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| Prag Teil 2 |
Abends folgte der für uns letzte Nachtzug nach Krakau. Dort hatten wir ein luxeriöses 3-Bett Abteil mit Klimaanlage und Waschbecken - bisher eindeutig der modernste Nachtzug, den ich jemals genutzt habe.
In Krakau angekommen, begrüßte uns der Regen - was ein Gegensatz zu der Hitze in Prag. Durch einen glücklichen Zufall - Isabell, Indien, AIESEC Praktikant - kannten wir jemanden, bei dem wir übernachten konnten und der uns die Stadt zeigte. Angeblich soll Krakau die schönste Stadt Polens sein, da die Häuserstruktur alt und die Sehenswürdigkeiten groß in der Zahl sind. Vom jüdischen Viertel mit Friedhof und Synagoge ging es an der Wawel-Burg vorbei in die Innenstadt. Gutes Essen und Bier sorgten dafür, dass wir abends gut präpariert tanzen gehen konnten. Am drauffolgenden Tag stand die Wawel-Burg auf dem Programm, inklusive Kathedrale, Grab von Lech Kaczinsky und den ehemals königlichen Palasträumen. Nicht zu vergessen auch die Drachenhöhle mit feuerspeiender Drachenstatue. Am späten Nachmittag gings dann per Express-IC in nur 2,5 Stunden nach Warschau.
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| Krakau |
Der Bahnhof dort gehört schon zu den eindrücklichsten Erlebnissen: ein typischer 60er Jahre Bau und seit dieser Zeit unrenoviert besitzt einen ganz eigenen Charme. Ebenso das im Plattenbau untergebrachte Hotel, welches jedoch innen kernsaniert und sehr ordentlich war.
Der erste Tag in Warschau begann mit einer kurzen Tour durch die wiederaufgebaute Innenstadt, die mittlerweile Weltkulturerbe ist. Dieser kleine Teil Warschaus besticht durch äußerst ansehnliche Häuser, während der weitgehende Rest in typischer Plattenbaumanier hochgezogen wurde. Am frühen Nachmittag trafen wir dann einen polnischen Erasmus-Kommilitonen aus Istanbul, mit dem wir uns verabredet hatten. Gemeinsam schauten wir uns das Museum zum polnischen Widerstand und dem Aufstand im Warschauer Ghetto an. Ein sehr gut durchdachtes Museum, das einen bleibenden Eindruck hinterlässt. Zum Essen gings in eine "Milch-Bar", die aber rein gar nichts mit Milch und auch nichts mit einer Bar zu tun hat. Diese Art von Essensgelegenheiten sind ein Überbleibsel aus der sowjetischen Zeit und bestechen durch ihre günstigen und guten Gerichte. Der Obdachlose sitzt neben der Hausfrau oder dem Manager und keiner stört sich am Nachbarn. Nach einem Bierstop ging es weiter ins Kino, aber nicht um einen Film zu schauen, sondern um das Deutschlandspiel gegen Spanien in 3D zu verfolgen. Eine sehr interessante Erfahrung mit einer 3D-Brille auf der Nase das Fußballspiel zu verfolgen.
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| Warschau |
Der nächste Tag stand im Zeichen der qualmenden Füße, denn es ging auf Schusters Rappen durch weitere schöne Ecken Warschaus, u.A. an der Universität vorbei zum Präsidentenpalast. Im Park gönnten wir uns etwas Entspannung.
Der nächste Tag läutete das Ende unserer fast dreiwöchigen Tour ein, da es morgens mit dem Zug in Richtung Deutschland und Heimat ging, wo wir kurz nach Mitternacht ankommen sollten.
Der erste Zwischenstop lautete Frankfurt (Oder), wo wir einen kurzen Rundgang durch die Stadt, inklusive der Oderbrückenüberquerung nach Polen, unternahmen.
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| Frankfurt (Oder) |
In Berlin blieb uns mehr Zeit, so dass wir auch dort wie schon in Zagreb und Warschau ehemalige Kommilitonen aus Istanbul treffen konnten. Zunächst haben wir mit Immi in Kreuzberg leckeres Eis gegessen und danach Bier getrunken, bevor es mit Anita und Malaika zur Strandbar ging. Die Stunden verflogen schnell, die Erinnerungen an Istanbul wurden wach und dann hieß es auch wieder Abschied nehmen und endgültig nach Hause kommen.
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| Berlin |
Soweit von mir, das war mein Jahr in Istanbul... Ab jetzt heißt es die nächste Kulturhauptstadt erkunden, nach Istanbul folgt Essen.





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