Freitag, 1. April 2011

Letzte Ereignisse in Neuseeland

Fähre Picton - Wellington

Nach der Rückkehr von der Südinsel habe ich das Auto wieder bei Chrissi abgegeben und dort noch eine Nacht verbracht um dann am nächsten Tag nach Auckland weiterzufahren. Dort hatte ich einen Couchsurfing-Host, von dem ich allerdings in den vorherigen Wochen nichts mehr gehört hatte. Von daher war ich mir unsicher, ob dieser mich noch immer erwarten würde. Zudem hatte ich Gesuch nach Mitfahrern für meine geplanten Tagesausflüge von Auckland aus onlinegestellt und eine Spanierin hatte sich gemeldet. Doch auch da wusste ich noch nicht, ob es klappen würde und ich die Spritkosten teilen konnte.
Es war dann aber alles halb so schlimm. Mein Host war ein echt netter, etwas durchgeknallter, Italiener, der seit 10 Jahren in Neuseeland lebt und 92 bei den Olympischen Spielen teilgenommen hatte. Vor etwas über einem Jahr hat er von Couchsurfen erfahren und hatte seitdem schon 300 Leute bei sich! Einziges Manko war die Tatsache, dass er ein Stück außerhalb wohnt und man mit dem Bus über ne Stunde dorthin braucht. Von daher dauerte dann das Autoleihen am nächsten Tag auch etwas länger und die Spanierin und ich konnten erst am späten Vormittag zur Coromandel-Halbinsel aufbrechen. Sehr schnell sollte sich dann aber herausstellen, dass wir nicht die gleichen Interessen haben. Sie hat über 500 Fotos am Tag geschossen, wollte dafür gern alle 5m anhalten und musste auch noch auf jedem Foto selbst mit drauf sein. Somit blieb am Ende keine Zeit mehr für Cathedral Cove und Hot Water Beach. Trotzdem hatten wir einige schöne Ecken und tolle Strände gesehen. Das Drama nahm jedoch ihren Lauf als ich sie in Auckland absetzen wollte. Sie wusste nicht wo sie hinmusste. Schlussendlich bin ich mit ihr 45 Minuten durch die Innenstadt von Auckland gefahren bis wir das Ziel erreicht hatten. Zwischenzeitlich hatte uns sogar jemand auf dem Smartphone gezeigt, wo wir hinmussten, doch war das ihrer Meinung nach total falsch, was sich allerdings dann doch als richtig herausstellte. Ich kam jedenfalls ziemlich spät und genervt bei meinem Host an.

Coromandel

Am nächsten Tag wollte ich dann für zwei Tage an die Bay of Islands und irgendwie hatten wir, also die Spanierin und ich, uns dann darauf geeinigt, dass wir es doch nochmal zusammen versuchen. War im Nachhinein keine gute Idee und ich hätte die Spritkosten gern allein getragen, wenn ich ohne sie hätte fahren können. Aber nunja. Ich musste halt bei jedem Zwischenstopp auf sie warten, da sie extrem lange brauchte (es mussten ja schließlich mindesten zwei Dutzend Fotos geschossen werden). Am späten Nachmittag kamen wir dann doch zur Bay of Islands, wo sich die Situation nochmal zuspitzte. Sie wollte eigentlich campen, sie hatte sich aber nicht darum gekümmert. Zelten war also überall verboten und so teilte sie mir mit sie würde dann im Auto übernachten. Ich wollte sowieso ins Hostel, fand die Idee aber gar nicht so klasse. Irgendwie habe ich dann doch eingelenkt und wollte aber wenigstens ihren Pass als Sicherheit, da ich schließlich das Auto gemietet hatte. Sie hat sich dann aber furchtbar angestellt, da sie wohl ihr Passbild schrecklich findet. Erst nachdem ich hoch und heilig versprochen hatte den Pass nicht zu öffnen, stimmte sie zu. Die Stimmung war natürlich im Keller. Ich hatte dann aber einen schönen Abend im Hostel und sie hat auch noch irgendwie organisiert kostenlos in einem anderen Hostel erst auf einer Party mitzufeiern und dann auch zu übernachten. Die Leute auf der Party hatten ihr ganz viele Tipps gegeben, was sie unbedingt sehen müsste, doch waren die Orte wahnsinnig weit weg und ich hatte keine Lust wieder den ganzen Tag im Auto zu verbringen. Der Disput ging also weiter. ich hab dann etwas im Lonely Planet recherchiert und schließlich eine Halbinsel gefunden, die ihr auch empfohlen worden war und die nicht ganz so weit weg war. Hat sich im Endeffekt auch als gutes Ziel herausgestellt, da die Landschaft der bay of Islands sehr ähnlich ist, aber das ganze nicht so touristisch überlaufen ist. Bevor wir dann aber nach Auckland kamen ergab sich der letzte und heftigste Streit, da sie sich plötzlich weigerte das Spritgeld anteilig zu bezahlen, wie wir es am Anfang vereinbart hatten. Ich hätte sie fast rausgeschmissen. Am Ende hat sie dann den größten Teil bezahlt. Jedenfalls habe ich gelernt, dass ich beim nächsten Mal intensiver checken werde mit wem ich reise.

Bay of Islands

Heute dann hatte ich noch einen halben Tag bevor ich zum Flughafen musste. Nachdem ich den Mietwagen abgegeben hatte (mit etwas Nervosität, da der Stadtverkehr in Auckland dafür sorgte, dass ich erst zehn Minuten vor Abgabetermin dort war), besorgte ich noch einige Mitbringsel und lief schließlich zum Fischmarkt. Der ähnelt dem in Sydney, ist aber reichlich unspannend, da es eigentlich nur ein paar Fischgeschäfte und ein paar Restaurants gibt. Dafür war der Weg an der Hafenanlage mit all den Edelbooten und den "rich bitches" sehr spannend. Nun sitze ich am Flughafen und warte aufs Boarding des Fluges nach Melbourne. Dort werde ich wieder Couchsurfen und habe wohl einen sehr netten Host, der mich sogar vom Flughafen abholen will!
Ich hoffe mal, dass es dann mit meiner Erkältung auch wieder besser wird.

Letzter Tag in Auckland

Sonntag, 27. März 2011

Reiseroute

Hier nochmal zur Verdeutlichung meine Reiseroute:


Route NZ
Landkarte von StepMap
StepMap Route NZ




Von Auckland ging es nach Rotorua, dann nach Napier. Von dort aus ein Tagesausflug nach Taupo. Anschließend nach Wellington und mit der Fähre nach Picton. Über Nelson nach Takaka und an der Westküste über Westport nach Greymouth. Über den Arthur's Pass nach Christchurch und weiter in den Süden nach Dunedin. Anschließend wieder an die Westküste nach Te Anau und Milford Sounds. Über Queenstown und Wanaka nach Haast. Von dort über Franz Fox an der Westküste gen Norden nach Murchison und dann zurück nach Picton.

Greymouth bis Picton

Die letzte gemeinsame Strecke mit Christiane führte von Greymouth nach Christchurch, also von der West- zur Ostküste. Hierbei musste der Arthur's Pass auf ca. 1000m überquert werden, was landschaftlich sehr schön war. Zwischendurch machten wir noch an einer Höhle halt, die wir mit passendem Equipment, sprich Taschenlampen, hätten durchqueren können. Einziges Problem dabei: Ein Fluss führt durch die Höhle, so dass man dabei ordentlich nass wird. Nunja, auch der Einblick in die Tunnelröhre war schon sehenswert. Leider schlug auf der weiteren Fahrt das Wetter um und bei der Ankunft in Christchurch hatten wir nicht nur noch ewig Zeit bis chrissis Flug, sondern auch Regen. Was macht man so einer Situation? Man geht in den Zoo. Dieser war sogar mit einem Kiwi-Haus ausgestattet, doch trotz zweimaligen Besuch desselben konnten wir keinen lebendigen Kiwi sehen. Dafür entschädigte die Giraffenfütterung, die wir mitmachen durften und bei der wir die Giraffen mit Zweigen fütterten. Die Nashörner nebenan durften wir dann leider nicht selbst füttern, das übernahmen die Wärter.
Greymouth - Arthurs Pass - Christchurch


Nachdem ich Chrissi dann am Flughafen abgesetzt und mich durch den Feierabendverkehr zum Hostel durchgearbeitet hatte, ist mir das Ausmaß der Zerstörung durch das Erdbeben zum ersten Mal richtig bewusst geworden und ich konnte nachvollziehen, dass dies noch immer das Hauptthema jeder Nachrichtensendung ist (trotz Japan). Direkt am Hostel waren einige Häuser und eine Kirche stark beschädigt und das angrenzende Stadtzentrum darf größtenteils noch immer nicht betreten werden. Abends hatte ich mich mit Carolin, einer Karlsruher Villigsterin, zum Essen verabredet. Leider waren von dem indischen Restaurant, in das wir wollten, nur noch Trümmer übrig. Wir landeten schließlich bei Subway und anschließend im Cafe. Superinteressant, was sie so alles so berichten hatte. Danke nochmal für die hilfreichen Tipps!


Am nächsten Tag gings dann in den Süden nach Dunedin. Im Hostel hatte ich noch eine Mitfahrerin ausfindig gemacht, die allerdings nach einiger Zeit etwas anstrengend wurde. Sie ist mittlerweile 28 Jahre alt und hat seit dem Abi fast ausschließlich im Ausland allerlei Minijobs bestritten. Auf dem Weg schauten wir uns die Stadt Oamaru an, die jede Menge "alte" Geschäftsbauten besitzt (Banken, Handelsgebäude, Lagergebäude etc.). Weiter gings zu den Mouraki Boulders. Das sind Steinkugeln, die am Strand herumliegen und die vom Wasser in Millionen von Jahren rund geschliffen wurden. Ganz nett anzusehen, aber sehr touristisch überlaufen. Richtig gut gefallen hat mir dann Dunedin. Die Stadt ist als Studentenstadt bekannt, was man ihr auch ansieht. Ungefähr ein Viertel der Einwohner sind Studenten und die Uni ist die größte in Neuseeland (ca. so groß wie das KIT). Ich habe es echt bedauert nur ein paar Stunden in der Stadt bleiben zu können. Es gibt einige interessante Bauwerke (Kirchen, Bahnhof etc.) und einige extrem steile Straßen (u.a. die laut Guiness Buch der Rekorde "steilste bewohnte Straße der Welt"). Die Nacht verbrachte ich dank Couchsurfen etwas außerhalb bei einem extrem netten Paar, die gerade ihr Kind erwarten und ein tolles Haus mit grandiosem Blick besitzen. Er kommt aus der Nähe von Stuttgart, sie ist Kiwi und beide sind schon extrem viel gereist. Ich habe mich unglaublich wohl gefühlt und wäre gern länger geblieben. Doch wollte ich weiter zum Highlight meiner Tour - den Milford Sounds.
Christchurch - Dunedin


Die Fahrt von Dunedin nach Te Anau war ziemlich unspektakulär oder anders gesagt: langweilig. Allerdings war ich voller Vorfreude, da ich wirklich viel Gutes über die Milford Sounds gelesen und gehört hatte und das Wetter absolut mitspielte. Te Anau ist das Dorf, von dem alle Touren zu den Milford Sounds starten, das aber selbst ziemlich langweilig und touristisch überlaufen ist. Ich blieb also nicht lange dort, sondern machte mich direkt auf den Weg zu den Sounds. Auch hier war der erste Teil der Strecke (immerhin nochmal ca. 120km) eher attraktionsarm, doch irgendwann werden die Berge immer höher und die Flüsse immer interessanter. Ein schöner Zwischenstopp waren die Mirror Lakes, in denen sich die Berge ringsherum spiegeln. Etwas später ergaben sich die ersten Blicke auf schneebedeckte Gipfel. Vor dem letzten Abschnitt der Straße muss man einen Tunnel passieren, der an sich auch eine Attraktion ist. Er wurde Anfang ddes 20. Jahrhunderts als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme in 16 Jahren Arbeit fertiggestellt wurde. Der über einen Kilometer lange Tunnel ist einspurig, unbeleuchtet und weist ein erhebliches Gefälle auf. In Europa wäre so etwas vermutlich nicht erlaubt. Nach dem Tunnel eröffnet sich dann ein tolles Panorama und die Straße schlängelt sich ins Tag hinab. Nach einem kurzen Zwischenstopp bei einer interessanten Felsenansammlung, durch die sich das Wasser den Weg gebahnt hat bzw. die Felsen ausgehöhlt hat, war ich dann am Ziel. Der Ausblick ist echt fantastisch. Glücklicherweise war ich für den Hauptbesucherstrom zu spät und konnte dennoch eine der letzten Bootstouren buchen. Das Geld war gut investiert, denn es geht den 11km langen Fjord entlang bis zum Meer. Das Wasser ist dabei durchweg über 200m tief! Nach der Eiszeit wurden hier Täler geflutet und nun ragen die Berge steil aus dem Wasser auf. Die Nacht verbrachte ich auf einem Campingplatz zwischen den Milford Sounds und Te Anau mit einem tollen Blick auf die Berge. Doch leider machten sich die Mücken über mich her und die Nacht wurde auch kälter als erwartet.
Dunedin - Te Anau - Milford Sounds


Von Te Anau galt es dann schon den Rückweg in Richtung Norden anzutreten. So machte ich mich auf den Weg nach Queenstown, sammelte noch zwei Anhalterinnen auf und hatte Unterhaltung auf der Fahrt. Queenstown liegt landschaftlich extrem schön am See mit Alpenpanorama im Hintergrund. Die Stadt ist als Partymetropole und Touristenmetropole bekannt. Zudem kann man von dort alle möglichen Extremspoirtarten starten. Ich gönnte mir einen sehr leckeren Burger und verweilte ein paar Stunden, was mir vollkommen ausreichte. Eine kurze Zwischenpause legte ich in der Goldgräberstadt Arrowtown ein, in der eine kleine Siedlung der chinesischen Goldgräber erhalten ist, was ganz sehenswert ist. Wanaka, mein nächstes Ziel, liegt ähnlich schön wie Queenstown, ist aber kleiner und nicht so überlaufen. Dort entschied ich mich dann spontan dazu Fallschirmsprung zu machen, da die Landschaft einfach grandios ist. Dann ging alles auch ganz flott und wenig später befand ich mich im Flugzeug auf dem Weg in knapp 4000m Höhe. Es war eine grandiose Erfahrung und ich bereue es nicht. Knapp eine Minute freier Fall und dann am Fallschirm zu Boden schweben: fantastisch! Daran kam bisher nichts anderes mehr heran. Schlussendlich machte ich mich aber noch auf den Weg zur Westküste, wo ich dann in einem kleinen Dorf übernachtete.
Te Anau - Queenstown - Wanaka - Haast


Der folgende Tag begann mit jeder Menge Regen und Nebel, so dass ich von der schönen Landschaft kaum etwas mitbekam. Nach kurzer Zeit erreichte ich den Fox-Gletscher. In einer kurzen Regenpause konnte ich den halbstündigen Fußweg zum Gletscherende bewältigen und einige schöne Fotos machen. Auf dem Rückweg erwischte mich dann allerdings ein heftiger Schauer und durchnässte mich. Der zweite, nur 25km entfernt liegende, Gletscher Franz Josef lag leider vollkommen im Nebel, so dass ich ihn nur erahnen konnte. Nach diesen Stopps ging es darum möglichst viel km zurückzulegen, da am kommenden Tag die Fähre gegen Mittag gebucht war und ich dort rechtzeitig ankommen musste.
Haast - Murchison

Freitag, 25. März 2011

kurzes Update

Hallo zusammen,

nach ca. drei Tagen ohne Internet kann ich mich mal wieder melden. Befinde mich gerade in Queenstown. Gestern habe ich die atemberaubenden Milford Sounds gesehen (Bilder folgen) und auf einem Campingplatz übernachtet (saukalt gewesen).
Habe grad einen großen Burger verdrückt und werde nun weiter an die Westküste fahren um die dortigen Gletscher zu sehen. Hoffe, dass ich dann wenigstens mal wieder Mobilfunkempfang haben werde :)

Montag, 21. März 2011

Picton to Takaka to Greymouth

Vorgestern Abend gings mit der Fähre auf die Südinsel. Angeblich (laut Anbieter, also sehr verlässlich) eine der schönsten Überfahrten der Welt, doch bekamen wir den größten Teil aufgrund der einsetzenden Dunkelheit gar nicht mehr mit.
In Picton haben wir dann übernachtet: Chrissi im Zelt, ich im Hostel (der letzte Platz im dritten Hostel, das ich angefragthabe). Nach einem kurzen Rundgang durch Picton gestern Vormittag - sehr überschaubares Dorf - machten wir uns dann auf den Weg in den nördlichsten Zipfel der Südinsel, zur Golden Bay.
Zunächst ging es dabei an den Marlborough Sounds entlang, einem zerklüfteten Küstengebiet mit zahlreichen Halbinseln, die ins Meer ragen. Während der letzten Eiszeit hat das Wasser die Täler erobert und ließ nur die höher gelegenen Gebiete zurück. Die Fahrt daran entlang ist durch Serpentinen geprägt und bietet tolle Ausblicke. Einen Zwischenstopp legten wir in Nelson ein, wo ich mich mit Fish&Chips versorgte, die wir dann am Strand verspeisten. Weiter führte unsere Route nach Motueka und schließlich nach Takaka. Dort in der Nähe gibt es die größte neuseeländische Quelle, aus der 14.000 Liter Wasser pro Sekunde an die Oberfläche sprudeln. In Pohara wollten wir nochmal zum Strand, doch war aufgrund die Ebbe das Wasser arg weit weg.
Das diesmalige Hostel ist insofern erwähnenswert, als dass es ein eigenes Spa besitzt, also einen heißen Whirlpool, in dem man den Abend sehr angenehm ausklingen lassen kann. Scheinbar sind die in Neuseeland ganz schwer in Mode, denn jedes zweite Hostel ist mit sowas ausgestattet.
Heute haben wir die bisher mit Abstand schönste Strecke zurückgelegt. Laut Lonely Planet auch eine der zehn schönsten Straßen weltweit! Angefangen hatte alles beim Harwood's Hole, einem 360m tiefen und 70m breiten Loch in der Erde. Der Weg dorthin führte über 11km einspurige (aber keine Einbahnstraße) Schotterpiste durch den Wald, der bei den "Herr der Ringe"-Filmen als Chetwood Forest genutzt wurde. Zusätzlich zu dem Riesenloch gab es auch noch einen sehr schönen Aussichtspunkt, bei dem man eine tolle Sicht auf die Berglandschaft hatte. Sicherung selbstverständlich keine, obwohl es sicherlich 100m in die Tiefe ging... Über Motueka und Murchison ging die Reise an die Westküste. Dabei passierten wir die Buller Gorge, die sich aber nicht als so interessant wie erwartet entpuppte. An der Westküste angekommen, fuhren wir in der Nähe von Westport ans Wasser um Robben zu beobachten, die dort gerade ihre Jungen aufziehen. Der folgende Abschnitt in Richtung Süden und zu unserem Ziel Greymouth war landschaftlich fantastisch: auf der einen Seite Berge mit Regenwald bewachsen und auf der anderen Seite Strand und Felsen. Eine Sehenswürdigkeit, die wir uns nicht entgehen ließen, sind die Pancake Rocks, also Pfannkuchen-Felsen.
Morgen werden wir den Arther's Pass auf knapp 1000m Höhe passieren und dann werde ich Christiane in Christchurch am Flughafen abliefern und alleine weiterfahren.

Picton to Karaka

Takaka - Greymouth

Samstag, 19. März 2011

Postkarten

Ich habe schon Unmengen Postkarten versendet, muss euch aber darauf aufmerksam machen, dass einige möglicherweise etwas länger benötigen werden, da ich sie aus Versehen in einen falschen Briefkasten geworfen habe. Es kann ja kein Mensch wissen, dass es in Neuseeland drei verschiedene Postgesellschaften gibt, die unterschiedliche Briefkästen verwenden...
Also entschuldigt bitte! Ich hoffe, dass sie trotzdem ankommen werden.

Wellington

Donnerstag wollten Christiane und ich uns im Laufe des Vormittags auf den Weg nach Wellington machen, doch die Batterie des Autos machte uns einen Strich durch die Rechnung. Wir mussten dann erstmal warten bis Chalky in seiner Mittagspause die Batterie wechselte.
Auf der Fahrt durfte ich dann auch mal steuern, wobei Christiane zwischenzeitlich Angst um ihren linken! Außenspiegel hatte :) Die Regeln hier sind auc komplett idiotisch: Nicht nur, dass sie links fahren, nein, es herrscht trotzdem rechts vor links und Rechtsabbieger haben Vorfahrt vor Linksabbiegern. Aber wenn man sich erstmal dran gewöhnt hat, dann gehts.
Am frühen Abend kamen wir heil an und mussten enttäuscht feststellen, dass das Wetter außerordentlich bescheiden war. Das erste ausgeguckte Hostel war leider auch voll, das zweite dann aber verfügbar.
Am Abend bin ich dann nochmal ne Runde durch die Stadt gelaufen und war von all den grünen Menschen überrascht. St.-Patricks-Day, scheinbar ein beliebter Anlass für die Kiwis zu feiern. Die irischen Pubs waren brechend voll und die Stimmung gut. Da hat Wellington gleich mal ein paar Bleibtheitspunkte bei mir sammeln können.
Am folgenden Tag stand der obligatorische Stadtrundgang auf dem Plan, bei dem besonders die in der letzten Nacht bereits erlebte Barstraße "Cuba Street", das Parlament und der botanische Garten einen guten Eindruck machten. Im Parlament erfuhr ich während der einstündigen Führung vor allem wie sehr Neuseeland immer noch an England gebunden ist, wie wichtig die Queen ist etc. Für mich persönlich waren die Erdbebensicherheitsmaßnahmen im Keller am Spannendsten. Der botanische Garten ist riesig und bietet vor allem einen tollen Blick auf die Stadt, wenn man mit dem Cable-Car hochfährt.
Heute nun mal ein Museumstag im Te Papa Museum, in dem man sich locker tagelang aufhalten könnte. Es gibt verschiedene Themenbereiche wie Flora&Fauna, Immigration oder Geologie. Einen Teil davon habe ich mir heute angesehen. Später wird es dann per Fähre auf die Südinsel gehen.

Wellington