellen, Schlammlöcher und Geysire. Für die beiden Nächte hier habe ich mir eine Couchsurferin gesucht, bei der ich unterkommen konnte. Sie ist Englischlehrerin und mittlerweile schon viel in der Welt herumgekommen. Unter anderem hat sie ein Jahr lang in der Türkei gelebt. Am ersten Abend hat sie mir gleich mal eine Übersicht über die Stadt gegeben und wir sind im Dunkeln die Hauptsehenswürdigkeiten abgelaufen.
Gestern dann bin ich den ganzen Tag durch die Gegend gelaufen. Zunächst zum Rotorua Museum, das ehemalige Badehaus, in dem die Geschichte des Ortes und der hier ansässigen Maori gezeigt wird. Anschließend ging es dann am Wasser entlang zu einem Park, in dem jede Menge blubbernde, stinkende Wasser- und Schlammlöcher zu besichtigen sind. Letztendlich bin ich noch zum Wald und am Fluss entlang im Bogen wieder zurück.
Heute habe ich meine Füße dann abermals in Mitleidenschaft gezogen und habe einen Spaziergang/eine Wanderung durch den Westwoods-Wald gemacht. Dabei hatte ich nochmal einen schönen Ausblick über die Stadt und die thermisch aktiven Gebiete. Leider musste ich den Rückweg auch per Fuß zurücklegen, da mir der Bus vor der Nase davonfuhr. Nun geht es gleich auf den Weg nach Napier um Christiane zu treffen.


Rotorua

Auckland Domain

Am letzten Tag in Auckland nutzte ich den bis zur Abfahrt verbleibenden halben Tag um in den großen Park Auckland Domain zu gehen und mich dort umzusehen. Mitten im Park liegt das Auckland Museum, das ich mir aufgrund Zeitmangels nur von außen anschaute. Da der Park höher als die Innenstadt liegt, hat man auch eine sehr nette Aussicht. Im Park gibt es Cricket-Plätze, Gewächshäuser, jede Menge Blumen, Pavillons, Seen, Springbrunnen und Wald, der schon fast an Regenwald erinnert. Man könnte sich dort also sicherlich lange aufhalten. Für mich gings dann aber auf den Weg nach Rotorua, wo ich am späten Nachmittag ankam.


Auckland 2

Freitag, 11. März 2011

Rückblick Auckland

Seit gestern bin ich nun in Auckland. Im Prinzip erinnert alles an Sydney, nur eine Nummer kleiner. Aufgrund der Zeitverschiebunng war ich erst Nachmittags am Hostel und bin dann gleich in die Stadt gelaufen um einen ersten Eindruck zu bekommen. Vom Hafen bin ich durch die Innenstadt am Albert Park und der Uni vorbei die Vorgabe des Lonely Planets abgelaufen.
Heute dann hatte ich mehr Zeit und wollte zunächst auf einen der ehemaligen Vulkanhügel (Mt Eden) der Stadt fahren, doch ist das Bussystem hier eine kleine Katastrophe. Es gibt mehrere Betreiber und niemand kennt sich so wirklich aus. Nachdem ich von einer zur anderen Station geschickt wurde, bin ich dann zum Alternativprogramm gewechselt und habe die Fähre nach Davonport genommen. Ein Vorort, der sehr dörflich wirkt und wo ich am Strand entlang zum North Head, auch einem ehemaligen Vulkan, gelaufen bin. Dort befinden sich Überreste der militärischen Abwehrstellung und vor allem hat man einen tollen Blick auf die Stadt. Im Anschluss nach Rückkehr in die Innenstadt bin ich noch auf den Sky Tower gefahren, das höchste Gebäude auf der Südhalbkugel. Auf 220m Höhe kann man dort über Stadt blicken oder auch herunterspringen (mit Seil natürlich). Ich blieb dann aber doch innen. Aber auch da gibt es einige nette Features. So sind an einigen Stellen Glasplatten in den Boden eingelassen, so dass man 200m über der Erde im "Nichts" steht. Auch im Aufzug ist eine Glasplatte im Boden: spannende Sache.
Morgen werde ich noch einen halben Tag Zeit haben, bevor es nach Rotorua weitergeht.


Auckland

Rückblick Sydney


Ich werde mal versuchen einen Rückblick auf die letzten Tage zu geben. Mir kommt es so vor, als sei ich schon seit Ewigkeiten unterwegs, soviele Eindrücke habe ich aufgenommen.

Interessant war schon der Hinflug im A380. Ich hatte einen Platz am Notausgang, was den Flug recht angenehm gestaltete. Mein Sitznachbar hatte Geburtstag, war Vielflieger, wurde besonders umsorgt und hat sich gut volllaufen lassen. Das war mir aber reichlich egal, ich hab einfach gefühlte 25 Filme geschaut und kann euch "The Kings Speech" empfehlen.Morgens war ich dann saumüde, weil ich dann doch nicht so lange geschlafen hab, wie ich es gebräucht hätte. Da ich aber noch nicht auf mein Zimmer konnte und auch den Tag nicht verschlafen wollte, hab ich im Hostel nur kurz geduscht und habe dann meinen Stadtrundgang begonnen. Der botanische Garten ist echt riesig und bietet hunderten von Fledermäusen ein Zuhause, die dort in den Bäumen rumhängen. Die Oper hatte ich mir eigentlich größer vorgestellt, aber ist trotzdem beeindruckend, wenn man davor steht. In der Innenstadt herrscht eine interessante Mischung aus modernen Hochhäusern und einigen alten Gebäuden. Gegen Abend hatte ich dann aber genug gesehen und bin im Hostel direkt eingepennt.
Am nächsten Tag bin ich dann zunächst mal auf einen der Brückenpfeiler geklettert und habe von dort aus ein paar schöne Panoramafotos gemacht. Ein lustiger Zufall war, dass du diesem Zeitpunkt ein Flugzeug eine Nachricht in den Himmel gesprüht hat: "Miss u Baby". Im Anschluss gings dann mit der Fähre nach Manly und dort nach einem kurzen Einkauf im ALDI zum Strand. Leider war der Wind ziemlich stark, so dass man nur im Wasser baden, aber nicht schwimmen konnte. Die Bademeister pfiffen auch ununterbrochen Leute aus dem Wasser zurück. Abends dann bin ich mit einigen Leuten vom Hostel noch ausgegangen, was aber aufgrund meiner Müdigkeit auch nicht ewig ging.
Der letzte Tag in Sydney stand wie der erste im Zeichen des Laufens, da ich die Walking-Tour vollendete und dabei den Darling Harbour und den Fischmarkt besuchte. Vom (Jacht-)Hafen hat man einen tollen Blick auf die Skyline der Innenstadt. Der Fischmarkt ist eher unspektakulär, da man keinen Einblick in die Auktionen bekommt und mit einigen Fischgeschäften abgespeist wird. Nachmittags folgte dann noch ein Ausflug zum berühmten Bondi Beach.
Damit war die Zeit in Sydney auch schon vorbei. Morgens um 5 wurde ich mit dem Shuttle zum Flughafen gebracht und es ging abermals im A380 nach Auckland.


Sydney

Montag, 7. März 2011

Australien - hier bin ich

So liebe Leute,

nach langer Zeit werde ich für meinen Familienbesuch/Urlaub in Australien und Neuseeland mal wieder meinen Blog reaktivieren. Aktuell befinde ich mich am Flughafen in Dubai und warte auf den Anschlussflug nach Sydney. Eigentlich möchte ich im Moment einfach nur schlafen, obwohl gerade erst einmal die ersten sechs Stunden Flug hinter mir liegen. Wenn alles glatt geht, werde ich nach Ortszeit am MontagVormittag in Sydney landen.

Update:

Den ersten Tag in Sydney habe ich hinter mich gebracht und ich bin von der Stadt begeistert. Allerdings übermannt mich nun doch die Müdigkeit, da ich den ganzen Tag herumgelaufen bin und mir die Hauptsehenswürdigkeiten angeschaut habe. Überrascht war ich von der Laufbegeisterung der Bevölkerung, mir kamen wirklich Massen von Joggern entgegen. Außerdem sind die Kontraste zwischen Hochhauskulisse und alten Häusern bzw. Parkanlagen sehr spannend. Morgen werde ich allerdings mal ausspannen und zum Strand fahren.
Anbei schonmal erste Fotoeindrücke.


Montag, 12. Juli 2010

Statistiken und Karten

Zuletzt werde ich euch noch mit einigen Statistiken zum letzten Jahr belästigen.

Zunächst einmal die Städte, die ich in der Türkei und den Nachbarländern besucht habe:
Türkei
Landkarte von StepMapStepMapTürkei

Hier die Städte, die ich auf den beiden Reisen per Bahn von Istanbul nach Deutschland besucht habe:
Interrail
Landkarte von StepMapStepMapInterrail

Hier eine Übersicht meiner Flüge (allerdings nicht nur aus dem letzten Jahr, großteils jedoch schon):
http://my.flightmemory.com/wirfweg


Bereiste Länder in den letzten 12 Monaten:

- Deutschland
- Türkei
- Schweiz
- Syien
- Vereinigte Arabische Emirate
- Indien
- Bulgarien
- Rumänien
- Ungarn
- Slowakei
- Österreich
- Griechenland
- Mazedonien
- Serbien
- Kroatien
- Slowenien
- Tschechien
- Polen
- Georgien
- (wird in zwei Wochen hinzukommen: Niederlande)

also insgesamt 20, davon habe ich 14 zum ersten Mal in meinem Leben gesehen

Lang ist der letzte Eintrag her, viel ist passiert...

Der letzte Abschnitt unserer Heimreise sollte Polen sein, doch zunächst die wichtigsten Punkte vom letzten Tag aus Prag. In quälender Hitze erklommen wir (eher unfreiwillig) einen der Hügel um Prag herum, was immerhin durch einen schönen Blick entschädigt wurde. Weiter ging es zur Burg, die eigentlich ein eigenes Stadtviertel darstellt und gewaltige Ausmaßen besitzt. Letzten Tagesordnungspunkt stellte dann das tägliche Bier mit Blick über Stadt dar. Einiger Schweiß musste dranglauben bis wir auf dem Hügel waren und dort gleich noch das große stadtüberragende Pendel in Augenschein nehmen konnten, das anstelle einer ehemaligen Stalinstatue steht.
Prag Teil 2

Abends folgte der für uns letzte Nachtzug nach Krakau. Dort hatten wir ein luxeriöses 3-Bett Abteil mit Klimaanlage und Waschbecken - bisher eindeutig der modernste Nachtzug, den ich jemals genutzt habe.

In Krakau angekommen, begrüßte uns der Regen - was ein Gegensatz zu der Hitze in Prag. Durch einen glücklichen Zufall - Isabell, Indien, AIESEC Praktikant - kannten wir jemanden, bei dem wir übernachten konnten und der uns die Stadt zeigte. Angeblich soll Krakau die schönste Stadt Polens sein, da die Häuserstruktur alt und die Sehenswürdigkeiten groß in der Zahl sind. Vom jüdischen Viertel mit Friedhof und Synagoge ging es an der Wawel-Burg vorbei in die Innenstadt. Gutes Essen und Bier sorgten dafür, dass wir abends gut präpariert tanzen gehen konnten. Am drauffolgenden Tag stand die Wawel-Burg auf dem Programm, inklusive Kathedrale, Grab von Lech Kaczinsky und den ehemals königlichen Palasträumen. Nicht zu vergessen auch die Drachenhöhle mit feuerspeiender Drachenstatue. Am späten Nachmittag gings dann per Express-IC in nur 2,5 Stunden nach Warschau.
Krakau

Der Bahnhof dort gehört schon zu den eindrücklichsten Erlebnissen: ein typischer 60er Jahre Bau und seit dieser Zeit unrenoviert besitzt einen ganz eigenen Charme. Ebenso das im Plattenbau untergebrachte Hotel, welches jedoch innen kernsaniert und sehr ordentlich war.

Der erste Tag in Warschau begann mit einer kurzen Tour durch die wiederaufgebaute Innenstadt, die mittlerweile Weltkulturerbe ist. Dieser kleine Teil Warschaus besticht durch äußerst ansehnliche Häuser, während der weitgehende Rest in typischer Plattenbaumanier hochgezogen wurde. Am frühen Nachmittag trafen wir dann einen polnischen Erasmus-Kommilitonen aus Istanbul, mit dem wir uns verabredet hatten. Gemeinsam schauten wir uns das Museum zum polnischen Widerstand und dem Aufstand im Warschauer Ghetto an. Ein sehr gut durchdachtes Museum, das einen bleibenden Eindruck hinterlässt. Zum Essen gings in eine "Milch-Bar", die aber rein gar nichts mit Milch und auch nichts mit einer Bar zu tun hat. Diese Art von Essensgelegenheiten sind ein Überbleibsel aus der sowjetischen Zeit und bestechen durch ihre günstigen und guten Gerichte. Der Obdachlose sitzt neben der Hausfrau oder dem Manager und keiner stört sich am Nachbarn. Nach einem Bierstop ging es weiter ins Kino, aber nicht um einen Film zu schauen, sondern um das Deutschlandspiel gegen Spanien in 3D zu verfolgen. Eine sehr interessante Erfahrung mit einer 3D-Brille auf der Nase das Fußballspiel zu verfolgen.
Warschau

Der nächste Tag stand im Zeichen der qualmenden Füße, denn es ging auf Schusters Rappen durch weitere schöne Ecken Warschaus, u.A. an der Universität vorbei zum Präsidentenpalast. Im Park gönnten wir uns etwas Entspannung.

Der nächste Tag läutete das Ende unserer fast dreiwöchigen Tour ein, da es morgens mit dem Zug in Richtung Deutschland und Heimat ging, wo wir kurz nach Mitternacht ankommen sollten.
Der erste Zwischenstop lautete Frankfurt (Oder), wo wir einen kurzen Rundgang durch die Stadt, inklusive der Oderbrückenüberquerung nach Polen, unternahmen.
Frankfurt (Oder)

In Berlin blieb uns mehr Zeit, so dass wir auch dort wie schon in Zagreb und Warschau ehemalige Kommilitonen aus Istanbul treffen konnten. Zunächst haben wir mit Immi in Kreuzberg leckeres Eis gegessen  und danach Bier getrunken, bevor es mit Anita und Malaika zur Strandbar ging. Die Stunden verflogen schnell, die Erinnerungen an Istanbul wurden wach und dann hieß es auch wieder Abschied nehmen und endgültig nach Hause kommen.
Berlin

Soweit von mir, das war mein Jahr in Istanbul... Ab jetzt heißt es die nächste Kulturhauptstadt erkunden, nach Istanbul folgt Essen.

Sonntag, 4. Juli 2010

Salzburg bis Prag

Unglaublich in Salzburg so nah an Deutschlands Grenze zu sein. Doch leider war trotz deutschem "Blickkontakt" kein Handyempfang möglich. Der Bahnhof ist wie auch in Wien eine einzige Baustelle, erfreulicherweise von HochTief, wie ich als deren zukünftiger Praktikant feststellen durfte. Läppische 6 oder 7 Jahre dauert das ganze Projekt, so dass man bis dahin jeglichen Komfort und scheinbar auch freundliches Personal verzichten muss - willkommen im deutschsprachigen Raum. Das Gepäck blieb am Bahnhof und dann gings in sengender Hitze zur Aussichtsplattform auf den Berg. Die Stadt Mozarts schaut von oben recht einladend ein, was aufgrund großer Touristenmassen in den engen Altstadtgassen nur eingeschränkt zutrifft. Die Highlights sind auch schnell aufgelistet und ebenso schnell abgearbeitet: Kirchen, Kirchen, Kirchen, Mozarthaus 1, Mozarthaus 2 etc etc...


Salzburg

Diesmal sollte die Übernachtung preisgünstig erfolgen, die Stadt ist teuer genug. Über drei Euro für ein Bier, wer soll das denn bezahlen? Solche Preise habe ich zuletzt vor einem Jahr in Deutschland erlebt. Was man dafür in Syrien, Georgien, Serbien oder gar in Indien alles erstehen könnte... Nuja, die Lösung lautet Couchsurfing, eine Plattform, auf der man eigene Übernachtungsgelegenheiten gegen andere eintauscht. So durften wir bei Thomas im Gästezimmer schlafen, bekamen Frühstück und das alles nur für ein freiwilliges Gastgeschenk - das ist Gastfreundschaft!

Aber nicht nur das Preisniveau kam bekannt vor, auch die Straßensprache der Einheimischen war verständlich. Nein, nicht etwa Deutsch, sondern Türkisch wars.

Am nächsten Morgen gings noch auf die Burg und dann per Zug weiter nach Prag. Gute sieben Stunden dauerte dieses Vergnügen - in tschechischen Wagen ohne Klimaanlage eine einzige Freude. Im Gegenzug konnte der mobile Bordservice mit gutem, günstigen Budweiser aufwarten, was einiges wett machte.
Prag

Prag! Die Stadt der Städte: Prag! Zumindest war das so ca. meine Erwartung an diese Stadt, die mir von allen Seiten empfohlen wurde. Das Stadtbild ist auch wirklich schön, vergleichbar mit Budapest. Allerdings, leider touristisch ganz klar übervölkert. Seit Istanbul, seit Sultanahmet habe ich nicht mehr so viele Touris gesehen. Einhergehend natürlich auch erhöhter Touristennepp und potentielle Taschendiebe. Der zentrale Platz beherbergt derzeit ein Public Viewing, auch Rudelgucken genannt! Viel kleiner als in den großen deutschen Städten, aber immerhin! Unglücklicherweise brannte die Sonne so erbarmungslos, dass ich nur die ersten Minuten des Brasilien-Niederlande-Spiels aushielt. Erstaunlicherweise scheint sich die tschechische WM-Euphorie aber noch nicht eingefunden zu haben. Die Kneipen waren fast alle leer, von Stimmung gar nicht zu reden. Nach kurzer Suche konnte dann aber doch noch eine ausreichend große Leinwand gefunden und das Spiel genossen werden. Aber Prag besitzt natürlich noch viel mehr: die Karlsbrücke, einige sehenswerte Kirchen und das jüdische Viertel. Der Eintritt zum jüdischen Museum, Friedhof und den Synagogen ist gepfeffert und aus meiner Sicht durch das Gebotene auch nicht gerechtfertigt. Dennoch ein wichtiger Teil der Geschichte Prags, den man nicht verpassen sollte.
Am späten Abend gings dann zur Karlsbrücke, dem Wahrzeichen Prags. Dort angekommen wurden wir von einer zweifelhaften Type angequatscht, der uns gern das beste Gras aus Afghanistan verkaufen wollte. Nachdem wir ihn auf die Möglichkeit hinwiesen die Polizei zu alarmieren, war er sehr verärgert und düste ab, nicht ohne uns noch den Mittelfinger zum Abschied zu zeigen. Halt mögen die Pragkenner jetzt sagen, fehlt da nicht etwas, was ist mit der Burg? Da muss ich euch leider auf morgen vertrösten.

Heute fand ein abermaliger Tagesausflug statt, diesmal nach Pilsen, der Heimatstadt des PilsenerUrquell. Vom Bahnhof gings dann auch direkt zur Brauerei, wo wir 90 Minuten durch die Anlagen geführt und dann zur Verkostung gebeten wurden. Doch der Höhepunkt des Tages war etwas anderes: der deutsche Sieg gegen Argentinien. Im Brauereirestaurant (dem größten Restaurant in Tschechien) wurde dies vor der Leinwand angemessen gefeiert. Ein paar Pils mussten dabei noch dran glauben. Jetzt nur noch das Halbfinale in Warschau und dann das Finale wieder in Deutschland! Im Anschluss gings noch ins zugegebenermaßen sehr schöne, aber ausgestorbene Zentrum von Pilsen.
Pilsen