Mittwoch, 30. Juni 2010

Reiseupdate - Belgrad bis Bled (Update: Fotos sind da!)

Ich hoffe ihr habt den letzten Eintrag nicht allzu ernst genommen. Natürlich erlebt man auf der Reise immer wieder Neues und ist nur begrenzt aufnahmefähig, doch ganz so schlimm wie dargestellt, ist es dann auch nicht.

Der zweite Tag in Belgrad gehörte den Orten, die nicht jeder Tourist anschaut, die aber sehr schön sind. So z.B. ein Dorf, das einen der ältesten Teile Belgrads ausmacht und am Wasser gelegen eine sehr angenehme, entspannte Atmosphäre bietet. Des Weiteren der Stadtstrand auf einer Insel in der Sava. Doch leider hielt uns ein Wolkenbruch vom Baden ab.


Belgrad Tag 2


In der darauffolgenden Nacht gings abermals per Nachtzug auf den Weg, diesmal in Richtung Zagreb. Zum ersten Mal war dabei das 6-Bett Abteil auch voll belegt, was das Ganze etwas eng machte. Die "Mitschläfer" waren aber angenehm und nette Gesprächspartner. Leider war der Zug pünktlich um kurz nach 5 in Zagreb, so dass die Nacht kurz ausfiel. Einige Stunden später trafen wir dann einen Erasmus-Kommilitonen aus Istanbul zum Frühstück, der sich gerade auf dem Weg von Wien nach Istanbul per Anhalter befindet. In einigen interessanten Stunden erkundeten wir zusammen die Stadt, tranken einige Bier und genossen das westeuropäische Flair. Da die meisten Touristen in Kroatien direkt an die Küste streben, halten sich diese in Zagreb in Grenzen.


Zagreb


Am nächsten Tag entschieden sich Tobias und ich zum Plitvice Nationalpark zu fahren und uns die dortige, beeindruckende Natur anzusehen. Viele Seen, verbunden durch Wasserfälle (der größte immerhin 75m hoch) ergeben eine tolle Atmosphäre. Später zum Deutschlandspiel gings in eines der wenigen Hotels vor Ort und in der Hotelbar wurde dann mit einigen Briten das Spiel verfolgt. Die Rückfahrt nach Zagreb war bis zum letzten Moment ungewiss, da man keine Rückfahrtickets kaufen konnte. Glücklicherweise konnten wir aber einen Bus abpassen und anhalten, so dass wir unproblematisch nach Zagreb zurück kamen.


Plivice Nationalpark


Das schöne, ruhige Zagreb wurde am nächsten Tag gegen das noch kleinere und ruhigere Ljubljana eingetauscht. Die Fahrt, diesmal am Tage, geht landschaftlich reizvoll an der Sava entlang. Mit nur 200.000 Einwohnern ist die Hauptstadt Sloweniens kleiner als Karlsruhe! Dennoch ist die Stadt sehr reizvoll, vor allem die zahlreichen Cafes mit ihren Außenbereichen sorgen für eine lebendige Atmosphäre. Die Sehenswürdigkeiten sind klein in der Zahl, aber sehenswert. Meiner Meinung nach hätte es den Titel "Fahrradhauptstadt Osteuropas" absolut verdient, man fühlt sich schon sehr an Münster erinnert. Den Abend ließen wir in einem Hostel bei einem 5 €-all-you-can-eat Barbecue ausklingen.


Ljubljana


Heute dann entschieden wir uns abermals für einen Tagesausflug - diesmal in den Ort Bled, der mitten in den höchsten Bergen Sloweniens an einem See gelegen, ein absolutes Postkartenmotiv darstellt. Überzeugt euch selbst in den Fotos von der Idylle, die dort herrscht.


Bled

Freitag, 25. Juni 2010

Aktueller Reisezwischenstand

Straffes Programm, keine Zeit für Schlaf, man will ja schließlich was sehen. Nach drei Tagen haben sich die Füße an die Gewaltmärsche gewöhnt und das Gehirn ist genügend abgestumpft um nicht auf jede einzelne Kleinigkeit zu reagieren, kann sich ja eh kein Mensch alles merken. Hauptsache auf dem Stadtplan die Ziele in den vorher getakteten 5-Minuten-Zeitplan-Abschnitten abhaken. Wichtig ist das vorherige Auswendiglernen des Reiseführers, damit keine Zeit mit Nachlesen verschwendet werden muss. Der Stadtplan sollte einen Rundkurs zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten enthalten und dabei alle 5 Stunden eine Essensgelegenheit ausweisen. Des Weiteren sind im gut sortierten Rucksack alle wichtigen Dinge wie Schirm und Kamera griffbereit an den platzoptimierten Stellen deponiert.

Dieser Blog wurde zeitsparend während des Stadtrundgangs per Spracherkennungs-Software diktiert.

Donnerstag, 24. Juni 2010

die Rückreise

Wie bereits im Dezember, so sind Tobias und ich derzeit abermals mit dem Zug von der Türkei nach Deutschland unterwegs. Die aktuelle Route wird durch die blauen, die Dezember-Route durch die roten Pfeile dargestellt:
Interrail
Landkarte von StepMapStepMapInterrail

Los gings Montagabend (nach einigen Schwierigkeiten wichtige Dokumente, deren Fertigstellen versprochen worden war, an der Uni abzuholen) per Bus ab Istanbul, da die Bahnstrecke von Istanbul nach Europa nach einem Tunneleinsturz auf unbestimmte Zeit gesperrt ist. Im Doppeldeckerbus gehörten uns die vordersten Plätze im oberen Bereich: bester Blick und recht gute Beinfreiheit. Ausstattungsmäßig wurde mit freiem Internet und Bildschirmen an jedem Platz so einiges geboten. Leider gab es einige sehr redefreudige Leute im Bus und andere, die sich andauernd irgendwelche Wecker gestellt hatten, so dass der Schlaf etwas auf der Strecke blieb.
An der Grenze habe ich dann das erste Mal eine absolute Ungleichbehandlung und Schikane erfahren. Dies sowohl auf türkischer als auch griechischer Seite, aber jeweils gegen alle "Nicht-Türken" gerichtet. Das Gepäck musste jeweils ausgepackt und inspiziert werden, was insgesamt sicherlich 90 Minuten gekostet hat. Fragt mich bitte nicht, wieso gerade auf griechischer Seite auch alle Griechen und sonstige Ausländer, nicht aber die Türken, kontrolliert wurden.

Wundern musste ich mich auch über die Plastiktüte mit ungewissem Inhalt, die der Busbegleiter dem Grenzbeamten zugesteckt hat... Möglicherweise Abfall oder wichtige Unterlagen, wer weiß...

Morgens kamen wir dann in Thessaloniki an, wo wir glücklicherweise unser Zimmer beziehen konnten und den Schweiß des letzten Tages und der letzten Nacht wegduschen konnten. Thessaloniki so weit ganz nett, allerdings spannend, dass man mit Deutsch besser verstanden wird als mit Englisch. Wichtiges Highlight war natürlich das Geburtshaus von Atatürk, das sich auf dem Gelände des türkischen Konsulats und dementsprechend gut bewacht ist. Mit türkisch kommt allerdings gut zurecht, wenngleich trotzdem erstmal der Pass überprüft wird.


Thessaloniki


Auf der Weiterfahrt von Thessaloniki nach Skopje ging bis zur Grenze alles gut, dann die Info: "Streik". Zwei Stunden lang ging nix. Dank des guten alten deutschen IC-Wagenmaterials, wo man in den Abteilen die Sitze zur Liegefläche umwandeln kann, wurden daraus zwei schlafreiche Stunden.

In Skopje haben wir leider schlechtes Wetter erwischt, was den gesamten Aufenthalt etwas trist werden ließ. Der Bahnhof ist zudem ein Highlight der jugoslawischen Baukunst der 60er Jahre und wohl auch seitdem nicht mehr geputzt worden. Bei der Ankunft fühlte ich mich schon ans Ende der Welt versetzt. Am Interessantesten ist das türkisch-albanische Viertel, in dem wir ein türkisches Kaffeehaus aufgesucht und nach kurzem türkischen Gespräch zu Kaffee und Tee eingeladen wurden: ein weiterer Beweis türkischer Gastfreundlichkeit. Insgesamt sind im Mazedonischen recht viele türkische Wörter enthalten, was zu unserer Erheiterung beitrug. Das Stadtbild Skopjes wird jedoch recht stark von aktuellen Baumaßnahmen, sowie Bausünden aus den 60er und 70er Jahren bestimmt, Ausnahmen sind das oben erwähnte albanische und das Kneipenviertel :)


Skopje


Mit dem Nachtzug sollte es weiter nach Belgrad gehen, doch hat wohl wieder der griechische Streik dafür gesorgt, dass der Zug mit erst 90 minütiger Verspätung nach Skopje kam. Unerwarteterweise wurde aus dem gebuchten 6-Bett-Abteil ein Abteil für Tobias und mich allein. Mittlerweile ist auch die Erkältung besser, so dass zumindest die Stimme zurückgekehrt und der Schnupfen, sowie Husten nachgelassen haben.
Belgrad erreichten wir mit einer Verspätung von etwas mehr als zwei Stunden, wobei allein die letzten 20 km wohl 45 Minuten gekostet haben.

Belgrad ist eine schöne Stadt mit großen Gegensätzen zwischen osmanischen, jugoslawischen und modernen Einflüssen. Innerhalb des ersten Tages haben wir die Hauptsehenswürdigkeiten (u.A. die größte orthodoxe Kirche der Welt, die Festung...) gesehen. Zudem haben wir ein deutsches Ehepaar getroffen, das per Auto auf dem Weg nach Indien ist, aber gerade mit einem Zylinderkopfschaden liegengeblieben ist. Unser Hostel ist klein, nett, familiär und ziemlich leer. Auch hier ist der türkische Einfluss noch zu spüren, der sich vor allem im Essen niederschlägt. Börek, Kaymak und vieles anderes kennen wir bereits aus der Türkei. Interessant zu beobachten ist die Tatsache, dass bei fast allen Botschaften die zur Straße hinausgehenden Fenster zugemauert/verbarrikadiert sind - eine Folge des Krieges? Die Folgen des NATO-Angriffs in den 90ern kann man nur noch an wenigen Stellen entdecken. Morgen werden wir noch ein paar Außenbezirke Belgrads unsicher machen, bevor es abermals per Nachtzug nach Zagreb weitergeht, wo wir einen unserer Easmus-Kommilitonen aus Istanbul treffen werden.


Belgrad


Bisheriger Eindruck: Skopje hat mich nicht vom Hocker gehauen, aber die Landschaft in Mazedonien war sehr schön! Die Küste zwischen griechisch-türkischer Grenze und Thessaloniki war ebenfalls landschaftlich eindrucksvoll, Thessaloniki spannend, aber für einen Tag ausreichend. Belgrad hingegen bietet vor allem spannende Kontraste und eine tolle Innenstadt.

Dienstag, 22. Juni 2010

Abschiedsparty, Festival

Es geht dem Ende zu... es heißt es Abschied nehmen von Istanbul...

Doch zuvor noch ein kurzer Lagebericht und eine knappe Zusammenfassung der letzten Tage seit der Rückkehr aus Trabzon.

Freitag hat Tobias und meine Abschiedsparty stattgefunden, die wir passenderweise mit dem Deutschlandspiel verbunden haben. Anschließend ging es ans Wasser, dann nochmals in eine Bar in Taksim und schlussendlich zum Tanzen ins Araf. Richtig schön nochmal viele der netten Menschen zu sehen, die ich in den letzten 10 Monaten kennengelernt habe. Da wird man schon ein wenig wehmütig.

Abschiedsparty

Samstag und Sonntag fand das Festival "Efes One Love" statt mit Bands wie "The Whitest Boy Alive", "The Ting Tings", "Groove Armada", "Wild Beasts" und "Sophie Ellis Bextor", um mal die bekanntesten zu nennen.

Efes One Love Festival

Zudem habe ich noch fleißig an meinem take-home-exam geschrieben, das ich gerade eben abgegeben habe.

Leider habe ich mir, vermutlich durch Klimaanlagen und Luftzug, eine Erkältung zugezogen und konnte am Wochenende nicht sprechen, mittlerweile geht es aber wieder aufwärts.

Donnerstag, 17. Juni 2010

Trabzon

Berühmt für Fisch, vor allem Hamsi (Sardellen), den Hafen und natürlich den typischen Trabzon-Nasen :)

Montag Nachmittag gings los, mit dem Flugzeug ist man bequem in 1,5 Stunden dort. Der Flughafen liegt schön direkt am Meer. Bei 30 Grad und drückender Schwüle gings auf Zimmersuche: immer schön rauf in den dritten oder vierten Stock und dann wieder raus - da kommt Freude auf. Den Abend haben wir dann bei Bier und Fußball ausklingen lassen.

Zweiter Tag: Das berühmte Kloser Sumela auf 1300 m Höhe in der Nähe von Trabzon ist ein Muss. Wunderschön gelegen und mit einem tollen Ausblick wird man für das Hinauflaufen belohnt. Dabei haben wir einen netten Kanadier kennengelernt, mit dem wir im Anschluss noch die Hauptsehenwürdigkeit Trabzons - die Hagia Sophia (wie in Istanbul eine ehemalige Kirche) angesehen haben. Der Abend gehörte wieder dem Fußball und nach einigem Suchen haben wir tatsächlich eine Kneipe gefunden! :)

Die abenteuerlichste Tag folgte darauf: ein Tagesausflug nach Batumi in Georgien. Allein der Busticketkauf war ein Erlebnis. Ich weiß nicht, ob es an den Verständigungsschwierigkeiten liegt oder ob die Busunternehmen ein Interesse daran haben Leute hereinzulegen. Jedenfalls haben wir uns genau nach Hin- und Rückfahrten erkundigt, konnten dann aber plötzlich kein Rückfahrticket mehr kaufen. Alle weigerten sich ausschließlich die Rückfahrt anzubieten. Seltsam...

Es ging dann um halb sieben mit einem Minibus los (recht eng und unbequem), unterwegs fing es irgendwann an zu gewittern (wir waren in T-Shirt und kurzer Hose unterwegs) und schließlich blieben wir kurz vor der Grenze in einem Tunnel liegen. Später sollte sich herausstellen, dass Spritmangel der Grund war. Das automatische Alarmsystem des Tunnels (sehr fortschrittlich) sprang sofort an und forderte über Lautsprecher zum Verlassen des Tunnels auf (jedenfalls nehme ich das an). Der Bus wurde dann kurzerhand aus dem Tunnel geschoben und einer der Busfahrer ließ sich per Anhalter zur nächsten Tankstelle mitnehmen. Eine halbe Stunde später konnte es weiter gehen.
Das nächste Problem ergab sich an der Grenze: Ich bin beim letzten mal per Personalausweis in die Türkei eingereist und hatte aus diesem Grund den Stempel-Zettel. Mit diesem ließ man mich aber nicht ausreisen (warum auch immer). Zunächst hieß es, ich dürfte nicht ausreisen, schlussendlich wurde aber einfach der Ausreisestempel in meinen Reisepass gestempelt. Dies hat mich dann aber beunruhigt, da ich damit einen Ausreisestempel ohne passenden Einreisestempel in meinem Pass hatte. Naja, konnte ich eh nicht mehr ändern. Wir sind dann relativ zügig durch die georgischen Kontrollen gekommen, was man von unserem Bus nicht sagen kann. Über zwei Stunden mussten wir auf ihn warten (bzw. dachten wir das, wir hätten wohl auch einfach einen anderen Bus bzw Dolmus nehmen können).

Am Busbahnhof wollten wir dann unser Rückfahrticket organisieren, was aber überhaupt nicht geklappt hat, da die Busse entweder viel zu früh/spät fuhren oder ausgebucht waren oder nicht existierten. Der Stadtteil um den Busbahnhof war auch schon sehr Indien-like. Wir haben uns dann zu einem Restaurant aus dem Lonely Planet aufgemacht und sind an die schöne Strandpromenade gekommen. Mit wir meine ich in diesem Fall Tobias, mich und einen 18jährigen Iraner, der seit drei Jahren in der Türkei lebt und mal wieder sein Visum erneuern musste.

Fragt mich nicht warum, aber die Straßen im Zentrum sind alles nur Schotterpisten/Baustellen/frisch aufgerissen worden.

Die Stadt Batumi ist ganz nett, im Zentrum sehr reich und gepflegt, in den Randgebieten eher das Gegenteil.

Nun zur Rückfahrt: Wir haben dann gegen Abend einen Dolmus zur Grenze genommen, was auch recht fix ging. Dann kam der beunruhigende Moment mit meinem Pass, aber es ging alles gut. Der Grenzbeamte hat sich zwar mein türkisches Visum (das mittlerweile abgelaufen ist) sehr genau angesehen, aber letztendlich den Stempel reingeknallt. Hätte er meine Stempel gezählt und gesehen, dass ich einmal zu viel ausgereist bin, hätte das bestimmt wieder endlose Diskussionen nach sich gezogen. Jetzt ist aber alles wieder ausgeglichen und ich werde nach Griechenland mit dem Personalausweis ausreisen. Von der türkischen Seite der Grenze gings per Taxi-Dolmus weiter in den nächsten Ort und dann per Bus zurück. Die Busfahrer haben uns natürlich mal wieder krass angelogen (diesmal 100%ig kein sprachliches Kommunikationsproblem) was die Fahrzeit betrifft, die im Endeffekt bei knapp vier statt zwei Stunden lag.

Trotzdem in allem ein sehr interessanter Tagesausflug. Ich weiß nun wo all die deutschen Altautos gelandet sind, die nicht der Abwrackprämie zum Opfer gefallen sind :) In Batumi fahren nicht nur Blumengroßhändler-, sondern auch Gabelstapler-Verleiher oder Klempnerbullis herum. Alle noch mit den deutschen Werbeschriftzügen beklebt. Ein weniger schönes Beispiel war der Schalke-Aufkleber am Heck eines alten Nissan Micra.

Heute war dann nochmal Trabzon angesagt. So fuhren wir zunächst zum Atatürk Köskü, einer Villa, die Atatürk mal gehört hat und nun Museum ist. Anschließend ging es weiter zu einem Teegarten, in den Bergen gelegen und mit tollem Ausblick über Trabzon. Hier habe ich mal wieder die Gastfreundschaft der Türken erlebt, da wir zum Mittagessen der Kellner eingeladen oder besser genötigt wurden :) Sehr lecker.

Jetzt sitze ich im Flugzeug nach Istanbul, von wo aus es in vier Tagen schon in Richtung Deutschland gehen wird.


Trabzon, Batumi

Montag, 7. Juni 2010

Amasra & Safranbolu

Das Premierenwochenende: Erstmals in der Türkei Auto gefahren, erstmals auf der Autobahn rechts überholt (mehrfach), erstmals mit dem Auto-Unterboden aufgesetzt (gleich dreimal) und erstmalig wurde mein Fahrstil mit dem der Istanbuler Taxifahrer verglichen. Aber keine Chance, man muss sich dem Fahrstil der anderen ja anpassen :)

Mit dem Mietwagen ging es 500 km in nord-westliche Richtung ins kleine Städtchen Safranbolu. Seit 1994 Weltkulturerbestadt dank der gut erhaltenen osmanischen Häuser. Allerdings touristisch auch sehr bekannt und aus diesem Grund von Andenkenläden geprägt und Busreisegruppen bevölkert. Dennoch haben wir dort schöne drei Stunden verbracht und uns durch die Stadt treiben lassen.
Von dort aus sind wir ans schwarze Meer gefahren (teilweise über Schotterpisten) und haben dort direkt den Strand aufgesucht - herrlich nach der langen Fahrt. Amasra ist laut Reiseführer die schönste Stadt am Schwarzen Meer, was ich aufgrund mangelnder Erfahrung auch nicht abstreiten kann. Zwei schöne Buchten, eine alte Zitadelle und die Steilküste drumherum haben schon ihren Reiz.
Abends waren wir Fisch essen, am nächsten Morgen nochmals am Strand frühstücken und dann ging es auch schon wieder zurück.
 

Safranbolu, Amasra auf einer größeren Karte anzeigen


Safranbolu, Amasra

Sonnenuntergang in Kadiköy/Moda