Montag, 21. März 2011

Picton to Takaka to Greymouth

Vorgestern Abend gings mit der Fähre auf die Südinsel. Angeblich (laut Anbieter, also sehr verlässlich) eine der schönsten Überfahrten der Welt, doch bekamen wir den größten Teil aufgrund der einsetzenden Dunkelheit gar nicht mehr mit.
In Picton haben wir dann übernachtet: Chrissi im Zelt, ich im Hostel (der letzte Platz im dritten Hostel, das ich angefragthabe). Nach einem kurzen Rundgang durch Picton gestern Vormittag - sehr überschaubares Dorf - machten wir uns dann auf den Weg in den nördlichsten Zipfel der Südinsel, zur Golden Bay.
Zunächst ging es dabei an den Marlborough Sounds entlang, einem zerklüfteten Küstengebiet mit zahlreichen Halbinseln, die ins Meer ragen. Während der letzten Eiszeit hat das Wasser die Täler erobert und ließ nur die höher gelegenen Gebiete zurück. Die Fahrt daran entlang ist durch Serpentinen geprägt und bietet tolle Ausblicke. Einen Zwischenstopp legten wir in Nelson ein, wo ich mich mit Fish&Chips versorgte, die wir dann am Strand verspeisten. Weiter führte unsere Route nach Motueka und schließlich nach Takaka. Dort in der Nähe gibt es die größte neuseeländische Quelle, aus der 14.000 Liter Wasser pro Sekunde an die Oberfläche sprudeln. In Pohara wollten wir nochmal zum Strand, doch war aufgrund die Ebbe das Wasser arg weit weg.
Das diesmalige Hostel ist insofern erwähnenswert, als dass es ein eigenes Spa besitzt, also einen heißen Whirlpool, in dem man den Abend sehr angenehm ausklingen lassen kann. Scheinbar sind die in Neuseeland ganz schwer in Mode, denn jedes zweite Hostel ist mit sowas ausgestattet.
Heute haben wir die bisher mit Abstand schönste Strecke zurückgelegt. Laut Lonely Planet auch eine der zehn schönsten Straßen weltweit! Angefangen hatte alles beim Harwood's Hole, einem 360m tiefen und 70m breiten Loch in der Erde. Der Weg dorthin führte über 11km einspurige (aber keine Einbahnstraße) Schotterpiste durch den Wald, der bei den "Herr der Ringe"-Filmen als Chetwood Forest genutzt wurde. Zusätzlich zu dem Riesenloch gab es auch noch einen sehr schönen Aussichtspunkt, bei dem man eine tolle Sicht auf die Berglandschaft hatte. Sicherung selbstverständlich keine, obwohl es sicherlich 100m in die Tiefe ging... Über Motueka und Murchison ging die Reise an die Westküste. Dabei passierten wir die Buller Gorge, die sich aber nicht als so interessant wie erwartet entpuppte. An der Westküste angekommen, fuhren wir in der Nähe von Westport ans Wasser um Robben zu beobachten, die dort gerade ihre Jungen aufziehen. Der folgende Abschnitt in Richtung Süden und zu unserem Ziel Greymouth war landschaftlich fantastisch: auf der einen Seite Berge mit Regenwald bewachsen und auf der anderen Seite Strand und Felsen. Eine Sehenswürdigkeit, die wir uns nicht entgehen ließen, sind die Pancake Rocks, also Pfannkuchen-Felsen.
Morgen werden wir den Arther's Pass auf knapp 1000m Höhe passieren und dann werde ich Christiane in Christchurch am Flughafen abliefern und alleine weiterfahren.

Picton to Karaka

Takaka - Greymouth

Samstag, 19. März 2011

Postkarten

Ich habe schon Unmengen Postkarten versendet, muss euch aber darauf aufmerksam machen, dass einige möglicherweise etwas länger benötigen werden, da ich sie aus Versehen in einen falschen Briefkasten geworfen habe. Es kann ja kein Mensch wissen, dass es in Neuseeland drei verschiedene Postgesellschaften gibt, die unterschiedliche Briefkästen verwenden...
Also entschuldigt bitte! Ich hoffe, dass sie trotzdem ankommen werden.

Wellington

Donnerstag wollten Christiane und ich uns im Laufe des Vormittags auf den Weg nach Wellington machen, doch die Batterie des Autos machte uns einen Strich durch die Rechnung. Wir mussten dann erstmal warten bis Chalky in seiner Mittagspause die Batterie wechselte.
Auf der Fahrt durfte ich dann auch mal steuern, wobei Christiane zwischenzeitlich Angst um ihren linken! Außenspiegel hatte :) Die Regeln hier sind auc komplett idiotisch: Nicht nur, dass sie links fahren, nein, es herrscht trotzdem rechts vor links und Rechtsabbieger haben Vorfahrt vor Linksabbiegern. Aber wenn man sich erstmal dran gewöhnt hat, dann gehts.
Am frühen Abend kamen wir heil an und mussten enttäuscht feststellen, dass das Wetter außerordentlich bescheiden war. Das erste ausgeguckte Hostel war leider auch voll, das zweite dann aber verfügbar.
Am Abend bin ich dann nochmal ne Runde durch die Stadt gelaufen und war von all den grünen Menschen überrascht. St.-Patricks-Day, scheinbar ein beliebter Anlass für die Kiwis zu feiern. Die irischen Pubs waren brechend voll und die Stimmung gut. Da hat Wellington gleich mal ein paar Bleibtheitspunkte bei mir sammeln können.
Am folgenden Tag stand der obligatorische Stadtrundgang auf dem Plan, bei dem besonders die in der letzten Nacht bereits erlebte Barstraße "Cuba Street", das Parlament und der botanische Garten einen guten Eindruck machten. Im Parlament erfuhr ich während der einstündigen Führung vor allem wie sehr Neuseeland immer noch an England gebunden ist, wie wichtig die Queen ist etc. Für mich persönlich waren die Erdbebensicherheitsmaßnahmen im Keller am Spannendsten. Der botanische Garten ist riesig und bietet vor allem einen tollen Blick auf die Stadt, wenn man mit dem Cable-Car hochfährt.
Heute nun mal ein Museumstag im Te Papa Museum, in dem man sich locker tagelang aufhalten könnte. Es gibt verschiedene Themenbereiche wie Flora&Fauna, Immigration oder Geologie. Einen Teil davon habe ich mir heute angesehen. Später wird es dann per Fähre auf die Südinsel gehen.

Wellington

Donnerstag, 17. März 2011

Ortsübersicht

Damit ihr mal wisst, wo sich die Orte alle befinden, über die schreibe, habe ich hier eine kleine Übersicht erstellt:


Reiseroute Neuseeland
Landkarte von StepMap
StepMap Reiseroute Neuseeland


Mittwoch, 16. März 2011

Napier und Taupo

Seit vorgestern Abend bin ich nun bei Christiane. Gestern haben wir zusammen mit dem Hund Stella die Gegend unsicher gemacht.
Es ging also zunächst mal Weingüter anschauen, die aber im Prinzip aussehen wie in Deutschland (nur oftmals moderner und kleiner). Um den vorherigen Tagen in der Laufleistung in nichts nachzustehen, ging es dann rauf auf den Te Mata Peak, einen 400m Hügel, von dem man einen tollen Blick auf die Hawkes Bay hat. Im Anschluss gabs dann im Filter Room, wo Chrissi arbeitet, ein Bier und Cider-Tasting und nen guten Burger als Belohnung. Eine kleine Führung durch die Brauerei rundete das Erlebnis ab.
Nach kurzer Erholung gings es zum Abschluss noch an den Strand, wo Christiane und Stella auch schön ins Meer gehüpft sind, ich aber lieber mit den Mücken am Strand kämpfen wollte (und natürlich verlor).

Heute dann hab ich nen Tagesausflug nach Taupo unternommen, die Stadt am gleichnamigen See (größter See Neuseelands), die vor allem für zahlreiche Outdooraktivitäten bekannt ist wie Bungeejumpen, Segeln, Mountainbiken etc. Ich verließ mich mal wieder auf Schusters Rappen und lief zu den Huka Wasserfällen. Auf dem Weg kam ich noch an heißen Quellen vorbei (da würde das NASS neidisch werden) - sehr angenehm. Weiter wanderte ich zum Zielpunkt, dem Gebiet, das sich "Craters of the Moon" nennt und wie schon in Rotorua jede Menge thermale Aktivitäten aufweist. Das ganze ist dann für eine Mondlandschaft etwas zu stark bewachsen, aber Krater gibt es tatsächlich.

Nächstes Ziel für morgen lautet nun Wellington.


Napier und Taupo

Montag, 14. März 2011

Rotorua

Rotorua ist ein Ort, in dem es massiv stinkt. Dies liegt an den Aktivitäten, die hier in der Erde vor sich gehen. Es ist Vulkangebiet hier und an vielen Stellen kommen stinkende Gase an die Oberfläche. Außerdem gibt es heiße (teilweise kochende) Quellen, Schlammlöcher und Geysire. Für die beiden Nächte hier habe ich mir eine Couchsurferin gesucht, bei der ich unterkommen konnte. Sie ist Englischlehrerin und mittlerweile schon viel in der Welt herumgekommen. Unter anderem hat sie ein Jahr lang in der Türkei gelebt. Am ersten Abend hat sie mir gleich mal eine Übersicht über die Stadt gegeben und wir sind im Dunkeln die Hauptsehenswürdigkeiten abgelaufen.
Gestern dann bin ich den ganzen Tag durch die Gegend gelaufen. Zunächst zum Rotorua Museum, das ehemalige Badehaus, in dem die Geschichte des Ortes und der hier ansässigen Maori gezeigt wird. Anschließend ging es dann am Wasser entlang zu einem Park, in dem jede Menge blubbernde, stinkende Wasser- und Schlammlöcher zu besichtigen sind. Letztendlich bin ich noch zum Wald und am Fluss entlang im Bogen wieder zurück.
Heute habe ich meine Füße dann abermals in Mitleidenschaft gezogen und habe einen Spaziergang/eine Wanderung durch den Westwoods-Wald gemacht. Dabei hatte ich nochmal einen schönen Ausblick über die Stadt und die thermisch aktiven Gebiete. Leider musste ich den Rückweg auch per Fuß zurücklegen, da mir der Bus vor der Nase davonfuhr. Nun geht es gleich auf den Weg nach Napier um Christiane zu treffen.


Rotorua

Auckland Domain

Am letzten Tag in Auckland nutzte ich den bis zur Abfahrt verbleibenden halben Tag um in den großen Park Auckland Domain zu gehen und mich dort umzusehen. Mitten im Park liegt das Auckland Museum, das ich mir aufgrund Zeitmangels nur von außen anschaute. Da der Park höher als die Innenstadt liegt, hat man auch eine sehr nette Aussicht. Im Park gibt es Cricket-Plätze, Gewächshäuser, jede Menge Blumen, Pavillons, Seen, Springbrunnen und Wald, der schon fast an Regenwald erinnert. Man könnte sich dort also sicherlich lange aufhalten. Für mich gings dann aber auf den Weg nach Rotorua, wo ich am späten Nachmittag ankam.


Auckland 2