In Picton haben wir dann übernachtet: Chrissi im Zelt, ich im Hostel (der letzte Platz im dritten Hostel, das ich angefragthabe). Nach einem kurzen Rundgang durch Picton gestern Vormittag - sehr überschaubares Dorf - machten wir uns dann auf den Weg in den nördlichsten Zipfel der Südinsel, zur Golden Bay.
Zunächst ging es dabei an den Marlborough Sounds entlang, einem zerklüfteten Küstengebiet mit zahlreichen Halbinseln, die ins Meer ragen. Während der letzten Eiszeit hat das Wasser die Täler erobert und ließ nur die höher gelegenen Gebiete zurück. Die Fahrt daran entlang ist durch Serpentinen geprägt und bietet tolle Ausblicke. Einen Zwischenstopp legten wir in Nelson ein, wo ich mich mit Fish&Chips versorgte, die wir dann am Strand verspeisten. Weiter führte unsere Route nach Motueka und schließlich nach Takaka. Dort in der Nähe gibt es die größte neuseeländische Quelle, aus der 14.000 Liter Wasser pro Sekunde an die Oberfläche sprudeln. In Pohara wollten wir nochmal zum Strand, doch war aufgrund die Ebbe das Wasser arg weit weg.
Das diesmalige Hostel ist insofern erwähnenswert, als dass es ein eigenes Spa besitzt, also einen heißen Whirlpool, in dem man den Abend sehr angenehm ausklingen lassen kann. Scheinbar sind die in Neuseeland ganz schwer in Mode, denn jedes zweite Hostel ist mit sowas ausgestattet.
Heute haben wir die bisher mit Abstand schönste Strecke zurückgelegt. Laut Lonely Planet auch eine der zehn schönsten Straßen weltweit! Angefangen hatte alles beim Harwood's Hole, einem 360m tiefen und 70m breiten Loch in der Erde. Der Weg dorthin führte über 11km einspurige (aber keine Einbahnstraße) Schotterpiste durch den Wald, der bei den "Herr der Ringe"-Filmen als Chetwood Forest genutzt wurde. Zusätzlich zu dem Riesenloch gab es auch noch einen sehr schönen Aussichtspunkt, bei dem man eine tolle Sicht auf die Berglandschaft hatte. Sicherung selbstverständlich keine, obwohl es sicherlich 100m in die Tiefe ging... Über Motueka und Murchison ging die Reise an die Westküste. Dabei passierten wir die Buller Gorge, die sich aber nicht als so interessant wie erwartet entpuppte. An der Westküste angekommen, fuhren wir in der Nähe von Westport ans Wasser um Robben zu beobachten, die dort gerade ihre Jungen aufziehen. Der folgende Abschnitt in Richtung Süden und zu unserem Ziel Greymouth war landschaftlich fantastisch: auf der einen Seite Berge mit Regenwald bewachsen und auf der anderen Seite Strand und Felsen. Eine Sehenswürdigkeit, die wir uns nicht entgehen ließen, sind die Pancake Rocks, also Pfannkuchen-Felsen.
Morgen werden wir den Arther's Pass auf knapp 1000m Höhe passieren und dann werde ich Christiane in Christchurch am Flughafen abliefern und alleine weiterfahren.
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| Picton to Karaka |
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| Takaka - Greymouth |





