Mittwoch, 31. März 2010

Such die Merkel!

Ist sie vielleicht in einem der beiden Hubschrauber, die gerade über Sultanahmet fliegen?


Oder ist sie in diesem Diplomaten-Mercedes, der vor dem Topkapi-Palast wartet?


Oder ist sie in einem der schwarzen, verdunkelten VW-Busse mit Polizeibegleitung unterwegs?


Zum Abschluss des groß in den Medien diskutierten Besuchs Angela-Merkels in der Türkei hat sie noch einen Zwischenstopp in Istanbul eingelegt um die Hagia Sophia und die Blaue Moschee zu besichtigen.
Da Dienstags praktischerweise vorlesungsfrei ist und das Wetter gestern gut, habe ich mal spontan entschlossen im Sultanahmet-Park zu lernen und nach der Merkel zu schauen.
Wie oben zu sehen, gab es einige Situationen in denen Angela Merkel hätte anwesend sein können, was ich jedoch nicht mit 100%iger Sicherheit bestätigen kann.

Um den Tag anzurunden, bin ich schlussendlich noch in die Moschee "Kücük Aya Sofya" (Kleine Hagia Sophia) gegangen, die ehemalige Sergios- und Bakchos Kirche. Eine aus meiner Sicht sehr empfehlenswerte Besichtigung.













Sonntag, 28. März 2010

Im Stadion: Beşiktaş - Eskişehir

Am Samstag abend gings zur fußballerischen Konkurrenz meines türkischen Lieblingsvereins, zu Beşiktaş ins Stadion. Ein Hexenkessel mit toller Atmosphäre. Nach zwanzig Minuten lag Besiktas bereits 0:2 zurück, hat dann aber den Spieß noch umdrehen können und 3:2 gewonnen. Dementsprechend war auch die Stimmung am Ende.

Heute dann fand das Derby Galatasaray - Fenerbahçe statt, das zu meiner großen Freude 0:1 ausging. Geguckt habe ich es in einer Nargile-Bar (ohne Alkohol, aber mit Wasserpfeife und Tee) oder doch in einer Legebatterie? Eng gepfercht auf engen kleinen Stühl(ch)en, aber bei toller Stimmung.


Hier einige Fotos aus dem Stadion:


Erste bengalische Feuer vor dem Spiel.






Ich kaue nicht auf meinen Fingernägeln...


...sondern esse Sonnenblumenkerne.

Dienstag, 23. März 2010

Freier, sonniger, kultureller Tag

Wer drei Klausuren an einem Tag schreiben kann, kann auch drei Museen an einem Tag besichtigen. Das haben Tobias und ich heute morgen beschlossen und prompt in die Tat umgesetzt.

Erste Station: UEFA-Ausstellung am Taksim-Platz

Anschließend: Zur Bilgi-Privatuni (per kostenlosem Shuttle-Bus) und dort auf dem Campus ins Energiemuseum gegangen (Santral Istanbul). Sehr schöner Campus, hohe Dichte an iPhones und ein Starbucks mittendrin. So lässt sichs studieren, wenn man genügend Geld mitbringt.

Zuletzt: Ins Miniatürk-Museum, wo die Hauptsehenswürdigkeiten der Türkei und einiger Nachbarländer in verkleinertem Maßstab auf einem Fleck zu sehen sind. In zwei Schritten von Kappadokien zur Hagia Sophia :)


UEFA-Ausstellung, Santral Energiemuseum, Miniatürk

Campusschlägerei

Urplötzlich endete heute eine Menschenansammlung an der Uni in einer Massenschlägerei.

Linke Studenten hatten einen Infostand aufgebaut, der von den Rechten eingetreten wurde. Daraufhin begann man die Meinungsverschiedenheit körperlich auszutragen.

Jedenfalls ist jetzt klar, wieso soviel Sicherheitspersonal an der Uni rumläuft.

Montag, 22. März 2010

Besuch von Isabell

Seit heute bin ich nun  wieder allein in Istanbul - wenn man die anderen 13 - 17 Millionen (so genau weiß man es nicht) Einwohner abzieht natürlich. Nein, ich meine die nun beendete Besuchsphase, welche mit der Abreise Isabells heute endete.

Was unterscheidet das Besuchsprogramm bei weiblichem Besuch zu männlichem? Na klar, der Besuch von Einkaufszentren. Einmal das Forum Istanbul, welches angeblich eines der größten Europas sein soll und das Optimum Outlet, wo sich angeblich so einige Schnäppchen machen lassen. Beides recht neu, groß und imposant. Im Vergleich zu Dubai aber ein Witz. Das Highlight aus meiner Sicht: Die "Isvec Köfte" (schwedischen Köfte=Hackfleischbällchen, auch als Köttbullar bekannt) im Ikea. Scheint hier nicht weniger beliebt als bei uns zu sein. Ebenso Metro, Real, MediaMarkt etc. Die deutsche (Shopping-)Kultur findet sich einfach überall auf der Welt. Fast hätte ich passend dazu Deichmann und Tchibo noch vergessen.

Zwischenzeitlich war Isabells Tante mit Freund noch da, die ich ordentlich durch die Stadt gescheucht habe. Man muss ja schließlich in drei begrenzten Tagen einen Eindruck der Stadt gewinnen. Ich nehme an, dass ein ordentlicher Muskelkater als Erinnerung zurückblieb.

Übers Wochenende gings mit Isabell dann nach Mittelanatolien, genauer nach Kappadokien. Will man in der Türkei Deutsche oder Japaner treffen, dann begebe man sich dorthin. Ich übertreibe nicht, wenn ich sage, dass das Touristenzentrum (Dichte der Touristen pro Einwohner) nicht in Istanbul, sondern Kappadokien liegt. Die Landschaft ist auch beeindruckend. Vor hunderten von Jahren haben die Leute die weichen Vulkan-Tuffstein-Berge ausgehöhlt und ganze Städte hineingebaut. Standesgemäß haben wir auch in einer kleinen, muffigen Höhle übernachtet. Einen Einblick geben die Fotos unten.

Jetzt geht das Uniprogramm weiter und damit auch die Arbeit....
Kappadokien

Mittwoch, 10. März 2010

Heizen, Archäologisches Museum

So lange schon kein Eintrag mehr... Was war los? Kurze Antwort: Viel Besuch und Unistress.

Seit dem Beginn des Semesters hatten Tobias oder ich durchgehend Besuch, was einige Wiederholungen unserer Besichtigungstouren mit sich zog. Dabei haben wir aber auch einiges neues gesehen, wie zuletzt das archäologische Museum. Zeitgleich muss man mit den neuen Erasmusstudenten warm werden, was auf einige Kneipenbesuche hinauslief.
Obendrein gibt es noch die Uni, die dieses Semester sehr fordernd ist. Glücklicherweise hat die Kurswahl wie geplant geklappt, was aber bedeutet, dass es dieses Semester ernster wird und vier Kurse plus zwei Seminare erledigt werden wollen. Davon ist ein Kurs auch noch aus dem Graduate-Bereich, in welchem das Niveau gleich mal um zwei Stufen gestiegen ist.

Nächste Woche gibts mal eine kleine Auszeit, wenn es nach Kappadokien geht.

Kleine Geschichte am Rande: Wie temperiert man eine Wohnung am Einfachsten? Richtig, Heizkörper voll aufdrehen und dann über geöffnete Fenster die optimale Temperatur erzielen. Scheint hier so üblich zu sein...

Dienstag, 23. Februar 2010

Stadtmauer, Chora-Kirche

7 km lang, 5 m breit, 11 m hoch, ausgestattet mit 96 Türmen - klingt imposant?
Ist es aber nicht.

Die Stadtmauer ist leider mittlerweile auf der einen Seite von einer Schnellstraße, auf der anderen von einem recht armen Wohnviertel umgeben und größtenteils in einem erbärmlichen Zustand. Einige Teile wurden (nicht sehr fachgerecht) renoviert. Trotzdessen ist es ein netter Spaziergang an und auf der Mauer die ehemaligen Grenzen Konstantinopels zu erkunden.

Empfehlen kann ich hingegen die ehemalige Chora-Kirche, mittlerweile Museum. Die Mosaiken und Bemalungen sind sehr imposant. Vergewissert euch selbst und schaut in die Fotos :)

Stadtmauer und Chora-Kirche