Dienstag, 23. Februar 2010

Stadtmauer, Chora-Kirche

7 km lang, 5 m breit, 11 m hoch, ausgestattet mit 96 Türmen - klingt imposant?
Ist es aber nicht.

Die Stadtmauer ist leider mittlerweile auf der einen Seite von einer Schnellstraße, auf der anderen von einem recht armen Wohnviertel umgeben und größtenteils in einem erbärmlichen Zustand. Einige Teile wurden (nicht sehr fachgerecht) renoviert. Trotzdessen ist es ein netter Spaziergang an und auf der Mauer die ehemaligen Grenzen Konstantinopels zu erkunden.

Empfehlen kann ich hingegen die ehemalige Chora-Kirche, mittlerweile Museum. Die Mosaiken und Bemalungen sind sehr imposant. Vergewissert euch selbst und schaut in die Fotos :)

Stadtmauer und Chora-Kirche

Dienstag, 16. Februar 2010

Der gemächliche Semesterstart verhilft zu unerwarteter Freizeit

Die Marmara-Uni bietet auch schöne Ecken: Der Medizin- und Jura-Campus ist architektonisch ein echter Hingucker und wurde heute mal von mir erkundet.

Anschließend kam dann noch die Festung Rumeli Hisari an die Reihe, welche sich an der schmalsten Stelle des Bosporus befindet. Fotoeindrücke wie immer unten.

Rumeli Hisari

Samstag, 6. Februar 2010

Syrien: Gastfreundlichkeit, Basare, Burgen und Magenverstimmung

 Zehn Tage Syrien - was gibts da zu sagen? Zunächst mal, dass die Syrer durchweg sehr freundlich und hilfsbereit sind, dabei nicht aufdringlich oder nervend.

Los gings im Istanbuler Schneechaos, wodurch das Flugzeug erstmal mit jeder Menge Alkohol enteist wurde (da hätte sich jeder Alkoholiker gefreut). Über Adana und Antakya gings mit Bussen in Richtung Aleppo. Im zweiten Bus waren jede Menge Erasmusstudenten aus Istanbul. Lief auch alles ganz gut - bis zur Grenze: Ein Mädel hatte kein Visum, musste also an der Grenze eins beantragen was einige Zeit in Anspruch nahm. Währenddessen gab es bei den mitreisenden Türken eine kleine Meinungsverschiedenheit, was in einer blutigen Nase endete. Damit aber nicht genug. Endlich in Syrien sollte ich an einer Tankstelle in einen Minibus nach Aleppo umsteigen, da es für die anderen weiter nach Damaskus ging. Mit im Minibus war eine Deutsch-türkisch-arabische Familie, die dann erfuhr, dass wir plötzlich nochmal für die Reststrecke zahlen sollten. Das Busunternehmen (Günsas) hat uns also einfach abgezockt. Schnell kochten die Emotionen wieder hoch und der Familienvater ging auf den Busfahrer los. Nach einigen hitzigen Diskussionen fuhr der Bus dann einfach. Wir fuhren also etwas genervt mit dem Minibus nach Aleppo.

Aleppo hat mich gleich entfernt an Indien erinnert. Dabei aber ordentlicher, sauberer und weniger Verkehr. Der Souk (Basar) hat eine tolle Atmosphäre, ganz anders als in Istanbul, wo es ausschließlich touristisch ist. Direkt dahinter liegt die imposante Zitadelle auf einem kleinen Hügel und überragt die Stadt.

Das syrische Essen ist vielfältig und lecker. Dazu gehören verschiedene Sorten von Kebap, Falafel, aber auch Houmus.

Von Aleppo gings mit dem Zug (sehr moderne koreanische Züge, in der ersten Klasse) weiter nach Hama, dem Ort, der für seine Wasserräder sehr bekannt ist. Nachdem man dort allerdings zwei Stunden am Fluss entlanggelaufen ist, hat man von der Stadt auch alles gesehen. Aus diesem Grund stand am selben Tag gleich noch die Burg "Krak des Chevaliers" auf dem Programm. Eine der besterhaltenen Burgen, die ich jemals gesehen habe. Im Prinzip befinden sich zwei Burgen ineinander, die wohl auch niemals eingenommen wurden. Rückfahrt gestaltete sich etwas schwierig, da die Minibusse sehr unregelmäßig fahren. Also erstmal ne halbe Stunde gelaufen, dann per Anhalter bis zur Autobahn mitgenommen worden und dort einen Minibus erwischt.

Am nächsten Morgen musste ich feststellen, dass man nicht alles planen kann. Extra früh aufgestanden um den Zug nach Damaskus zu erwischen und dann sind alle Plätze ausgebucht. Kurzerhand den Bus genommen.

Damaskus haben Tobias und ich Freitags erreicht, was aufgrund des muslimischen Feiertages bedeutete, dass die meisten Geschäfte geschlossen hatten und alles etwas ausgestorben wirkte. Am nächsten Tag kam dann die Atmosphäre des Souks auch hier zum Tragen. Zudem ist die Umayyaden-Moschee sehr beeindruckend. Ansonsten gibt es in der Altstadt viele kleine Gässchen, die zum Entdecken einladen.
Schwer war dann allerdings in diesen Gassen zusammen mit anderen Erasmusstudenten aus Istanbul, mit denen wir verabredet waren, eine Kneipe zu finden. Biertrinken scheint nicht zu den Freizeitbeschäftigungen der Syrer zu gehören. Trotzdem waren wir irgendwann erfolgreich und hatten einen lustigen Abend. Schon lustig Leute aus Istanbul und sogar Karlsruhe! (Gruß an Sarah) in Damaskus wiederzutreffen :)
Leider hat nach zwei Tagen in Damaskus mein Magen-Darm-Trakt verrückt gespielt und mich einen Tag lang im Hotelzimmer gehalten. War aber nicht so schlimm, da ich sowieso die größten Sehenswürdigkeiten schon gesehen hatte.

Weiter gings nach Palmyra, eine Ruinenstadt des römischen Reiches aus dem 1. Jhd. nach Christus. Den besten Eindruck bieten wohl die Fotos (siehe unten).

Auf dem Rückweg habe ich noch eine Nacht in Aleppo verbracht und schließlich einen Tag in Antakya, bevor es von Adana wieder zurückging. Bevor man Syrien verlässt, muss man noch die Ausreisesteuer begleichen, die derzeit bei ca. 8 Euro liegt.

Fotos aus Syrien:

Syrien

Dienstag, 26. Januar 2010

Kurzer zwischenbericht meiner reise: flug ging aufgrund vereisung etwas später, aber jetzt bin ich in antakya und warte auf abfahrt des busses nach aleppo. Hoffe ich kann mir auf der rückfahrt die stadt hier noch ansehen.

Samstag, 23. Januar 2010

Istanbul versinkt im Chaos...

...beziehungsweise im Schnee, was jedoch sogleich zum Verkehrskollaps führt. Fähren fallen aus, Straßen sind verstopft und Busse stehen im Stau. Zudem sind Flugzeuge verspätet oder fallen gleich ganz aus. Diesmal gab es ein paar mehr Flocken, was zu immerhin 2-3 cm Schnee geführt hat (zumindest auf den Autos).

Leider ist genau deswegen auch das Konzert für heut abend abgesagt worden - scheiße.

Eben habe ich einen kleinen Schneespaziergang gemacht, die Fotos kommen gleich online.


Update: Konzert findet doch statt, sitze jetzt in dem Club und bewundere die Leere. Nach der vorzeitigen Absage haben die meisten jetzt wohl doch die Abendgestaltung umgeschmissen. Mal sehen, ob wir noch mehr als zwanzig Leute werden und dann die Party starten kann.

Update 2: Jawoll, getanzt bis die Socken qualmten. Und es wurd sogar noch annehmbar voll.

Hier die Schneebilder:


Schnee in Istanbul

Dienstag, 19. Januar 2010

Schnee in Istanbul!

Oder zumindest Schneeregen. Ach, da fühlt man sich ja sogleich mal ein bisschen winterlich, nachdem wir hier lange Temperaturen über 10 Grad, verbunden mit Regen, hatten.

Heute stand das Highlight des noch jungen Jahres auf dem Programm: die drei Klausuren hintereinander. Ich war also fast durchgehend von 09:30 bis 15:00 Uhr mit Klausurenschreiben beschäftigt. Es gibt nichts schöneres. *Ironie Ende*

Istanbul wird leer: die meisten Erasmusstudenten fliegen noch diese oder nächste Woche nach Hause zurück. Einige Verwegene machen vorher noch Urlaub - wir werden nicht die einzigen Touristen in Syrien sein - Zufälle gibts...

Am Wochenende gibts ein sehr interessantes Balkan-Pop-Konzert im Club Babylon. Mal sehen, ob es morgen noch Karten gibt.

 Update: Hier der Schneebeweis:


Und Ticket für Shantel am Samstag ist gekauft. Hier ist eine Kostprobe: